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Warum ich meine Gusseisenpfanne nie wieder hergebe.

Bratkartoffel in der Gusseisenpfanne von Le Creuset

Bratkartoffel in der Gusseisenpfanne von Le Creuset

Ich bin auf die Gusseisenpfanne gekommen. Schuld daran waren meine guten Erfahrungen mit zwei fantastischen Brätern aus emaillierten Gusseisen. Diese französischen Schmortöpfe haben tatsächlich meinen Kochstil verändert. Seither muss nicht mehr alles zackzack auf höchster Stufe angebraten, geschmort und gesotten werden. Nein, es geht auch anders und damit, wie ich inzwischen weis, sehr viel besser.

Mehr Zeit, viel weniger Hitze und noch weniger Energieverbrauch. Der Geschmack der Schmorgerichte spricht dabei für die wieder entdeckte Garmethode. Langsam und auf kleinster Flamme gegart wird Fleisch mürbe und zart, Soßen, Eintöpfe und sogar Gemüse (Schmelzkraut!) gewinnen an Geschmack und das alles passiert quasi von alleine und ohne viel Aufwand. Zeit ist das Zauberwort, höchste Qualität der Zutaten die zweite Voraussetzung für Geschmack und gutes Gelingen.

Die Gusseisenpfanne ist eine Anschaffung fürs Leben.

Lange Vorrede, kurzer Sinn: Irgendwann musste einfach die gusseiserne rote (!) Bratpfanne von Creuset her. Bei der Auswahl habe ich allerdings den Fehler gemacht und mich aus purer Gewohnheit für die 28 cm große Pfanne entschieden. Meine Überlegung war: Schnitzel sind so groß, wie sie sind und brauchen den Platz. Außerdem hatte ich ja noch passende Pfannendeckel von den vielen Teflonpfannen, die ja alle immer nur zwei Jahre halten. Schon das alleine ist Grund genug sich für eine Pfanne zu entscheiden, auf die der Hersteller immerhin 30 Jahre(!) Garantie gibt.

Bratkartoffeln in einer gusseisernen Pfanne von Le Creuset

Das Gewicht einer Gusseisenpfanne ist der begrenzende Faktor, nicht ihre Größe.

Dummerweise habe ich beim Bestellen nicht an das beachtliche Gewicht der großen Pfanne gedacht und dass ich diese, aufgrund dessen auch nicht mehr ganz so einfach in einer Hand schwenken kann. Es ist nicht unmöglich aber erfordert doch deutlich mehr Kraft als bei einer leichten Teflonpfanne. Inzwischen habe ich mich damit arrangiert und verwende die große Gusseisenpfanne eben nicht für Pfannenkuchen, sondern für Kurzgebratenes, Bratkartoffeln(!), Krautspätzle (zum Rezept), exotische Pfannengerichte und noch so einiges mehr.

Seien Sie geduldig mit einer Gusseisenpfanne.

Zugegeben, es hat eine Weile gedauert, bis ich ich mit der neuen großen Gusseisenpfanne zurecht gekommen bin. Es lag stets an meiner Ungeduld. Einige angeklebte Panaden und verbrannte Spätzle später wurden wir dann doch noch beste Freunde. Seither möchte ich sie nicht mehr missen.

Was wirklich wichtig ist im Umgang mit der Gusseisen-Bratpfanne:

Was Oma noch wusste:

Noch ein alter Hausfrauentipp von meiner Oma und Mama, die ja beide fast ihr Leben lang ihre Gusseisenpfanne verwendet haben und auch nie hergeben wollten: Wenn die Pfanne klebt, dann entweder mit Papier + Pfannensalz kräftig durch die Pfanne reiben oder zuerst eine roh geraffelte Kartoffel in etwas Öl hineingeben und tüchtig anbraten und wenden bevor das eigentliche Bratgut in die Pfanne kommt.

Stabiler Holzgriff an der Gusseisenpfanne hält Hitze von den Händen der Köchin fern

Welche Pfanne kommt als nächstes?

Mein persönliches Fazit nachdem meine Le Creuset Pfanne fast zehn Monate über 6 Jahre in Gebrauch ist: Ich brauche unbedingt noch eine kleine Gusseisenpfanne zum Anschwitzen von Zwiebelchen und eine mittelgroße, etwas leichtere Pfanne mit flachen Rand für Pfannenkuchen. Und dazu einen mittelgroßen Bräter, wenn mein großer Gusseisentopf mal wieder zu groß ist und der andere zu klein. Sie verstehen mein Problem?

Nachtrag: 6 Jahre später koche und brate nur noch in Kochgeschirr aus Gusseisen. Ich möchte es nicht mehr missen, egal was gerade auf dem Speisplan steht. Meine neueste Errungenschaft ist die kleine Reis-Cocotte von Staub. Nie hätte ich gedacht, dass Reis daraus so viel besser schmeckt und leichter gelingt. Rezept gleich nebenan.

Grillen in einer Grillpfanne aus Gusseisen. Grillvergnügen ohne Feuer und Rauch.

Bleibt die Frage: Auf welches Kochgeschirr, egal ob Topf oder Pfanne, würden Sie nie wieder verzichten und warum?

 

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Produktfotografin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.
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