Schönhütchen. Wilde Prärie-Schönheit im Staudenbeet.

Gepostet am Aug 23, 2013 in Pflanzenlieblinge

Aug‘ in Aug‘ mit gelben Blüten?  Das geht mit Schönhütchen spielend leicht. Ab Juli stehen sie auf ein Meter siebzig und bis September/Oktober tanzen sie anmutig mit dem Wind. Die wilden Schönen sind neu in meinem Präriebeet und überraschen durch enorme Wuchshöhe und beschwingte Blütenblätter, die wie zitronengelbe Röckchen nach unten fallen. Nicht adrett geordnet, sondern so, als hätten Windböen sie da und dort in die Höhe oder zur Seite gewirbelt. Das macht vielleicht den besonderen Reiz dieser Blüten aus. Bienen, Hummeln und allerlei Schmetterlinge umgarnen ihre hohen Körbchen, die anfangs noch grün, später dann Reihe für Reihe nach oben hin immer dunkler und zugleich flauschiger werden. Ähnlich wie bei Rudbeckia und doch eleganter bzw. beschwingter als der bekannte gelbe Sonnenhut.

Blumenbild gelbes Schönhütchen

Schönhütchen, Ratibidia pinnata

Als echte Prärie-Bewohnerin kommt das Schönhütchen mit Wetterextremen klar. Hitze und Trockenheit toleriert sie ebenso wie Kälte, Fröste und Wochen mit Regen im Überfluss. Wobei ein durchlässiger, gut dränierter warmer Boden ihr sicherlich besser gefällt als ewig nasse Füße.

Ratibidia pinnata ist ihr botanischer Name und Prärie-Zapfenblumen wird das Schönhütchen ebenso genannt, sie gehört zur Familie der Asteraceae. Wo es ihr gefällt, samt sie aus, gerne an trockenen Stellen wie in Pflasterfugen oder Mauerritzen. In Illinois und anderen Prärie-Regionen Nordamerikas wächst Ratibidia pinnata noch in freier Natur. Im Garten passt sie prima zu Gräsern, Gaura lindheimeri,  Agastachie und Taglilien aber auch zu roten und gelben Sonnenhüten.

Blumenbild Schönhütchen, gelbe Präriestaude im Garten

Schönhütchen, Ratibidia pinnata

 

 


Wirklich erstaunlich ist ihr Durchhaltevermögen. Schneidet man die Blumen nach dem ersten Flor bodentief ab, wachsen binnen kürzester Zeit neue Blütenstiele und blühen bis zum Frost. Wer die Pflanze also geschickt schneidet, kann die Blütezeit im Herbst ewig hinausziehen.


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