Gartentipp: Mixed Border mal anders. Erdbeeren als Randbepflanzung.

Gepostet in Gartenwissen kompakt

Und ist der Garten noch so klein, Erdbeeren müssen sein. Doch wohin mit den süßen Früchtchen, wenn im Garten kein Platz mehr ist für ein richtiges Erdbeerbeet? Ganz einfach: Setzen Sie Erdbeerpflanzen an den Rand der Beete oder entlang von Gartenwegen. Letzteres ist besonders praktisch, weil man so morgens quasi trockenen Fußes die leckeren Früchte ernten kann.

Wie Sie Erdbeeren im Blumenbeet pflegen

Für Erdbeeren am Rand des Blumenbeets gelten die gleichen Regeln wie für Erdbeeren in separaten Beeten:

  • Ab Mitte August ist die beste Zeit, neue Erdbeeren zu pflanzen. Sie haben dann noch Zeit genug, vor dem Winter anzuwachsen, groß und stark zu werden.
  • Bereiten Sie den zukünftigen Erdbeer-Randstreifen gründlich vor. Boden lockern, Unkraut tiefgründig entfernen, Kompost- oder Erdbeerdünger einarbeiten und gut zwei Wochen setzen lassen.
  • Pflanzen Sie neue Erdbeeren nicht zu tief. Das „Herz“ muss über der Erdoberfläche liegen.
  • Wenn ab Ende Mai Erdbeeren beginnen, Ranken und Kindel zu entwickeln, schneiden Sie diese rechtzeitig ab.
  • Es sei denn, Sie möchten neue Erdbeerpflanzen ziehen. In diesem Fall suchen Sie zur Vermehrung gut tragende Erdbeerpflanzen aus und markieren diese. Beispielsweise mit einem Holzstäbchen. Ganz fleißge GärtnerInnen verankern die Erdbeerkinder in kleine Töpfchen mit frischer Pflanzerde. Andere warten bis die neuen Pflanzen im Beet auf eigenen Füßen stehen können und kappen dann die Nabelschnur zu Mutterpflanze.
  • Nach etwa drei Jahren lassen Erdbeeren deutlich nach und sollten ersetzt werden. Und dann haben Sie die Wahl: Entweder Sie umranden ein neues Blumenbeet mit Erdbeeren oder Sie tauschen die Erde rund um die „alten“ Erdbeeren großzügig aus. Von Bodenmüdigkeit bleiben Sie so bestimmt verschont.
  • Gedüngt wird im zeitigen Frühjahr nachdem Sie im März die alten Blätter sorgfältig abgeschnitten und den Boden rund um die Erdbeeren gründlich vom Unkraut befreit haben. ein zweites Mal düngen Sie direkt nach der Ernte.
  • Erdbeeren brauchen viel Wasser, damit die Früchte dick werden – und viel Sonne, damit diese reifen. Wenn die Sonne nach einer längeren Regenperiode, plötzlich wieder vom Himmel brennt, kriegen Erdbeeren mitunter einen Sonnenbrand. Das kommt zwar wirklich selten vor, lässt sich aber kaum verhindern. Es sei denn, Sie verhüllen Ihren Erdbeerrand rechtzeitig mit Vlies.
  • Gegen Austrocknen helfen Wassergaben bei Bedarf und eine Mulchschicht aus Stroh. Allerdings versammeln sich darunter gerne auch Schnecken. Sie müssen also abwägen, was Ihnen lieber ist. Öfter gießen oder öfter Schnecken sammeln. Gegen Schnecken helfen ansonsten altbekannte Abwehrstrategien (Schneckenkorn, Absammeln, Durchschneiden, Laufenten). Dass Schneckenzäune helfen, halte ich dagegen für ein Gerücht.
  • Statt Stroh hat sich unter meinen Erdbeeren auch Sedum alba bewährt. Es sorgt dafür, dass die Früchte beim Reifen schön sauber liegen.
  • Auch Vögel lieben Erdbeeren. Wenn man allerdings Glück hat und so wie ich direkt neben Kirschgärten wohnt, bleibt man vor Vogelfraß verschont. Wenn nicht: Netze helfen – sind aber auch lästig.

Bleibt noch die Frage, welche Erdbeersorten empfehlenswert sind. Ich hoffe da ein bisschen auf Ihre Hilfe, weil in (m)einem Garten nicht Platz genug ist, alle neuen Erdbeersorten auszuprobieren. Derzeit laufen Versuche mit diesen Neulingen am Beetrand: Hummi Praline und Hummi Auslese. Beide Sorten sind sehr gut über den Winter gekommen und tragen bereits die ersten Früchte. Zu gegebener Zeit werde ich berichten.


Und welche Erdbeersorte empfehlen Sie? Und warum?

Erdbeeren am Rand eines Blumenbeets

 


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