Warum brauchen Blumenzwiebeln Dünger?

Manche Gerüchte halten sich nachhaltig, so auch dieses: Blumenzwiebeln bringen alles mit, was sie brauchen. Ja aber: Es macht schon einen Unterschied, ob eine Tulpenzwiebel nur einmal oder jedes Jahr aufs Neue blühen soll. Das Gleiche gilt für Hyazinthen, Narzissen, Krokus und all die anderen Frühlingsboten, auf die wir derzeit alle sehnlichst warten. Üppig, bunt und kräftig sollen sie blühen, am liebsten jedes Jahr und dafür brauchen sie alle einen geeigneten Dünger, gerne auch spezielles Blumenzwiebelfutter.

Wie werden Blumenzwiebeln gedüngt?

Die Beste Zeit zum Düngen ist, wenn im zeitigen Frühling das Grün in den Beeten zum Vorschein kommt. Je nach Witterung kann dies Mitte März sein, ist der Frühling eher dran, dann darf man gerne auch früher düngen. Gedüngt wird bis zur Blüte, nicht länger. Denn die Pflanzen beginnen dann bereits, sich zurückzuziehen und brauchen dann keine zusätzlichen Düngergaben mehr. Viel wichtiger ist es, Verblühtes umgehend abzuschneiden. Lassen Sie die Blätter jedoch unbedingt noch stehen. Sie bringen die Nährstoffe in die Zwiebel und sorgen so dafür, dass die Blumenzwiebel kräftig wird und im nächsten Jahr wieder aufs Neue blüht.

Wann ist die beste Zeit, Zwiebelgewächse zu düngen?

Im Frühling, sobald die Blumenzwiebeln sichtbar im Beet austreiben. Geben Sie auf rund um jeden Tuff Blumenzwiebelgrün ein Händchen voll mit Dünger und wenn Sie mögen, harken Sie den Dünger anschließend kurz ein. Wirklich notwendig ist das Einarbeiten jedoch nicht. Schnee und Regen übernehmen problemlos diesen Job, zumindest wenn es kühl und regnerisch ist.

Welchen Dünger brauchen Blumenzwiebeln?

Es ist fast schon eine Glaubensfrage, ob Sie Blaukorn-Dünger, organisch-mineralischen Dünger oder speziellen Dünger für Blumenzwiebeln (Blumenzwiebelfutter) verwenden möchten. Organischer Dünger für Blumenzwiebeln ist etwas teurer, dafür aber auch ergiebiger, so dass letzten Endes der Preis eine untergeordnete Rolle spielt. Sie düngen ja keinen Hektar, sondern in der Regel überschaubar kleine Gartenbeete oder Balkonkästen. Wichtig ist, dass der Dünger rasch zur Verfügung steht, eben dann, wenn die Blumenzwiebeln austreiben. Gut geeignet ist dafür auch flüssiger Blumendünger. Hornspäne eignen sich dafür nicht, weil sie ihre Nährstoffe nur sehr langsam freisetzen.

Dünge-Ausnahmen bestätigen die Regel

Zu den Zwiebelgewächsen, die keinen zusätzlichen Dünger oder Kompost mögen, gehören Schneeglöckchen. Sie setzen gedüngt nur wenige Blüten an und dafür umso mehr und längere Blätter. Gleiches gilt meiner Erfahrung nach auch für Traubenhyazinthen. Sie verwildern gern und holen sich ohnehin zusätzliche Düngergaben am jeweiligen Standort.

Entdecken Sie weitere bildschöne Blumenbilder mit Frühlingsblumen

 

Auch Blumenzwiebeln brauchen Dünger. Wann, welchen & warum?

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Produktfotografin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.

Pin It on Pinterest