Yorkshire Pudding kam bei uns früher öfters auf den Tisch. Allerdings nicht in einzelnen Portionen, sondern in Familiengröße und in einer großen Auflaufform gebacken. Dies hatte einerseits praktische, andererseits aber auch traditionelle Gründe. In England wird/wurde Yorkshire Pudding gerne zum Roastbeef in den Ofen geschoben. Genauer gesagt: unter das Roastbeef. Herunter tropfendes Fett und Bratensaft nimmt der Yorkshire Pudding dabei auf und wird dadurch noch ein bisschen leckerer – aber auch gehaltvoller.

Yorkshire Pudding für Singles

Seit dem Ausziehen der Kinder „lohnt“ sich der ganze Aufwand für mich ohnehin nicht mehr, so dachte ich bisher. Denn selbst wenn ich die englische Beilage in Muffins-Förmchen zubereiten würde, blieben Reste. Yorkshire Pudding schmeckt jedoch nur frisch aus dem Ofen. Aufwärmen geht theoretisch im Backofen oder in der Mikrowelle, aber das Ergebnis erinnert fatal an Gummi. Was also tun?

Das Gute an diesem einfachen Rezept für Yorkshire Pudding ist, es lässt sich ganz einfach rauf und runter rechnen. Egal ob für 1 Person oder für 6: Solange das Verhältnis der Zutaten stimmt, gelingen diese einfachen Pastetchen, die außen knusprig und innen soft und fluffig sind.

Grundrezept für 1 Portion Yorkshire Pudding:

  • 1 großes Ei (oder 2 kleine)
  • 50 ml Milch
  • 50 g Mehl
  • Eine Prise Salz

Los geht’s:

  1. Füllen Sie 1 cm neutrales Sonnenblumenöl in eine Mini-Cocotte aus Gusseisen (Durchmesser 10 oder 14 cm) und schwenken Sie das Töpfchen, so dass auch die Seitenwand leicht gefettet ist. Stellen Sie nun das Gusseisen-Töpfchen auf das Ofenrost oder Backblech und schieben es in die mittlere Schiene des kalten Ofens.
  2. Schritt: Heizen Sie jetzt den Ofen vor auf 190°C Ober-/Unterhitze
  3. Schritt: Rühren Sie den Teig an. Dazu schlagen Sie zunächst das Ei in eine größere Schüssel mit dem Schneebesen sehr gut auf. Fügen Sie danach Milch, gesiebtes Mehl und Salz dazu und schlagen Sie den Teig wirklich ausgiebig. Es kommt darauf an, möglichst viel Luft unterzuheben.
  4. Schritt: Ab in den Ofen.
    Sobald der Ofen heiß ist, füllen Sie den frisch aufgeschlagenen, luftigen Teig in die heiße Mini-Cocotte. Das heiße Öl beginnt sofort zu sprudeln und frittiert den Teig. Vorsicht! Verbrennen Sie sich nicht.
    Stellen Sie das Töpfchen rasch zurück in den heißen Ofen.

Backzeit: 20-25 Minuten.
Danach ist der Yorkshire Pudding fertig und bereit, ein leckeres Fleischgericht mit Soße very british zu begleiten. Ob Roastbeef, Australisches Rindercurry oder Schweinebraten, Ragout oder Gulasch, bleibt Ihrem Gusto überlassen.

Guten Appetit.

Alternative: Yorkshire Pudding mit geräuchertem Lachs und Meerrettich füllen und lauwarm genießen.

Das ist wichtig:

  • Sieben Sie das Mehl, um so viel Luft wie möglich in den Teig zu bekommen.
  • Verwenden Sie neutrales Öl mit einem hohen Rauchpunkt.
  • Öffnen Sie den Ofen nicht während des Backens, der Pudding fällt sonst in sich zusammen und richtet sich danach auch nicht mehr auf.

Welchen Vorteil haben Mini-Cocotten aus Gusseisen?

Ob Sie, wie ich, zum Ausbacken eine Cocotte aus Gusseisen verwenden, eine feuerfeste kleine Auflaufform aus Glas oder Keramik oder eine Muffin-Backform aus Alu oder Silikon, bleibt Ihnen überlassen. Ich verwende am liebsten Töpfe bzw. Töpfchen aus Gusseisen, weil sie Hitze lange halten. Das ist besonders wichtig, wenn Sie die Form bzw. den Topf zum Füllen aus dem Ofen holen. Da muss es einfach fix gehen. Eine einzelne Portion ist ja schnell gefüllt, aber sobald Sie vier oder zehn Förmchen füllen müssen, dauert das schon eine gewisse Zeit.

Yorkshire Pudding für Singles aus der Gusseisen-Cocotte

Yorkshire Pudding ist in der kleinen Gusseisen-Cocotte schön aufgegangen und jetzt bereit, viel Soße aufzunehmen.

Wie füllen Sie eine Muffin-Backform mit dünnflüssigem Teig schnell und kleckerfrei?

Tipp: Wenn Sie für Yorkshire Pudding eine Muffin-Backform verwenden möchten, füllen Sie den Teig zuvor in einen Krug mit Gießrand. Das Verteilen des Teiges gelingt so schneller. Damit der Teig dabei nicht auf den Rand der Form kleckert, fangen Sie einfach den „letzten Tropfen“ beim Füllen der einzelnen Kuhlen mit einem Teelöffel auf.

Wieso verwende ich keine Muffin-Backform aus Silikon?

Backformen aus Silikon mag ich persönlich überhaupt nicht. Sie sind instabil, schlecht zu händeln und noch schlechter zu reinigen. Trotz mehrfachen Spülens, selbst in der Spülmaschine, klebt die Oberfläche unangenehm. Und ob Silikonformen gut für die Umwelt sind, wage ich auch zu bezweifeln.

Woher kommt Yorkshire Pudding

Yorkshire stammt ursprünglich aus der englischen Grafschaft Yorkshire und eroberte von dort aus zunächst England und danach die ganze Welt. Die berühmte Beilage zu Roastbeef und anderen Fleischgerichten hat es inzwischen sogar zu einem eigenen Gedenktag gebracht. Am 1. Februar ist Yourshire Pudding Day und eine (von vielen) guten Gelegenheiten, ihn für sich selbst oder für liebe Freunde oder die Familie zu backen. Inzwischen wissen Sie ja, wie einfach das geht.

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Produktfotografin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.

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