Blüten, die nur von Luft und Liebe leben: Der Staudenlein.

Gepostet in Gartenfilme und Videos, Gartenwissen kompakt

Ausdauernder Lein / Staudenlein (Linum perenne) ist eine hübsche, federleicht wirkende, 30 bis 60 cm hohe Wildstaude, die alleine schon durch ihre Farbe auffällt. Das Himmelblau der 2,5 cm großen Trichterblüten ist unübersehbar. Lein passt gut in Steingärten, Kies- und Staudenbeete. Sein federleichter Habitus passt allerdings auch gut zu Rosen. Besonders die elegant schwebenden weißen Sorten Diamant und Album sind perfekte Rosenbegleiter.

Weißer Lein im Rosengarten

Weißer Lein im Rosengarten

Staudenlein liebt trockene, sonnige und magere Standorte

Interessant auch das: Leinblüten öffnen sich morgens und schließen sich wieder am Nachmittag. Lein ist ein Dauerblüher für karge Böden und Kübel doch er eignet sich leider nicht als Schnittblume. Die Blüten schließen sich schneller, als die Blumen in der Vase steht. Ansonsten besticht ausdauernder Lein durch seine Zähigkeit. Er mag vollsonnige, trockene, magere, sandige, durchlässige, mäßig nährstoffreiche, alkalische Standorte besonders gern und sät sich dort auch selbst aus.


In manchen Gartenratgebern steht, man könne Lein durch Teilung vermehren. Besser und sehr viel erfolgreicher ist jedoch die Aussaat an Ort und Stelle im Frühjahr. Leinsämlinge sollten bei Bedarf so früh wie möglich umgepflanzt werden, sie wachsen sonst schlecht an. Lein gedeiht auch gut als Kübelpflanze und sieht dort durch seinen horstigen Wuchs auch sehr schön aus. Ein blaues Blütenmeer von Mai bis Juli.

Blauer Lein am Wegesrand

Blauer Lein am Wegesrand

Was Staudenlein nicht mag sind extrem nasskalte Winter oder Kahlfröste. Ansonsten ist Lein eine tolle Gartenstaude, die pflegeleichter und flexibler kaum sein könnte. Sie blüht von Mai bis Juli und egal ob in kleinen Tuffs mit drei Pflanzen oder großflächig gesetzt wird: Kaum eine andere Staude wiegt sich so elegant im Sommerwind und wirkt dabei wie ein großes blaues Blumenmeer.

Ausdauernder Lein ist seit Generationen eine vielseitig genutzte Kulturpflanze. Wie sein Bruder, der einjährige Lein, wird auch Staudenlein großflächig angebaut, um daraus Leinsamen für Leinöl oder „Körner“ zum Backen oder fürs Müsli zu gewinnen. Und selbst die zähen langen Fasern werden genutzt und zu Leinen oder zu Seilen verarbeitet.

Wie zäh Lein tatsächlich ist, merkt jeder, der versucht Lein zu schneiden oder durch den Häcksler zu jagen. Scharfe Messer sind unbedingt erforderlich.

Zum Schluss noch ein Tipp: Wenn Sie Lein nach seiner ersten Blüte bodentief zurückschneiden, blüht er kurze Zeit darauf noch ein zweites Mal. Was wunderbar ist, schließlich blühen Rosen auch noch im Spätsommer und im Herbst. Lein gehört dann unbedingt dazu.


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