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Der Blumengarten im Februar. 10 Tipps zum Start in die Saison.

Februar im Blumengarten.

Galanthus, das Schneeglöckchen blüht bereits

Der Blumengarten im Februar ist spannend. Einerseits kommen bereits erste Frühboten, andererseits kann es, je nach Region, noch einmal richtig kalt und frostig werden. Aber die gute Nachricht für alle ist: Es geht wieder los im Garten und auf der Fensterbank. Darauf warten Gartenfreunde schon sehnlichst. Sie auch? Dann lesen Sie weiter und erfahren Sie, welche Aufgaben rund um Winterquartier, Anzucht der Sommerblumen, Gehölz-, Stauden- und Clematis-Schnitt im Februar tatsächlich anstehen.

Was gibt es zu tun im Zier- und Blumengarten im Februar?

Gehölze, Hortensien und Clematis schneiden

Wichtig: Schneiden Sie Flieder nicht jetzt, sondern erst NACH DER BLÜTE. Gleiches gilt für Forsythien, Kerria (Ranunkelstrauch), Kornelkirsche und andere früh blühenden Sträucher.

Hortensie Endless Summer blüht am einjährigen Holz und wird am besten im Februar / März bodentief abgeschnitten

Schneiden Sie Clematis nach jeweiliger Schnittgruppe

Stauden putzen, teilen und neu setzen

Stauden ausputzen

Sobald die Beete etwas abgetrocknet sind, können Sie mit dem Staudenschnitt beginnen. Schneiden Sie dazu altes Kraut, Samenstände und Verwelktes bodentief ab: Fetthenne, Purpur-Sonnenhut, Rudbeckien, Taglilien, Schafgarbe aber auch Frauenmantel, Wieseniris, Sumpfschwertlilie, Blutweiderich, Eisenkraut und weitere.

Lenzrosen blühen schon im Blumengarten im Februar

Ziergräser stutzen und teilen

Bevor Ziergräser wieder austreiben, sollten Sie sie jetzt möglichst tief abschneiden. Falls die Horste zu dick geworden sind, können Sie Gräser jetzt auch teilen und versetzen.

Blumenzwiebeln setzen und düngen

Falls Sie im Herbst vergessen haben, Tulpen, Narzissen oder Zierlauch zu setzen, können Sie dies jetzt noch tun.

Düngen Sie Blumenzwiebeln sobald ihr Grün austreibt und zu sehen ist. Verwenden Sie dazu sofort wirkenden mineralisch-organischen Stauden- oder Blumenzwiebeldünger und keine Hornspäne. Diese geben ihre Nährstoffe nur langsam her und dann ist es für die Frühblüher längst zu spät.

Einjährige Sommerblumen vom letzten Jahr rausnehmen

Einjährige Sommerblumen des letzten Jahres haben ihr Pflicht und Schuldigkeit getan und sich inzwischen bestimmt gut versamt. Sie können weg mitsamt ihrer Wurzel. Doch aufgepasst: Zwischen den alten Pflanzen wachsen bestimmt schon viele Sämlinge. Einjähriger Rittersporn, Ringelblumen, Kornblumen, Mohn, Kalifornischer Goldmohn, Jungfer im Grünen, Mutterkraut sind längst schon da. Sichten Sie Ihre Schätze und vereinzeln Sie zu dicht stehende Bestände.

Tipp: Verpflanzen Sie Sämlinge, sofern sie woanders wachsen sollen, möglichst früh.

Aussaat auf der Fensterbank

Schwarzäugige Susanne, Thunbergia, braucht 4-5 Monate von der Aussaat bis zur Blüte

Die Aussaat beginnt mit Sommerblumen mit langer Entwicklungszeit. Dazu gehören Schwarzäugige Susanne, Kletterndes Löwenmäulchen, Glockenrebe aber auch Leberbalsam, Agastache und Salvien.

Besorgen Sie sich am besten einen (kostenlosen) Aussaatkalender und säen Sie nicht zu früh. Denn erst ab März reicht das natürliche Licht auf der Fensterbank für die gesunde Entwicklung der Sämlinge und Jungpflanzen. Gärtnern im Blumengarten im Februar bedeutet auch, Ruhe und Geduld zu bewahren.

Pflanzen Sie Knollenbegonien jetzt in Töpfe. Auch sie haben eine sehr lange Entwicklungszeit. Worauf Sie dabei achten müssen, erkläre ich hier.

Kübelpflanzen pflegen im Winterquartier

Sobald sich bei der Clivie Knospen unten am Blattansatz zeigen, wird sie wieder normal gegossen und gedüngt. Manchmal bleibt jedoch ein Blütenstiel unter den Blättern hängen. Gießen Sie dann einmal mit gut handwarmen, bis 40 °C, Wasser. Nach der Blüte können Sie die Clivie umtopfen. Mehr Infos über die nostalgische Zimmerpflanze gleich nebenan.

 Mein Blumengarten im Februar beginnt mit der Blüte der gelber und oranger Klivien auf der Fensterbank

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Produktfotografin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.
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