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Geliebte Narzissen, diese fröhlichen Blumen machen Frühling

Geliebte Narzissen, diese fröhlichen Blumen machen den Frühling

Dichternarzissen im Garten

Ohne Narzissen, kein Frühling! Lesen Sie, wie und wann Sie die Frühlingsblumen pflanzen, düngen, pflegen, viele Blumenvasen füllen und worauf Sie dabei unbedingt achten sollten.

Frühlingstanz | Video

 

Narzissen muss man einfach lieben. Manche Sorten blühen schon im Februar, kaum dass der Schnee geschmolzen ist. Andere gelbe, weiße oder orange Trompetenblüten verkünden Frühling noch im Mai. Vielerorts gehören die Frühlingsblumen ab März zum Stadtbild, begleiten Straßen und holen dank leuchtend fröhlicher Farben Plätze und Parks aus dem Winterschlaf. Sehr zur Freude aller.

Sind Osterglocken und Narzissen das Gleiche?

Alle Osterglocken sind Narzissen, aber nicht alle Narzissen sind Osterglocken. Osterglocken sind eine spezielle Art, nämlich Narcissus pseudonarcissus.

Kleinkronige gelbe Osterglocke mit mehreren Blüten an einem Stiel

Narzissen pflanzen: wann und wie?

Sehr kleine, weiße Zwergnarzissen / Elfennarzissen ‚Kokopelli‘ mit gelber Trompete, ideal für Baumscheiben und Hänge

Welcher Standort und welcher Boden?

Sonnig bis halbschattig. Der Boden sollte leicht feucht sein, aber nicht nass, nährstoffreich und auch im Sommer nicht völlig austrocknen.

Düngen: wann und mit was?

Es ist ein Gerücht, dass Zwiebelgewächse keinen Dünger brauchen.

    Die ersten Tête-à-Tête-Zwergnarzissen des Jahres sind klein, aber zäh und unübersehbar

    Was tun nach der Blüte?

    Brechen Sie die Blütenstiele nach der Blüte ganz unten ab, aber lassen Sie die Blätter unbedingt stehen, bis sie von alleine welken.

    Ja, das erfordert Geduld und der Garten sieht bis dahin möglicherweise etwas unordentlich aus. Aber es lohnt sich und stärkt die Pflanzen.

    Tipp: Setzen Sie die Zwiebeln am besten direkt neben Stauden wie Taglilien und Storchschnäbel oder auch zwischen Gräser und Hostas. Sie kaschieren geschickt das welkende Kraut aller Frühlingsblumen.

    Manche Gartenbesitzer flechten aus den Blättern auch Zöpfe. Das hat den gewissen „Vorteil“, dass diese schneller welken und sich später auch schneller aus dem Beet ziehen lassen. Allerdings tanken die Frühlingsblumen durch fehlende Photosynthese unterm Strich auch weniger Kraft. Ihre Entscheidung.

    Was tun mit Narzissen, die nicht blühen?

    Narzissen verhalten sich wie Stauden. Sie kommen jedes Jahr wieder und ihre Horste werden immer umfangreicher. Leider büßen sie dabei manchmal ihre Blühfreude ein. Nehmen Sie den Narzissentuff mit einer Grabegabel vorsichtig auf und trennen Sie Mutter von Tochterpflanzen. Pflanzen Sie anschließend alle Zwiebeln an eine neue Stelle. Im nächsten Jahr werden alle Narzissen wieder blühen.

    Große weiße Osterglocke mit gelber Trompete

    Wie vermehrt man Narcissus?

    Am einfachsten durch Tochterzwiebeln.
    Züchter säen Narzissen aus, aber bis aus Samen blühende Pflanzen werden, dauert es mindestens fünf Jahre. Und was dabei herauskommt, ist völlig ungewiss.

    Ist Narcissus bienenfreundlich?

    Ja. Wildbienen und Hummeln fliegen viele (nicht alle) Narzissen an und freuen sich über deren frühes Nahrungsangebot an Pollen und Nektar. Besonders bienenfreundlich sind Dichter-Narzissen, bot. Narcissus poeticus.

    Weiße Alpenveilchen-Narzisse ‚Lady Madonna‘

    Sind Narzissen giftig?

    Ja. Narcissus gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und ist giftig und hoch allergen.

    Alle Pflanzenteile enthalten toxische Alkaloide wie Lycorin, die bei Berührung zu Hautreizungen führen können. Allergiker sollten deswegen besonders aufpassen und bei allen Arbeiten rund um die Narzisse Handschuhe tragen. Narzissendermatitis ist unter Gärtnern und Floristen weit verbreitet und ist eine anerkannte Berufskrankheit.

    Weitere Symptome einer Vergiftung durch Narzissen sind Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche bis hin zu Lähmungserscheinungen und Kreislaufkollaps. Passen Sie gut auf sich, ihre Familie auf und klären Sie Kinder rechtzeitig auf.
    Auch für Hunde und Katzen sind die Pflanzen giftig. Das gilt auch für Vasenwasser!

    Welche Krankheiten können auftreten?

    Narcissus ist normalerweise sehr robust. Selbst Wühlmäuse lassen sie wegen ihrer Giftigkeit komplett in Ruhe. Sie müssen sie also nicht in Pflanzkörbe setzen.

    In sehr nassen Jahren kann allerdings Zwiebelbasalfäule auftreten. Dabei verursacht ein Pilz (Fusarium) faulende Zwiebeln und vorzeitig welkende Blätter. Entsorgen Sie befallende Pflanzen so schnell wie möglich im Hausmüll und nicht auf dem Kompost.
    Da der Pilz im Boden lange überdauern kann, setzen Sie die nächsten 5 Jahre keine Narzissen an die betroffenen Stellen.

    Niedliche blassgelbe Zwergnarzissen mit weißer Trompete

    Wie viele und welche Arten und Sorten gibt es?

    Narzissen werden in Europa bereits seit dem 18. Jahrhundert kultiviert, vermehrt und gezüchtet. Inzwischen gibt es etwa 30-40 Arten und 24.000 verschiedene, registrierte Sorten. Kenner und Züchter teilen Narcissus und Hybriden ein in:

    Woher stammt Narcissus?

    Die Zwiebelgewächse kommen ursprünglich nicht aus den Niederlanden, sondern stammen aus Südwesteuropa und Nordwestafrika.

    Der natürliche Standort wilder Osterglocken, bot. Narcissus pseudonarcissus, ist über ganz Westeuropa verteilt. Man findet sie in lichten Wäldern, auf feuchten Wiesen und auf steinigen Berghängen. In Deutschland wachsen sehenswerte wilde Bestände im Nationalpark Hohes Venn in der Eifel. Dort gibt es Führungen im April.

    Narzissen in der Vase: was ist wichtig?

    Zwergnarzissen mit mehreren Blüten an einem Stiel in der Vase

    Schon im zeitigen Frühling können Sie in Supermärkten und Discountern Bünde mit knospigen Narzissen kaufen. Diese liegen erstaunlicher Weise völlig trocken in einer Kiste. Lassen Sie sich nicht täuschen. Greifen Sie ruhig zu – so viele Frühlingsblumen zum kleinen Preis machen Freude.

    Schneiden Sie zu Hause die Stiele frisch an und stellen Sie sie in eine Vase mit handwarmen Wasser. Die ersten Blüten öffnen sich schon am nächsten Tag.

    Narzissen halten sich sehr gut in der Vase. Wichtig ist, dass sie in der Vase alleine stehen, denn der austretende Pflanzensaft ist giftig – auch für andere Blumen. Wenn Sie dennoch einen bunten Frühlingsstrauß in der Vase haben möchten, stellen Sie die Narzissen einen Tag lang separat in Wasser. Erst danach füllen Sie eine weitere, hygienisch saubere Vase mit Frühlingsblumen und Narzissen. Letztere schneiden Sie in diesem besonderen Fall aber bitte nicht neu an.

    Alternativ können Sie auch zwei Vasen in einander stellen. In eine kommen die Narzissen und in die andere alle weiteren Frühlingsblumen.

    Hygiene ist wichtig für jeden Blumenstrauß!

    Sonnige blassgelbe Osterglocke mit oranger Trompete macht Frühling

     

    Narzissen in meinem Garten

    Fiona Amann

    Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Produktfotografin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. Im Gartenblog „Wo Blumenbilder wachsen“ teilt sie Gartenwissen aus über 4 Jahrzehnten stellt Lieblingspflanzen & ihre Pflege vor. Außerdem: Lieblingsrezepte aus ihrer Landküche.

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