Graham Thomas. Der gelbe Star unter den Austin-Rosen.

Gepostet am Feb 10, 2013 in Pflanzenlieblinge

Blüten der Englischen David-Austin-Rose Graham Thomas

David-Austin-Rose Graham Thomas

Graham Thomas gehört sicher zu den bekanntesten und in den letzten zwanzig Jahren am meisten gepflanzten Rosen des englischen Rosenzüchters David Austin. Eine kräftig wachsende Strauchrose, die sich, mit etwas Unterstützung, gerne mal zu Höherem berufen fühlt.

Bis zu drei Meter erreicht sie als gut geführte Kletterrose. Ihre dicht gefüllten Blüten strahlen von der Knospe bis zum Verblühen im reinsten Gelb und duften dabei leicht und angenehm.

In meinem Garten stehen seit zwölf Jahren zwei Exemplare dieses Gartenlieblings, eine davon flankiert die südliche Terrasse und schützt im Sommer vor allzu neugierigen Blicken der Passanten. Graham Thomas wächst von Natur aus eher aufrecht, doch wenn alle Zweige voll besetzt mit Blüten sind,  biegen sich die schweren Zweige durchaus und sollten deshalb in den ersten Jahren dann auch etwas gestützt werden.

Tipp: Leiten Sie in den ersten beiden Standjahren einer Strauchrose die Grundtriebe etwa im 45°-Winkel in alle vier Himmelsrichtungen. So bildet der Rosenbusch von der Basis aus eine ausgewogene Form. Natürlich nur dann, wenn der Rosenbusch nicht ohnehin schon so wächst, wie gewünscht oder geplant.

Graham Thomas-Rosen machen auch in der Vase eine gute Figur, zumindest für drei vier Tage. Danach lassen sie die Hüllen fallen und auch das sieht wunderschön aus. Da an einem Zweig meist drei, vier Blüten sitzen, die nacheinander aufblühen, hält der Strauß am Ende doch länger als gedacht.

Auch für Graham Thomas ist der richtige Schnitt, Dünger und Wasser sind das A und O.

Das 1 x 1 der Rosenpflege können andere besser. Nur so viel: Am Dünger zu sparen ist kontraproduktiv. Seit einiger Zeit habe ich auf einen biologisch dynamischen Rosendünger umgestellt und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das Beste daran ist jedoch: Richtig dosiert kostet der organischer Rosendünger genauso viel oder wenig wie der „Gute von Aldi“. Es gehört sicher zu den Ammenmärchen, das Rosen im Garten nicht extra gegossen werden müssen. Die Wahrheit ist: Rosen brauchen viel Wasser. Sie sind allerdings Tiefwurzler und wenn sie erst einmal zwei, drei Jahre gut angewachsen sind, sollten ihre Wurzeln lang genug sein, um auch tiefer gelegene Wasser führende Schichten im Boden zu erreichen. Damit das gelingt, werden Rosen in den ersten Standjahren bei Trockenheit und Hitze am besten ein bis zwei Mal in der Woche frühmorgens (oder abends) durchdringend gewässert. Ältere, gut etablierte Rosen halten Trockenzeiten in der Regel gut aus. Allerdings freuen auch sie sich bei anhaltender Trockenheit wöchentlich über eine extra Ration  Wasser und danken es mit reichlichem Blütenflor. Und genau darauf freuen wir uns doch das ganze Jahr.

Graham Thomas blüht im Herbst sehr lange. Oft sogar bis zum ersten Frost und darüber hinaus, falls der Frost nicht stark und der Herbst bis Weihnachten eher mild ist.

Graham Thomas und Madam Curie in trauter Gemeinsamkeit im Rosengarten

Graham Thomas und Beetrose Madam Curie in trauter Gemeinsamkeit


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