Die Frühlingskur für Rosen: schneiden, düngen, jäten.

Die Frühlingskur für Rosen: schneiden, düngen, jäten.

Unter den Damen im Rosenforum entbrannte Mitte März ein Streit. Es ging um den richtigen Zeitpunkt, die Rosen zu schneiden. Man beschwor die hörende Gemeinde, erst mit dem Einsetzen der Forsythienblüte Hand anzulegen. Und dann kommt doch tatsächlich eine Rosengärtnerin daher und verkündete stolz, ihre Rosen bereits geschnitten zu haben. Ach herrje. Was für eine Ungehörigkeit. Knapp zwei Wochen vor dem Termin Rosen zu schneiden, wird, wenn man Pech hat, mit erfrorenen Neutrieben bestraft. Wenn man Glück hat und das Wetter sich einigermaßen hält, sieht die Rechnung anders aus: die Blüte fängt 14 Tage früher an. Mir war der Streit einerlei. Ich dachte eher daran, dass der Schnitt meiner Rosen ohnehin nicht an einem Tag zu bewältigen ist. Die Prozedur zog sich fast über eine ganze Woche hin. Denn mit dem Schneiden der Rosen selbst war die Arbeit ja noch lange nicht getan. Das Schnittgut will auch gehäckselt werden. Das dauert genauso lang wie das Schneiden selbst. Als meine 60 Rosen schließlich und endlich geschnitten waren, fing die Blüte der Forsythien tatsächlich an. Zumindest fast. Das Wetter hielt und gab mir auch noch Zeit, den Rosendünger auszutragen und einzuharken. Ein weiterer Nachmittag im Garten – wie schön. Die Frühlingskur für die Rosen ist vollbracht. Und damit ist der Grundstock gelegt, für einen üppigen Flor. Doch zuvor spielen noch ganz andere Rosen die Rolle ihres Lebens: Wunderbar romantische Lenzrosen/Christrosen zeigen sich jetzt von ihrer besten Seite und verwandeln, zusammen mit anderen Frühlingsboten, die vormals kahlen Beete in einen bunten Blütenteppich – einfach...

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