Jetzt ist die perfekte Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen.

Gepostet am Nov 3, 2012 in Gartenwissen kompakt

Der Garten ist fast schon winterfest mit was alles dazu gehört. Zu den letzten Aufgaben im Gartenjahr gehört es, neue Rosen zu pflanzen und alle Rosen gut anzuhäufeln. Haben Sie sich auch schon mal gefragt, warum Rosenhändler wurzelnackte Rosen erst so spät im Jahr versenden, wo es doch viel angenehmer wäre, Rosen noch im milden September zu pflanzen?

Der Grund ist dieser: Solange es nicht richtig kalt und frostig ist, wachsen Rosen. Erst nach den ersten, richtig kalten Nächten, kommen Rosen zur Ruhe. Sie legen quasi eine Winterpause ein, zumindest oberirdisch. Das ist die beste Zeit, um Rosen gefahrlos zu roden (und neu zu pflanzen). Rosenzüchter fahren dann mit ihren pflugähnlichen Geräten raus auf die Rosenäcker und hebeln Reihe für Reihe verkaufsfähige Rosen aus dem Boden. Anschließend werden sie von Erde komplett befreit (eben wurzelnackt!) gekürzt, von ihren Blättern befreit und in Kühlhäusern gelagert, bis sie schließlich verkauft werden.

Von Oktober bis März/April ist Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen

Es liegt also in der Natur der Sache, dass man wurzelnackte Rosen erst im späten Herbst bekommt. Andererseits sind wurzelnackte Rosen gut zwei Drittel günstiger als ihre Schwestern im Container, die man fast das ganze Jahr über bestellen und pflanzen kann. Viele Rosenfreunde schwören trotzdem noch immer auf die Herbstpflanzung. Die Auswahl ist dann viel größer und solange der Boden noch nicht gefroren ist, ist Pflanzzeit. Zudem ist die Gefahr, dass junge Rosen vertrocknen, im Winter viel geringer als im Frühling oder im Sommer. Vorausgesetzt, man gießt die jungen Rosen nach dem Pflanzen reichlich und häufelt so hoch an, dass ihre Triebe fast nicht mehr zu sehen sind.

Englische Rose James Galway

Die mächtige Kletterrose James Galway

Finden Sie den besten Standort im Garten für Ihre neue Rose


Nachdem das geklärt ist, fehlt nur noch die Entscheidung für die richtige Rose für diese oder jene Stelle im Garten. Und je größer das Sortiment, desto schwieriger wird das Ganze. Erfahrungsberichte anderer lassen sich leider nicht immer auf die Situation im eigenen Garten übertragen, doch sie geben immerhin wichtige Hinweise. Empfindliche Rosen sind überall empfindlich. Beispielsweise Luise Odier: Die schöne Himmelsstürmerin wird in jedem Garten zu Sternrußtau neigen – es kommt also darauf an, sie an einer möglichst luftigen Stelle zu pflanzen, damit nasse Rosenblätter schnell trocknen.  Und zu wissen, dass sie sich aus eigener Kraft erholt, macht Mut, dem „Luiserl“ diese kleine Schwäche zu verzeihen und das Beste daraus zu machen. Immerhin blüht sie den ganzen Sommer über und treibt bis zum Frost immer wieder neue hübsche rosarote Rosenblüten. Achten Sie beim Rosenkauf auf das ADR-Zeichen und auf die Hinweise des Rosenhändlers auf typische Rosenkrankheiten wie Sternrußtau und Mehltau.

Rosenstrauch Redouté im Garten

David Austin-Rose Redouté

 

Wuchshöhe und -breite, Blütenfarbe und ihr Duft, einmal- oder öfterblühend, historische oder moderne Rosen sind weitere Unterscheidungsmerkmale. Manche Rosenfreaks  kaprizieren sich sogar auf Rosen eines bestimmten Züchters (Charles Austin, Delbard u. a.) und lassen alle anderen links liegen. (Was für eine Verblendung).

Für echte Rosenliebhaber gilt jedoch nur ein Kriterium ihr Bauchgefühl: will haben – oder eben nicht. Schöne Rosenbilder helfen bei dieser Entscheidung ungemein. Um so unverständlicher, dass noch immer viele Rosenhändler eher bescheidene, viel zu kleine und zudem ungenaue Rosenfotos verwendet. Aber dies ist wieder ein ganz anderes Thema.


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