Blumenbild Weißer Islandmohn

Blumenbild Weißer Islandmohn

Zu den auffallenden Schönheiten eines Frühsommergartens gehören sicher die leuchtend bunten Blüten des Islandmohns. In Weiß, Gelb, Aprikot und Orange schweben die scheinbar federleichten Blüten auf behaarten Stielen in 30 bis 40 Zentimeter Höhe über dem Beet und ihrem  grundständigen Laub. Viele lieben Islandmohn aber ihn im Garten zu halten ist gar nicht so einfach. Auch wer in der Staudengärtnerei einige Pflanzen kauft und hofft, sie gut über den Winter zu bringen, wird oft enttäuscht. Das klappt nur in den wenigsten Fällen und auch die versprochene Selbstaussaat ist nicht sicher. Denn durch regelmäßiges Ausputzen und Hacken bringt sich die fleißige Gärtner oft selbst um den hübschen Lohn.

Säen Sie Islandmohn nicht zu spät.

Der sicherste Weg, Islandmohn für den Garten zu bekommen, ist die Aussaat im zeitigen Frühling. Das Saatgut ist leider sehr, sehr fein. Mischen Sie daher etwas Sand unter das Saatgut und säen Sie dann möglichst dünn in einer geräumigen Saatkiste aus. Die Betonung liegt auf DÜNN, denn die auflaufenden Sämlinge sind wie geschaffen für feinmotorisch geübte Hände. Grobmotoriker haben mit Islandmohnsämlingen dagegen ihre liebe Not. Dennoch sollten Sie auf das Pikieren nicht verzichten.

Bester Zeitpunkt auszusäen ist Anfang März oder, falls man eine Pflanzenlampe hat, gerne auch zwei Wochen früher. Der Haken ist nämlich: Islandmohn mag zum Keimen und auch später lieber gemäßigte Temperaturen. 18 bis 20 Grad wären ideal und die Sämlinge sollten auch nicht austrocknen. Selbst auf der Vorfrühlings-Fensterbank wird es Islandmohn schnell zu warm. Ein Kalthaus wäre der ideale Platz zu seiner Anzucht, ein geschützter, schattiger Platz auf der Terrasse tut es aber auch. Spannen Sie eine Klarsichtfolie über die Saatkiste und stellen Sie eine Styroporplatte darunter, dann klappt die Anzucht auch draußen wenn es nicht gerade frühlingshaft warm ist.

Blumenbild Gelber Islandmohn vor Lavendel

Gelber Islandmohn im Garten

Pikieren Sie die Sämlinge nach dem Auflaufen am besten in eine größere Topfplatte. Die einzelnen Töpfchen müssen dabei nicht sonderlich groß sein, denn Islandmohn soll ja schon bald in den Garten umziehen. Stellen Sie die Topfplatte sonnig auf und lassen Sie die Erde nicht austrocknen. Idealer Platz wäre ein frostfreies Frühbeet, ein geschützter Pflanztisch tut es aber auch. In kalten Nächten legen Sie einfach ein Vlies über den jungen Islandmohn, der robuster ist, als es zunächst den Anschein hat.

Islandmohn gedeiht regional sehr unterschiedlich, daher Augen auf bei der Wahl des Standorts.

Islandmohn wächst in freier Natur, wie der Name es verrät, in Island und in subakrtischen Gebieten. Dort kommt er auch mit durchlässigem Geröll zurecht, was leider dazu führt, ihn hier fälschlicherweise für Steingärten zu empfehlen. Hierzulande herrscht jedoch ein völlig anderes Klima als in Island: wärmer und trockener. Wenn Steingarten, dann Alpinium: kühl, feucht und schotterig.

Blumenbild nach Wunsch: Muntere Poppys in sonnigen Farben

Blumenbild nach Wunsch: Muntere Poppys in sonnigen Farben

Je wärmer (Mainfranken) die Region, desto halbschattiger darf und sollte der Standort für Islandmohn sein. Und je kühler (Allgäu), desto sonniger kann er sein. Der Boden muss in beiden Fällen durchlässig und ohne Staunässe sein – aber völlig austrocknen darf er trotzdem nicht. Falls Ihr Garten, so wie meiner, an einem Südhang liegt, dann können Sie  Islandmohn auch in größere mobile Kübel pflanzen, um möglichst lange Freude an den hübschen Blüten zu haben. Unter idealen Bedingungen blüht Islandmohn im zweiten Jahr, so er überhaupt über den Winter kommt, in günstigen Lagen bereits ab März.

Im Vorfrühling gesäter Islandmohn blüht ab Mai und begeistert dann mit täglich frischen Blüten in herrlich sonnigen Farben. Um ihn in Blühlaune zu halten, putzen Sie das Verblühte regelmäßig aus und halten den Boden feucht. Fühlt Islandmohn sich wohl, belohnt er sich mit laufend neuen Blüten bis in den späten Herbst (September/Oktober) hinein. Zwei leichte Düngergaben im März und Mitte Juni helfen dabei.

Haben Sie den richtigen Standort gefunden, sollten sie Islandmohn am besten nicht mehr verpflanzen. Meistens gelingt das nämlich nicht – oder nur mit viel Glück.

 

Blumenbild nach Wunsch: Noch mehr Spaß mit Islandmohn

Blumenbild nach Wunsch: Noch mehr Spaß mit Islandmohn

Wie Sie Islandmohn für die Vase schneiden.

Die sonnigen Blüten und die langen Stiele des Islandmohns verführen regelrecht zum Schneiden anmutiger Blumensträuße. Schneiden Sie Islandmohn ganz früh am Morgen, Knospen, die gerade Farbe zeigen, sind dafür am besten geeignet. Allerdings muss ich Sie warnen: Der Geruch der Blüten ist nicht sehr angenehm. Als Tischdekoration ist Islandmohn also weniger geeignet, eher schon zum Dekorieren eines Sideboards, das nicht in der Nähe Ihrer Nase steht.

Islandmohn tanzt vor Lavendel

Islandmohn tanzt vor Lavendel

Wie Sie Islandmohn schön fotografieren.

Wie alle Blumen sollten Sie auch Islandmohn auf Augenhöhe fotografieren. Also runter auf die Knie und dann die hübschen Schalenblüten wie eine Biene ins Visier nehmen. Frühmorgens, kurz nach dem Öffnen der Blüten ist die beste Zeit dafür. Dann nämlich sind die Blüten noch weitgehend sauber bzw. ohne Blütenstaub und Sie haben später weniger Mühe mit dem Retuschieren.

Sorgen Sie für einen ruhigen Hintergrund. Das können weiter entfernt stehende Sträucher sein, auf jeden Fall aber natürliche Formen. Gerade Kanten, beispielsweise von Zäunen oder Häusern verderben jedes Blumenbild. Stellen Sie, wenn möglich, bei Ihrer Kamera (Modus A) eine möglichst große Blende (kleine Blendenzahl) ein. Die Zeit ergibt sich bei Kameramodus-Modus A danach automatisch. Weitere Tipps, wie Sie Blumen besser fotografieren, finden Sie in meinem Fotokurs „Fünf einfache Tricks für bessere Blumenfotos„.

Blüten des Islandmohns Papaver nudicaule

Islandmohn Papaver nudicaule erwacht

 

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.

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