Ich kann ja verstehen, wenn manche Pflanzen draußen sich mangels Kälte und Eis schon für den nahenden Frühling zurechtmachen. Aber im Keller? Dort wo es gleichmäßig kühl und ziemlich dunkel ist? Wieso nur kommt die hübsche kleine Seerose nur auf den Gedanken, es wäre an der Zeit auszutreiben? Hot Pink. Seerose als Leinwandbild im Wunschformat.Um sie herum wurde es nicht heller und wärmer auch nicht. Und doch sind da jetzt vier Zentimeter lange Triebspitzen zu sehen. Die Pflanze steht seit Oktober in einer Plastikwanne und ist noch nicht einmal ganz mit Regenwasser bedeckt. Ist das ein Fehler?

Immerhin muss ich mir keine Gedanken darum machen, ob die Seerose den Winter heuer im Keller überlebt. Sie tut es – sie beweist es gerade sehr deutlich. Doch was nun? Ans Licht oder besser Deckel drauf damit noch weniger Licht hinkommt? So mache ich das schon seit Jahren mit dem Afrikanischen Blauflügelchen. Ihr stülpe ich beim Einzug ins Winterquartier immer eine Papiertüte über die stark gekürzte Krone. Erst im März, wenn ich die mediterrane Kübelpflanze wieder etwas heller und wärmer stelle, nehme ich die Tüte wieder weg.Blumenbild Afrikanisches Blauflügelchen

Zurück zur Seerose bzw. zu meinem Miniteich auf der Terrasse. Das halbe Weinfass sieht auf der Terrasse eigentlich prima aus. Doch leider ist es seit dem Superfrost im Februar 2012 nicht mehr ganz dicht. Die Planken am oberen Rand fügen sich nicht mehr dicht an dicht, sondern sind ein wenig gegen einander verschoben. Unten am Boden ebenso. Im Frühling möchte ich deswegen den Bottich komplett mit Teichfolie auslegen. Ich hoffe, ich finde da noch eine gute Teichfolien-Lösung bei www.teichpoint.de. Am liebsten gleich eine Art Sack aus Teichfolie, das wäre wirklich am einfachsten und sähe noch am besten aus. Für Regenfässer habe ich so etwas schon vor zig Jahren gehabt. Sogar mit brauner anstatt schwarzer Folie. Sobald es dann wieder richtig warm und sonnig wird, darf die kleine pinke Nymphe wieder baden gehen. Exklusiv auf meiner kleinen Sonnenterrasse. Ein paar Begleitpflanzen muss ich bis dahin noch finden. Es sei denn, die Nymphe übertreibt es dieses Jahr mit Wachstum und Platzbedarf. Bislang konnte ich davon jedoch nur träumen.Weinfass auf der Terrasse dient als Miniteich für eine Seerose

Apropos träumen: Ginge es nach mir, hätte ich auch viel lieber einen richtig großen Gartenteich. Einen, in den man zumindest die Füße baden kann. Mit einer wundervoll abwechslungsreichen Uferbepflanzung: Trollblumen und Sumpfdotterblumen wären auf jeden Fall dabei. Und große Seerosen in der Mitte des Teiches. In meinem Gartenteich dürften sich auch gerne allerlei Tiere tummeln. Molche, Frösche, Libellen … sie wären mir alle herzlich willkommen – müssten im Gegenzug lediglich bereitwillig für Fotoshootings posieren.

Vom Traumteich, selbstverständlich mit einer Teichpumpe und geschickt versteckter Rundum-Sorglos-Technik, aus, würde ein kleiner Bachlauf seitlich entlang des Hauses und dann nach unten führen. Und wäre ich nicht nur Krösus, sondern auch handwerklich begabt, dann gäbe es auf diese Weise eine Art natürliches Bewässerungssystem für angrenzende Beete. Was für eine Arbeitserleichterung am Hang mit meinen ewig besonnten und deswegen stets zu trockenen terrassierten Beeten. Unten angekommen, fast an der tiefsten Stelle und fast am Eingang meines (dann nicht mehr zu kleinen) Gartenparadieses, stünde dann ein großer alter Brunnen aus Granit. Stets bereit, um Gießkannen zu befüllen oder um badewillige Vögeln zu beglücken. Wenn nur das Wörtchen wenn nicht wäre …

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.

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