Der Sommer ist vorbei, die Blumenkästen leeren sich. Zeit, noch einmal Gemüse zu säen. Für die Herbst-Aussaat im Blumenkasten eignen sich beispielsweise Spinat, Feldsalat, Asia-Salate, Pflücksalate, Rukola, Radieschen Winterheckenzwiebeln oder auch Pak Choi.

Warum lohnt sich die Herbst-Aussaat im Blumenkasten?

Der größte Vorteil liegt darin, dass die große Hitze vorbei ist. Viele Gemüse schießen bei Hitze und bilden Samenstände aus, anstatt kompakte Köpfe oder Wurzeln (Karotten). Der 3. Dürresommer in Folge hat diesbezüglich viele Gemüsegärtner viel Ärger und Verdruss bereitet. Geschossene Karotten, Salate, Rote Beete … Gegen Trockenheit hilft gießen – aber auch nur bedingt. Gegen Hitze leider nichts.

Hinzu kommt, dass im Herbst die Gefahr durch Insektenbefall deutlich geringer ist als im Sommer. Es ist zu kalt und zu spät für Kohlweißlinge, Erdflöhe, Läuse etc. pp. Was jetzt noch kreucht und fleucht, holen sich die Vögel.

Die Herbst-Aussaat klappt oft besser als im Frühling und im Sommer. Ganz einfach, weil der Boden länger von alleine feucht bleibt und Fressfeinde ausbleiben.

Was ist wichtig für eine erfolgreiche Herbst-Aussaat?

  • Die Saat darf nicht austrocknen, sorgen Sie also während des Keimens stets für ausreichende Bodenfeuchtigkeit.
  • Kaufen Sie Saatgut, das explizit für die Herbstaussaat geeignet ist. Das steht immer ganz groß auf der Packung. Gerade bei Spinat, Radieschen und Feldsalat gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Frühjahrs- und Herbst-Sorten. Herbstsorten sind zumeist schneller erntereif und halten oft Fröste besser aus.

Verträgt spät gesätes Herbstgemüse Frost?

Ja. Spinat und Feldsalat vertragen Frost unbeschadet. Sie stellen ggf. das Wachsen ein, aber sobald die Temperaturen wieder ein wenig klettern, wachsen sie einfach weiter. Solange kein Schnee liegt, können Sie Ihr frisches Gemüse also auch im Winter ernten.

Tipp: Schützen Sie die Herbst-Aussaat im Blumenkasten durch ein leichtes Gartenvlies. Es wehrt Insekten und Vögel ab, und sorgt zudem für ein geschütztes, wärmeres Klima. Das Gemüse wächst schneller und kann schneller geerntet werden.

Braucht der Blumenkasten frische Pflanzerde für die Herbst-Aussaat?

Nein, nicht unbedingt. Aber es kommt schon darauf an, was vorher im Blumenkasten wuchs und was im Herbst noch an Erde übrig ist. Salat, Spinat, Radieschen und Co sind allesamt Schwachzehrer und brauchen nur sehr wenig Stickstoff.

  • Entfernen Sie zunächst den Sommerflor.
  • Lockern Sie anschließend die vorhandene restliche Erde im Kasten gründlich auf.
  • Füllen Sie den Blumenkasten mit frischer Pflanzerde aus dem Sack auf.
  • Jetzt können Sie Jungpflanzen setzen oder Gemüse säen. Angießen nicht vergessen.
  • Falls Sie den Eindruck haben, das Gemüse wächst nach dem Keimen nicht so recht, obwohl die Temperaturen stimmen, gießen / düngen Sie einmal mit flüssigem Blumendünger (Kopfdüngung).

Schnelle Rezepte mit frischem Spinat

Ich verwende frischen Spinat am liebsten für eine schnelle Pilz-Spinat-Nudelpfanne oder ich belege damit eine Spinat-Pizza mit Pilzen und Frischkäse. Beides sehr lecker und ganz einfach zu machen. Probieren Sie beide Gerichte gerne mal aus.

Noch mehr Rezepte mit Spinat hat der NDR zusammengestellt. Viel Spaß beim Nachkochen.

Pfannengericht Spinatnudel, schnell und einfach, mit Rezept

Schnell fertig: Nudelpfanne mit Spinat, Bärlauchnudeln, Champignons, Kapern und Emmentaler.

 

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Produktfotografin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.

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