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Rosenkelch Rhodochiton Aussaat, Pflege & überwintern

Rosenkelch Rhodochiton Aussaat, Pflege & überwintern

Rhodochiton klettert am Seil und begeistert durch zweifarbige Blüten in Purpur und Dunkelviolett

Rosenkelch, auch Rosenkleid, Purpurglöckchen, Affenschaukel oder botanisch Rhodochiton atrosanguineus genannt, ist eine hübsche Zierpflanze mit purpur Glockenblüten und immergrünen, herzförmigen Blättern. Da auch die Blattschmuckpflanze Heuchera Purpurglöckchen genannt wird, kommt es leider zu Verwechslungen. Beide Pflanzen haben jedoch nichts miteinander zu tun.

Die ausgesprochen hübsche Pflanze wird zumeist nur einjährig kultiviert, dabei ist die Kletterpflanze durchaus mehrjährig – auch bei uns. Allerdings nur wenn sie den Winter über frostfrei und hell gehalten wird. Oder eben als Zimmerpflanze. Mehr dazu am Schluss.

Was ist das Besondere an Rosenkelch?

Rhodochiton ist eine sehr aparte Kübel- und Zimmerpflanze. Schon im letzten Jahrhundert war sie sehr beliebt und wurde um die Jahrhundertwende, in den Golden Twenties, im Haus, auf Balkon und Terrasse kultiviert. Danach geriet sie für einige Jahrzehnte in Vergessenheit. Warum nur. Die Pflanze ist hübsch und viel pflegeleichter, als es zunächst den Anschein hat.

Woher stammt Rhodochiton?

Aus Mexiko

Rhodochiton-Blüten sitzen wie Perlen an einer Schnur

Rosenkelch Aussaat: Wie und wann?

Rhodochiton hat eine sehr lange Entwicklungszeit und sollte bereits Ende Januar / Anfang Februar gesät werden. Das Saatgut ist relativ teuer und in einer Portion sind gerade einmal Samen für 4-5 kleine Blumentöpfe (5 cm). Rosenkelch ist ein Lichtkeimer und wird nicht pikiert, sondern direkt in kleine Blumentöpfe mit keimfreier Aussaaterde gesät, nicht abgedeckt, sondern nur angedrückt, und mit einer feinen Blumenbrause angegossen oder angesprüht.

Am besten klappt die Aussaat wie bei den meisten Sommerblumen in einer durchsichtigen Aufbewahrungsbox mit Deckel. Täglich lüften, Erde feucht halten und warten, warten, warten …

Nach dem Auflaufen der Saat sind die Sämlinge noch sehr, sehr winzig und sie brauchen scheinbar auch „ewig“, um in die Gänge zu kommen. Stellen Sie die Töpfchen nahe ans Licht und sobald sie etwas gewachsen sind, stecken Sie eine kleine Kletterhilfe dazu. Ein langer Schachschlickspieß oder ein Zweig bieten sich dazu an. Üben Sie sich in Geduld!

Kultivieren Sie die Jungpflanzen weiter in ihrem kleinen Blumentopf, ohne sie zu pikieren. Wenn sie etwas größer geworden sind, pinzieren (schneiden) Sie den Haupttrieb, damit er sich verzweigt und die Pflanze dadurch buschiger wird.
Düngen Sie frühestens ab Ende März alle 14 Tage mit flüssigem Blumendünger. Nehmen Sie anfangs nur die halbe Dosis, die auf der Packung empfohlen wird. Jungpflanzen reagieren empfindlich auf Düngersalze.

Welchen Standort braucht Rhodochiton Rosenkelch draußen?

Nach den Eisheiligen Mitte Mai dürfen die Kletterpflanzen endlich raus in den Garten, auf den Balkon oder auf die Terrasse. Das Rosenkleid braucht einen sonnigen bis halbschattigen, warmen und gerne auch windgeschützten Platz und dazu eine Kletterhilfe. Das können gespannte Schnüre sein, ein selbst gebautes Rankgerüst aus Bambusstäben, ein Spalier oder auch ein kleineres Klettergerüst, wie man es auch für Clematis verwendet.

Welches Substrat ist richtig?

Verwenden Sie gute, nährstoffreiche Blumenerde oder Geranienerde, gerne auch gemischt mit Perlite. Das aufgepoppte Gestein speichert mehr Wasser und sorgt gleichzeitig für eine bessere Durchlüftung des Substrats.

Wächst Rosenkleid auch in Blumenampeln?

Ja! Die bis zu 2 Meter langen Triebe wallen sehr elegant nach unten. Die hübschen Blütenkelche hängen dabei wie Perlen an einer Kette und sind für Wochen und Monate die reinste Zierde.

Wann blüht Rosenkelch?

Rhodochiton / Rosenkelch blüht, je nach Aussaat, von Juni bis zum Frost. Wenn Sie die Pflanze im Haus wie eine Zimmerpflanze kultivieren, blüht sie sogar im Winter.
Die Blüten sind zweifarbig. Die auffallenden, langen Blütenröhren fallen bald nach dem Erblühen ab. Die verspielten, rosa Rosenkleidchen (Blütenkelche) oder Glocken hängen dagegen wochenlang an den Ranken und sorgen für einen romantischen Eindruck. Einfach nur hübsch anzusehen.

Rosenkleid trägt zweifarbige Blüten in Purpur und Dunkelviolett. Die langen Blütenröhren fallen rasch ab, doch die Rosenkleidchen flattern wochenlang beim leisesten Wind.

Wie wird Rhodochiton gepflegt?

Wie wird Rosenkelch überwintert?

Schneiden Sie die Pflanze stark zurück und stellen Sie sie in ein helles, frostfreies Winterquartier bei 10-15 Grad. Gießen Sie so, dass der Boden nicht austrocknet. Ab März stellen Sie die Pflanze wieder wärmer und an einen sonnigen Platz im Haus. Bevor Rhodochiton wieder raus darf, sollte sie abgehärtet werden – so wie andere Kübelpflanzen auch. Also anfangs geschützt und noch nicht in die pralle Sonne stellen.

Probieren Sie Ihr Glück und schneiden Sie im Sommer Stecklinge aus den Ranken

Alternative: Schneiden Sie im Sommer aus einigen Ranken Stecklinge, in einem Glas Wasser bilden diese rasch Wurzeln. Topfen Sie die bewurzelten Stecklinge und pflegen Sie Rosenkelch wie eine Zimmerpflanze. Das geht sogar im Wohnzimmer. Wichtig: Im Haus benötigt die immergrüne Pflanze relativ viel Luftfeuchtigkeit. Besprühen Sie sie öfter mit Regenwasser (Zimmertemperatur).

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