Arme, arme Container-Rosen im September

Gepostet in Mein Garten und ich

Mein heutiger Besuch in einer Effeltricher Baumschule meines Vertrauens war leicht irritierend bis frustrierend. Mitte September erwarte ich zwar keine taufrischen Rosen oder knospigen Hortensien. Aber dass sämtliche Containerrosen in einem derart desaströsen Zustand sein würden, hätte ich vorher nicht gedacht. Wohin das Auge auf der Containerrosenanlage auch schaute: Sternrußtau und/oder nackige Rosenbeine. Die Rosen hatten teilweise sogar nasse Füße. Es ist mir ein absolutes Rätsel, wie einem Profi so etwas passieren kann. Ich hätte gedacht, die Stellplätze der Container-Rosen hätten nicht nur einen Wasserzufluss, sondern auch einen Wasserabfluss. War der verstopft?

Container-Rosen sollten nicht zu langen im Container stehen

Immerhin hat mir der Besuch der Baumschule die Austin-Rose Rosemoor völlig kostenlos eingebracht. Die Ärmste stand viel zu lange in einem viel zu kleinem Topf und war mehr oder weniger nackig – bis auf ein paar zarte neue Blatttriebe. „Die kriegen Sie bestimmt wieder hin“, meint Frau Chefgärtnerin. Ihr Wort in des Rosengottes Gehörgängen.

Und noch etwas fand ich heute zufälligerweise heraus: Den Namen der wunderschönen reingelben Rose, die seit zehn Jahren vor meinem Küchenfenster steht und die ich damals leider, leider ohne Zettelchen mit nach Hause brachte, suche ich leider noch immer. Eine Austin-Rose muss sie sein, so viel ist klar. Doch seit heute bin ich mir (fast) sicher, es ist Tee Clipper. Die Rose wird gut 1,50 cm hoch (auch wenn ich sie im Frühling stark zurück schneide), die Zweige sind wenig bestachelt und recht weich, der Rosenbusch wächst buschig und aufrecht, die voll besetzten Rosenzweige hängen allerdings etwas über. Insgesamt ist diese Rose sehr robust, blühwillig und überaus gesund. Sie steht zusammen mit Madame Curie auf meinem kleinen Terrassenbeet in voller Südlage.


Wenn auch Sie so eine gelbe Rose in Ihrem Garten haben und deren Namen kennen: Bitte verraten Sie ihn. Das „namenlose Sonnenkind“ braucht endlich einen richtigen Namen.

Blumenbild mit gelben und aprikotfarbenen Rosen

Nachtrag: Inzwischen ist klar, meine gelbe Küchenrose ist tatsächlich Graham Thomas. Eine wunderbare Rose, die von Jahr zu Jahr schöner wird. Die geschenkte Rose Rosemoor hat sich tatsächlich gut erholt und sieht inzwischen inzwischen richtig nett aus, nämlich so.

Mein Fazit: Wer Container-Rosen kaufen will, sollte das am besten im Frühsommer tun. Die Rosen blühen dann und man kann sie sogar blühend verschenken. Wurzelnackte Rosen sind die bessere und preiswertere Alternative für alle, die Rosen lieben. Es gibt sie von Oktober bis März/April, was zugleich die beste Pflanzzeit für Rosen ist.


    1 Kommentar

  1. die gelbe Rose von den Fotos ist meiner Meinung nach eine Graham Thomas. Ich habe sie selber und die Blüten sind einzigartig geformt, so dass ich mir sicher bin. Eine herrliche Kombination mit der madame curie!!!

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Pin It on Pinterest

Share This
Der Blumenbote. Newsletterservice von Nature to Print

Der Blumenbote

Blumenbilder, Bücher und Praxis-Tipps für Gartenfreunde

Vielen Dank, Ihre Anmeldung hat geklappt.