Container-Rosen. Welche Rosenhändler punkten wirklich mit Qualität?

Gepostet am Aug 25, 2010 in Testberichte

Okay, bei Austin-Rosen in England zu bestellen, ist kein billiges Vergnügen. Egal ob im Container oder als wurzelnackte Rose, sie sind ein gutes Stück teurer als Austin-Rosen, die in Deutschland gezüchtet werden. Und es gibt Kritiker, die meinen, die englische Ware sei nicht nur überteuert, sondern auch schlechter geeignet für unser hiesiges Klima. Das läge an den so genannten Unterlagen, die eher für das mildere englische Klima geeignet seien und nicht so sehr für unseres Kontinentalklima.

Aber eines muss man den Engländern schon lassen: Wenn sie Containerrosen versenden, kommen wirklich prächtig blühende Strauchrosen an. Da ist kein einziger Zweig geknickt und von den typischen Rosenkrankheiten ist auch keine Spur. Die Bilder zeigen die Ankunft meiner „Geburtstagsrosen“ Anfang August letzten Jahres.

 

Und was machen die unsere deutschen Rosenhändler und -züchter, wenn sie Rosen im Container versenden? Meine Erfahrungen könnten nicht unterschiedlicher sein.

  • Kordes schickt ebenfalls prächtig blühende und rundherum gesunde Rosen. So liebevoll verpackte und versendete Rosen sind das perfekte Geschenk für eine gute Freundin.
  • Ganz anders waren meine Erfahrungen bei Schmid-Gartenpflanzen**. Die Containerrose kam zwar gut durchwurzelt an aber die Rose selbst bestand nur aus drei nackten Trieben. Mir kam es so vor, als würde man Platz und Kartonage sparen wollen. Woran Schmid allerdings niemals spart ist Stroh als Füll- und Polstermaterial. Ich bin meistens ziemlich genervt von der Sauerei. Leute, die Kaninchen halten, werden von der kostenlosen Stroh-Zugabe sicherlich begeistert sein.
  • Mit Baumschule Horstmann war ich bislang immer sehr zufrieden. Schöne Stauden und gesunde Gehölze kamen im Herbst 2009 und im zeitigen Frühjahr 2010. Doch dann war der Wurm drin. Eine Nachbestellung Ende Mai kam erst nach sechs endlosen Wochen an. Die kleine Bodendeckerrosen (eine robuste Rugosa-Rose im Container) war in einem jämmerlichen Zustand. Ebenso die beiden Schopflavendel. Da half nur noch ein beherzter Schnitt. So hatte ich mir meine frühsommerliche Bestellung für den Garten wirklich nicht vorgestellt.
  • Heute kamen fünf Container-Rosen von Schultheis* an. Ihr Zustand war rein äußerlich in Ordnung, wenn auch nicht so prächtig, wie die englischen Austin-Rosen. Im Klartext: Die Container waren leider nicht komplett durchwurzelt und die beiden Falidaé kamen ziemlich zerrupft aus dem Karton und einer der Zweige ließ sich total hängen. Aber das alles muss ja nichts heißen. Das Wetter ist jetzt günstig für die neu gepflanzten Rosen und mit etwas Glück, werden sich auch diese Rosen schnell von ihrer Reise erholen.

Ein echtes Fazit gibt es nicht. Rosenkauf ist und bleibt Vertrauenssache. Meistens dauert es eine ganze Weile, bis regionale Baumschulen interessante Rosenneuheiten im Programm haben. Wenn man also genau diese Pflanzen haben will, kommt man an der Bestellung nicht herum. Und wenn die Rose ein Geschenk sein soll, dann würde ich doch zu Austin in England raten oder eben zu Kordes. Oder Sie rufen vorher den Rosenhändler Ihres Vertrauens an und fragen, ob er eine wirklich perfekte Rose zum Verschenken hat und diese auch wirklich stabil verpacken kann.

Wurzelnackte Rosen sind die bessere Alternative zu Containerrosen. Zumindest für Leute, die ihre Gartenwünsche akribisch genau planen und das Gartenjahr über einen Rosen-Wunschzettel schreiben, um dann pünktlich zum 1. September ihre Bestellung beim Rosenzüchter ihres Vertrauens aufzugeben.

Was mich interessiert: Wie sind Ihre Erfahrungen beim Rosenkauf? Wo kaufen Sie Ihre Rosen bzw. Containerrosen am liebsten ein? Welcher Rosenhändler liefert Qualität und welcher nicht? Bitte kommentieren Sie und/oder setzen Sie Ihren Haken in der kleinen Umfrage am rechten Rand. Dankeschön.

*Wurzelnackte Rosen von Schultheis kamen bislang stets in Top-Qualität
**Wurzelnackte Rosen von
Schmidt waren bislang ebenfalls sehr gut. Wenn da nur nicht dieses Stroh wäre.
***Wurzelnackte Rosen von Austin in England waren bislang doch wesentlich schwächer als vergleichbare Rosen von hiesigen Händlern. Nach gut zwei Jahren ist von der anfänglichen Schwäche allerdings nichts mehr zu sehen.


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