Seelenfutter. Ein Kochbuch, das glücklich macht.

Gepostet in Bücher

Kochbuch Seelenfutter

Seelenfutter. Rezepte, die glücklich machen

192 Seiten, 90 Farbfotos,
Susanne Bodensteiner | Sabine Schlimm
Gräfe und Unzer Verlag
ISBN 978-3833826290

Fünf von fünf Sterne

 

 

Liebe geht durch den Magen. Trost und Glücksgefühle auch, sagen die Autorinnen Susanne Bodensteiner und Sabine Schlimm und haben für ihr Kochbuch „Seelenbuch“ nicht nur 90 stimmungsaufhellende Rezepte zusammengetragen, sondern erzählen auch viel zum Thema Glück aus dem Kochtopf. Es geht um Glückshormone, Psychologie, Stoffwechsel, Stressabbau und um Gesundheit. Der Blick auf etwaig vorhandene Kalorien bleibt den Trostsuchenden gottlob erspart. Dafür gibt’s jede Menge Rezepte für jeweils zwei Personen.

Die Rezepte und dazu die schönen Bilder reizen sofort zum Nachkochen. Schon beim Durchblättern notierte ich meinen Einkaufszettel und schon am nächsten Tag ging‘s los: Gebackendes Wintergemüse habe ich als erstes ausprobiert und danach die Schalotten-Tarte-Tatin. Beides klappte und schmeckte uns wunderbar.

Über das Käsespätzlerezept musste ich dagegen herzlich lachen, denn die Autorin hat sich mit der Mengenangabe des Wassers haushoch vertan. Statt sich an das schwäbischen Grundrezept für Spätzle zu halten (100 Gramm Mehl pro Person, 1 großes Ei, 2 halbe Eierschalen mit Wasser, etwas Salz), werden dort 300 Gramm Mehl, 4 Eier und 250ml Wasser empfohlen. Das ergibt freilich keinen Spätzleteig, sondern nur Brei. Egal, Mehl dazugeben und mit dem Mixer nebst Knethaken kneten bis der Teig Blasen wirft und ab damit in den Spätzlehobel. Die Autoren nehmen lieber ein Spätzlepresse und produzieren damit lange Stuttgarter Spätzle. Allgäuer bevorzugen dagegen die kurze Variante der Spätzle und nennen sie Knöpfle. Geschmacklich gibt’s da keinen Unterschied. Zugunsten des Kochbuches will ich mal hoffen, dass nur das Spätzle-Rezept unbrauchbar ist. Denn ich möchte schon noch das ein oder andere, für mich neue Rezept ausprobieren. Bewährte Hausmannskost, zum Teil neu interpretiert, ist in „Seelenfutter“ ebenfalls zu finden. Etwa Hühnersuppe mit und ohne Kokosmilch, Gulasch, Risotto, Semmelknödel mit Pilzragout, Kartoffeln & Quark etc. und damit hat Seelenfutter den Sprung zum Allround-Kochbuch vollends geschafft.

Fazit:

Seelenfutter ist angetreten, um glücklich zu machen und ja, dieses Vorhaben ist rundum gelungen. Die Vielfalt der Rezepte, die allesamt einfach nachzukochen sind zeigt jedoch das wahre Potenzial dieses Kochbuches: Seelenfutter ist ideal für Kochanfänger, Singles und junge Paare. Die Rezepte sind einfach und übersichtlich gegliedert, da kann praktisch nichts schiefgehen. Die appetitlichen Foodfotos von von Julia Hoersch machen zudem Lust zum Kochen und Genießen. Und die Texte rund um Küchentisch, Herd und Gewürzschrank werten das Kochbuch zusätzlich auf. Prädikat lesenswert.


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