Platz für Neues. Willkommen historische Rosen.

Gepostet in Garten aktuell

Mai 2010

Okay, sein Ende war abzusehen. Der Sommerflieder hat seinen sechsten Winter im Garten nicht überlebt. Trotz Frühlingsregen ohne Ende: Er treibt einfach nicht mehr aus und muss deswegen nun endgültig weichen und Platz schaffen für weitere historische Rosen.

Historische Gallica-Wildrose Complicata.

Wilde Schöne. Historische Gallica-Wildrose Complicata.


Der Sommerflieder hatte schon eine beachtliche Größe erreicht, als sein Ende gekommen war. Zur Linken steht ein überaus hübscher Säulenzierapfel. Zur Rechten die stachellose rosarote Gallica-Rose Complicata. Eine Heckenrose, die stattlich und groß werden soll, rosa blüht und im Herbst hübsche Hagebutten trägt. So was gibt es bislang in meinem Garten noch nicht.

Historische Rosen passen perfekt in eine gemischte Blütenhecke

Bleibt eine Lücke von gut drei Meter und die wird nun geschlossen mit den Damaszener-Rosen Rose de Resht und Jaques Cartier. Die Fernsicht aus meinem Bürofenster erscheint in Zukunft ziemlich Rosarot und das ist gewiss auch gut so.

Bleibt nur noch die Frage, wie lange die neu gepflanzten historischen Rosen brauchen werden, um aus zwei, drei dünnen Holzstöckchen richtig prächtige Rosenbüsche zu werden. Die Bedingungen dafür sind denkbar gut, vollsonnige Südlage und dazu ein schwerer Lehmboden. Rosen lieben ihn.

Juni 2017

Erfahrungen mit historischen Rosen, ein Nachtrag nach sieben Jahren

Sieben Jahre später bin ich um einige Erfahrung mit historischen Rosen reicher. Wildrose Complicata ist ein Traum, allerdings nimmt dieser Rosentraum gehörig viel Platz in Beschlag. Platz, den ich dieser weit ausladende Heckenrosen bei weitem nicht bieten kann, deswegen musste Rose Complicata leider recht schnell wieder weichen. Ich empfehle Complicata dennoch gerne weiter für den naturnah gestalteten, richtig großen Garten.

Jacques Cartier hat sich dagegen zu einem sehr ansprechend gewachsene Rosenstrauch entwickelt. Er blüht jedes Jahr im Juni überreich und schiebt im Spätsommer/Frühherbst auch noch einen zweiten, sehenswerten Blütenflor. Jacques Cartier ist sehr gesund und bleibt selbst bei lang anhaltender Trockenheit und großer Hitze genügsam und bescheiden.

Von Rose de Resht kann ich auch nur gutes berichten und empfehle sie deswegen sehr gerne weiter. Doch das lesen Sie am besten selbst.

Historische Rose Madame Boll

Historische Rose Madame Boll

Auf die historische Rose Madame Boll möchte ich auch nicht mehr verzichten. Sie bleibt kompakt und gehört zu den ersten Rosen, die schon im Mai blühen. Ein Porträt dieser Lieblingsrose finden Sie auf dem Schwesterblog Mein Blumenbild des Tages.

 

Historische Rose Charles de Mills

Historische Rose Charles de Mills

Der erste Teil dieses Artikels erschien bereits im Mai 2010. Sieben Jahre und etliche gepflanzte Rosen später, ist es Zeit, Rückschau zu halten. Nicht alle historische Rosen hielten, was ich mir von ihnen versprochen habe. Manche wurden schnell zu umfangreich und beanspruchten schlicht zu viel Platz in meinem kleinen Garten. Zu diesen Rosen zählen beispielsweise die wunderschön blühende Tuscany Superb oder auch Charles de Mills. Andere historische Rosen habe ich durch die Teilung des Grundstücks an die neuen Nachbarn verloren. Die Leute haben so gut wie alle Pflanzen auf ihrer Seite unseres ehemaligen Generationengartens rausgerissen und entsorgt … aber das ist eine ganz andere Geschichte.


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