Was ist Outdoor Cooking?

Papa grillt draußen, Mama macht alles andere drinnen in der Küche. So war’s bisher. Oft genug führt diese Arbeitsteilung zu Frust auf beiden Seiten. Denn während Papa einfach nur den Grill beobachtet, dabei sein Hopfenkaltgetränk genießt, kümmert sich Mama um die Beilagen: Gemüse und Salate zubereiten. Brot aufschneiden, Kräuterbutter, Dips & Ketchup anrichten, Ofenkartoffeln oder Baguette rechtzeitig in den Ofen schieben, Getränke kühl stellen. Wenn Papa im letzten Moment Steaks und Bratwürste auf den Grill legt, rennt Mama zwischen Küche und Terrasse zig mal hin und her, um alles rechtzeitig und am besten gleichzeitig auf den Tisch zu bringen.

Sie kennen das und ärgern sich schon lange über die ungerechte Arbeitsteilung? Emanzipierte Männer übernehmen beim gemeinsamen Koches angeblich mehr Verantwortung. Aber seien wir mal ehrlich: Anders wird es nur, wenn niemand mehr drinnen alles machen muss, während andere draußen beim Grillen ihren Spaß haben. Outdoor Cooking macht genau das möglich.

Outdoor-Cooking mit Entenbrust auf Gemüsebett.

Outdoor-Cooking mal asiatisch: Entenbrust auf Gemüsebett.

Gamechanger Outdoor Cooking

Eine optimal ausgestattete Outdoor-Küche verlegt alles nach draußen.

  • Grill, egal ob mit Grillkohle, Gas oder elektrisch beheizt.
  • Kühlschrank
  • Anrichte zum Zubereiten der Speisen.
  • Sideboard für Geschirr, Gläser, Besteck und Tischwäsche.
  • Spülbecken. Sonst müssen Sie doch wieder alles rein bringen, was nach dem Spülen eigentlich wieder direkt ins Sideboard könnte.

Ist alles da, muss niemand mehr hin und her rennen, sondern man kann gemeinsam den Terrassentisch decken, sich um Gäste oder Kinder kümmern. Niemand ist ausgeschlossen. Somit sind Outdoor Cooking und Outdoor-Küche Gamechanger beim Grillen, Kochen und Genießen im eigenen Garten.

Outdoor-Küche, was ist wichtig?

  • Überdachung: Damit Regen das Vergnügen nicht vorzeitig beendet, sollte die Outdoor-Küche überdacht sein. Moderne hochwertige Outdoor-Küchen sind zwar solide gebaut und in weiten Teilen wetterfest konzipiert. Aber elektrische Geräte sollten dennoch nicht im Regen stehen.
  • Platz ist ein weiteres wichtiges Kriterium. Planen Sie genügend Grundfläche ein für Ihren großen Terrassentisch, Stühle, Beistelltisch und die Outdoor-Küche ein. Sie wollen ja nicht jedes Mal den Bauch einziehen, wenn sie aufstehen.
  • Licht. Im Dunkeln können Sie nicht kochen, also sorgen Sie für genügend Licht über Kochstelle, Sideboard, Tisch und den Weg ins Haus.
  • Sichtschutz, damit ungebetene Zaungäste nicht in ihre Pfannen, Töpfe und Teller gucken können. Kübelpflanzen mit schmalen hohen Pflanzen helfen sofort. Bambus wäre eine Option.

Planen Sie Ihre Outdoor-Küche lieber eine Nummer größer, als zu klein. Denn hat es sich erst einmal herumgesprochen, wie schön und gemütlich es bei Ihnen auf der Terrasse beim gemeinsamen Kochen und Feiern ist, kommen Gäste öfter. Seien Sie vorsorglich gewarnt und rüsten Sie auf.

Noch keine Outdoor-Küche, kein Grill aber Lust aufs Grillen?

Outdoor Cooking oder klassisch auf dem Herd: Eine gute Gusseisen-Grillpfanne ist immer gut und nachhaltig.

Outdoor Cooking oder klassisch auf dem Herd: Eine gute Gusseisen-Grillpfanne ist immer gut und nachhaltig.

Niemand muss auf gegrillte Steaks oder Würstchen verzichten, nur weil man (noch) keinen Grill hat. Es gibt exzellente Grillpfannen aus Gusseisen, die anders als beschichtete Grillpfannen keine giftigen Ewigkeits-Chemikalien (PFAS) abgeben. Sehr gute Gusseisenpfannen und Gusseisentöpfe, beispielsweise von Staub oder Le Creuset, sind emailliert, darin klebt Grillgut garantiert nicht an. Gusseisenpfannen halten ewig (30 Jahre Garantie) und man kann sie auch draußen aufs Grillrost stellen – wenn man dann irgendwann einen Grill oder eine tolle Outdoor-Küche hat.

Bis dahin backen wir eine lecker Focaccia, die herrlich nach Urlaub schmeckt.

Focaccia: Leckeres Fladenbrot zu Gegrilltes und Salat

Sesamfladen aus Hefeteig, schnell gemacht und schmecken sensationell

Sesamfladen aus Hefeteig, mit Sesam, Salz und Pfeffer bestreut – ohne Kirschtomaten.

Zutaten:

  • 500 g Pizzamehl
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 250 ml handwarmes Wasser
  • 0,5 TL Zucker
  • 2 EL Olivenöl oder neutrales Öl
  • 1 TL Salz

Belag:

  • 4 EL Olivenöl oder neutrales Öl
  • 200 g Kirschtomaten, halbiert
  • 2 EL Rosmarin / Thymian / italienische Kräutermischung
  • Etwas grobes Meersalz
  • Grober Pfeffer nach Geschmack

Rezept:

  • Hefe zerbröseln und in etwas Wasser, 3 EL Mehl und Zucker einrühren. Den Hefebrei (Vorteig / Dampferl) etwa 15 min abgedeckt gehen lassen.
  • Geben Sie nun Mehl, Wasser, Salz und Öl in eine Schüssel und kneten den Teig kräftig durch. Sie können dafür auch den Knethaken des Mixers oder eine Küchenmaschine auf langsamer Stufe verwenden. Nach etwa 6-8 Minuten löst sich der Teig sauber von der Schüssel.
  • Decken Sie den Teig mit einem Tuch ab und lassen ihn mindesten 1,5 Stunden ruhen bis er sich verdoppelt hat.
  • Sie können den Teig auch im Kühlschrank gehen lassen. Dauert länger, aber sie können so den Teig für die Focaccia schon morgens oder am Vortag sehr gut vorbereiten.
  • Wenn der Teig gut aufgegangen ist, kippen Sie ihn auf ein gefettetes Backblech oder in eine gefettete Auflaufform oder ein Pizzablech. Drücken Sie mit den Händen den Teig gleichmäßig flach. Er sollte deutlich dicker als ein Pizzaboden sein.
  • Lassen Sie den Teig weitere 45 Minuten bei Zimmertemperatur gehen.
  • Drücken Sie gleichmäßig kleine Mulden in den Teig.
  • Pinseln Sie Öl auf den Teig und in die Mulden.
  • Geben Sie die halbierten Kirschtomaten mit der offenen Seite nach oben in die Mulden.
  • Bestreuen Sie alles mit groben Salz, Rosmarin, Thymian oder einer italienischen Kräutermischung.

Weitere 10 Minuten gehen lassen und danach in den vorgeheizten Ofen schieben.

Backzeit:

Im vorgeheizten Back 190-200 Grad bei Ober-/Unterhitze
Backzeit: 22-25 Minuten.

Die Focaccia ist fertig sobald sie goldbraun ist.

Rezept Sesamfladenbrot wie oben im Bild, mit Sesam, Salz und Pfeffer bestreut – ohne Kirschtomaten.

Fiona

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. Im Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus über 4 Jahrzehnten stellt Lieblingspflanzen & ihre Pflege vor. Außerdem: Lieblingsrezepte aus ihrer Landküche.