Zweifarbiges Alpenveilchen

Blumenbild Verwegen. Alpenveilchen, Makro, freigestellt.

Alpenveilchen (Cyclamen persicum) gehören zur Familie der Primelgewächsen und stammen ursprünglich aus dem Vorderen Orient.  Die beliebten Zimmerpflanzen lieben einen kühlen, hellen aber keinesfalls sonnigen Standort. Dieser ist in modernen Wohnungen jedoch nicht leicht zu finden, und auch die Pflege benötigt reichlich Fingerspitzengefühl.

Viele Alpenveilchen werden für den Augenblick produziert

Nur weil Baumärkte und Floristen im Winter mit schieren Masse an Alpenveilchen beeindrucken, heißt es noch lange nicht, dass Alpenveilchen/Cyclamen pflegeleichte Zimmerpflanzen sind. Das Gegenteil ist der Fall. Früher, als doppelte Fenster tatsächlich noch zwei komplett voneinander getrennte Fenster waren, war der Platz dazwischen für die kühlen Schönen prädestiniert: frostfrei, kühl und hell. Ein helles, ungekühltes Treppenhaus, das Schlafzimmer mit Nordfenster, ein gläserner Windfang oder ein ungeheizter Wintergarten bieten ähnliche Konditionen an. Doch diese, von Haus aus kühlen Plätze sind inzwischen rar gesät und deswegen jammern praktisch alle Alpenveilchen, sobald sie ihren Platz in der Gärtnerei verloren haben und ab sofort bei Ihnen zu Hause überleben, vielleicht sogar schön blühen sollen.

Blumenbild Im Zauberwald der Cyclamen | Zweifarbiges Alpenveilchen

Blumenbild Im Zauberwald der Cyclamen

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Blüten für die Vase, sind ein guter Kompromiss

Genießen Sie die hübschen Blüten Ihres Alpenveilchens am besten in der Vase. Denn auch wenn die Pflanze selbst im Wohnzimmer kaum zwei Tage überlebt: Blätter und Blüten in der Vase halten durchaus. Sie tun also gut daran, das Alpenveilchen selbst ins kalte Treppenhaus zu verbannen und sich davon ab und zu ein paar Blüten für die Vase zu schneiden.

Gießen oder tauchen, aber bitte mit Fingerspitzengefühl

Alpenveilchen sind sehr empfindliche Knollengewächse. Nässe auf der Knolle oder zwischen den Knospen wird schnell mit Fäulnis quittiert, deshalb sollte man die Pflanze entweder von unten gießen oder sehr, sehr vorsichtig tauchen. In beiden Fällen darf nach dem Abtropfen auf keinen Fall Wasser auf der Knolle oder im Übertopf stehen bleiben. Am besten füllen Sie unten in den Übertopf etwas Seramis und stellen darauf dann den Topf mit dem Alpenveilchen. Zum Gießen nehmen Sie den Topf aus dem Übertopf heraus und stellen ihn für zehn Minuten in eine Schüssel mit zimmerwarmen Gießwasser, am besten Regenwasser. Das Alpenveilchen saugt sich voll und das genügt ihm zumeist für die kommenden zwei Tage.

Blumenkissen Zarte Cyclamen

Zarte Cyclamen | Blumenkissen oder Leinwandbild

Gut gepflegte Alpenveilchen blühen Jahr für Jahr aufs Neue.

Ob es sich lohnt, Alpenveilchen nach der Blüte weiter zu pflegen, muss jeder für sich entscheiden. Wer Spaß daran hat, düngt es während der Blüte wöchentlich einmal mit Flüssigdünger. Nach der Blüte braucht das Alpenveilchen weniger Wasser, doch austrocknen sollte es trotzdem nicht. Den Sommer über kann es raus in Sommerfrische auf eine schattige Terrasse. Mit der Zeit verliert es alle Blätter und legt eine Ruhepause ein. Sobald sich neue Knospen oben auf der Knolle zeigen, ist es Zeit, das Alpenveilchen in frische, humose Zimmerpflanzenerde zu topfen. Der Pflegekreislauf und die Suche nach einem idealen Standort beginnt von vorne.

Blumenbild Verwegenes Farbenspiel | Zweifarbiges Alpenveilchen

Blumenbild Verwegenes Farbenspiel

Alpenveilchen pflegen, so geht’s:

  • Alpenveilchen lieben einen kühlen, hellen aber absonnigen Standort, hohe Luftfeuchtigkeit und dürfen nicht austrocknen.
  • Sie werden am besten von unten gegossen oder sehr vorsichtig getaucht.
  • Gedüngt wird vom Austreiben im Herbst bis zum Ende der Blütezeit einmal wöchentlich mit Flüssigdünger.
  • Nach der Blüte braucht das Alpenveilchen weniger Wasser.
  • Zur Sommerfrische darf das Alpenveilchen nach den Eisheiligen raus auf eine schattige Terrasse.
  • Sobald sich im Herbst wieder neue Knospen und Blätter zeigen, wird das Alpenveilchen in frische Einheitserde getopft.

Weitere Blumenbilder mit Cyclamen

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.
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