Mein liebstes Gartenbuch

Garten2Null ruft zur Blogparade zum Thema „Mein Lieblingsgartenbuch“ auf. Was für eine hübsche Idee. Ich bin gerne dabei, stelle allerdings heute mal ein Buch vor, das es in dieser Form leider nicht mehr zu kaufen gibt. Es ist: „Mehr Freude am Garten. Zier- und Nutzpflanzen für drinnen und draußen“ von Das Beste. Mein Exemplar wurde 1978 gedruckt, verweist aber auf eine englische Erstausgabe von 1975. Es ist mein erstes Gartenbuch und ich habe es lange Jahre immer wieder gerne in die Hand genommen und sehr vieles daraus gelernt. Was ich an dieses Buch so sehr schätze. Es ist umfangreich, umfassend und spricht sowohl Anfänger als auch Kenner an. Auf 640 Seiten werden wirklich alle Gartenthemen besprochen, zumindest jedoch angeschnitten. Es geht los mit der Anlage des Gartens geht weiter über das Gärtnern im Freien: Rasen, Bäume, Sträucher, Chrysanthemen, Dahlien, Nelken, Rosen, Rhododendron und Azaleen, Stauden, Ein- und zweijährige Pflanzen, Zwiebeln und Knollen, Wasserpflanzen, Lilien Iris, Steingartenpflanzen, Heidekraut und Farne. Hinzu kommen Pflanzen im Haus, der Nutzgarten und auch der „gesunde“ Garten kommt nicht zu kurz. Schädlinge und Krankheiten und was man dagegen tun kann. Auch vorbeugend, klar doch. Es ist gut und verständlich geschrieben. Es enthält Schritt-für-Schritt-Anleitungen mit illustrierten Texten. Der Vorteil gegenüber Fotos: Illustrationen zeigen Details viel genauer. So zeigen die sechs Methoden, Sträucher und Kletterpflanzen zu (be-)schneiden den Zustand vor und nach dem Schnitt und dazu detaillierte Ansatzpunkte für den korrekten Schnitt. Besser geht’s nicht. Das Beste sind die hervorragend gestalteten detaillierten Pflanzenlisten, bei der über zwei Seiten hinweg Pflanzen systematisch aufgestellt, beschrieben und dargestellt werden. Also Höhe, Breite, Wuchs, Schnitt, Pflege, Standort, Vermehrung, mögliche Schädlinge und Krankheiten, Blütezeit, Duft etc. Hinzu kommt für jede Pflanze eine kleine Illustration. Ich habe in all‘ den Jahren keine bessere Methode gesehen, Pflanzen und ihre Besonderheiten kennenzulernen und miteinander zu vergleichen. Mein liebstes Gartenbuch ist inzwischen ziemlich zerfleddert und das Kapitel über die Gartengestaltung ist tatsächlich nicht mehr zeitgemäß. Es hat mir aber über mehr als 30 Jahre sehr gute Dienste geleistet. Fazit: Ich würde mir wünschen, Gartenbuchverlage fänden wieder zurück zur Illustration. Fotos mögen durch ihre Farben verzaubern – lenken jedoch sehr von den charakteristischen Strukturen der Pflanzen...

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