Was machen denn die neu gepflanzten Rosen im August?

Gepostet in Gartenfilme und Videos, Gartenpraxis aktuell

Ich gestalte seit letzten Herbst meinen zehn Jahre alten Garten gründlich um. Weg von den arbeitsintensiven Sommerblumen. Hin zum Rosen- und Staudengarten. Hintergrund sind die Faktoren Zeit, die trockene sonnige Lage und die Wünsch meiner Kunden. Die lieben nämlich frische Rosenbilder über alles.

Während der großen Hitze haben die neu gepflanzten Rosen, so wie alle andere Pflanzen auch, natürlich etwas gelitten. Dann kam der Regen und der Garten erholte sich zunehmend. Jetzt setzen die meisten Rosen nach und nach neue Knospen an oder blühen bereits. Die neuen Gallica und Damaszener-Rosen sind zwar noch relativ klein, aber sie lassen bereits ahnen, welche Schönheiten in ihnen stecken. Mary Rose, kaum 40 cm hoch, brachte zwei, drei entzückende Blüten hervor. Getrude Jekyll ist dagegen ein Kraftpaket. Sie wächst kräftig und ist derzeit schon gut 1,2 Meter hoch und knapp ein Meter breit. Ebenso hoch ist die fast stachtellose Rose James Galway, doch ihre Triebe sind unterschiedlich lang.

Klein aber oho: Rosendorf Steinfurth04

Die kleine Rambler-Rose Rosendorf Steinfurth04 präsentiert sich schon seit Wochen als dankbarer Dauerblüher. Die einzelnen Blüten sind zwar klein aber sie sitzen in Trauben an den Enden der Zweige. Noch habe ich für diesen Rambler keine Kletterhilfe. Die stachellosen Zweige stehen, hängen und liegen noch einigermaßen manierlich im Beet. Nächstes Jahr werde wohl nicht umhin kommen, ihr einen kleinen Obelisken zum Klettern anzubieten.

Damaszener Rosen trotzen Hitze und Regen


Auf die persische Rose de Resht war ich besonders gespannt. Erwartet habe ich dunkelpinke stark duftende Blüten, erschienen sind herrlich frischrosa Blüten mit dem typischen Knopf in der Mitte. Ihr Duft ist angenehm aber bei weitem nicht so stark, wie überall angegeben. Vielleicht habe ich bisher auch nur zur falschen Zeit geschnuppert? Falls Sie auch eine Rose de Resht im Garten haben: Wie duftet sie bei Ihnen?

Gleich daneben steht die Rose Jaques Cartier. Zwei Blüten hat sie bisher hervor gebracht. Sie ähnelt denen der Rose de Resht ungemein. Nur ihr Wuchs ist ganz und gar anders. Jaques Cartier wächst wie jede normale Strauchrose, Rose de Resht bleibt dagegen kompakt und stellt alle Zweige dicht an dicht. Zuobers sitzen dann die knuffigen Knospen und dicht daneben die wunderbaren Rosenblüten.

Sowohl Gallica- als auch Damaszener-Rosen sind bislang gesund und zeigen auch bei Dauerregens weder Sternrußtau noch Anzeichen anderer Rosenkrankheiten

Im neu angelegten gemischten Stauden-und Rosenbeet stehen Falidea, Whisley 2008, Benjamin Britten, Eglantyne, Ferdinand Pichard, Young Lycidas und Perennial Blue neben bzw. hinter ein paar älteren Delbard Malerrosen. Es ist ein wirklich schwieriges Beet doch offensichtlich greifen meine Maßnahmen zur Bodenverbesserung. Zuletzt habe ich den Boden mit gehäckseltem Lavendelkraut gemulcht und eingeharkt. Bis auf einen Sonnenhut und einen Storchschnabel gedeihen alle neuen Pflanzen.

Etwas enttäuscht bin ich bislang von der gelben Romantikrose Falidae. Sie wächst nur spärlich, ist dünn und recht klein geblieben. Es gab auch nur eine einzige kleine gelbe Blüte, die ziemlich schnell hinüber war – aber daran war vermutlich die große Hitze schuld.

Austin-Rosen beweisen Stärke – benötigen jedoch manchmal teilweise einen gewissen Anlauf

Ganz anders die Austin-Rose Whisley2008. Sie wächst und gedeiht, dass es eine helle Freude ist. Ihre zartrosaroten Blüten kommen in Dreierdolden daher und blühen nacheinander auf. Richtig hübsch. Eglantyne tat sich letztes Jahr noch sichtlich schwer. Doch jetzt ist bei ihr offensichtlich der Knoten geplatzt und die Gute nimmt langsam Formen an. Sie ist von Natur aus eher zart gebaut – kein Vergleich zur kräftig gebauten Gertrude Jekyll. Deshalb überlege ich derzeit, den eher schwach wachsenden Rosen (Eglantyne, Young Lycidas, Falidea) ein zweites oder gar drittes Exemplar an die Seite zu stellen. In diesem Rosenvideo wird das ja wärmstens empfohlen. Es würde mich wirklich interessieren, wie Sie dazu stehen.


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