Rosen düngen hält Rosen gesund

Endlich blühen meine Rosen. Spätfröste haben ihnen dieses Jahr mächtig zugesetzt. Graham Thomas leidet noch immer, nur Getrude Jekyll ist völlig unbeeindruckt und blüht überschwänglich, so wie auch vier meiner alten Rosen. Aber die meisten anderen Rosen wie Pomponella, Sommerwind, die meisten David-Austin-Rosen sowie die Kletterrosen setzen allerdings erst Knospen an oder zeigen erste zaghafte Blüten. Es dauert dieses Jahr alles ein bisschen länger.

Rosen düngen | Alte Rose Jaques Cartier

Alte Rose Jacques Cartier (Desprez 1842)

Darum bekämpfe ich Rosenpilze neuerdings systemisch.

Letztes Jahr litten, vermutlich wegen der Wetterkapriolen, am Ende fast alle Rosen stark unter Rosenpilzkrankheiten Sternrußtau und Rosenrost. Meine Maßnahmen dagegen: Regelmäßig kranke Blätter entfernen und im Hausmüll entsorgen, ausputzen und spritzen mit Natron. Aber das hat alles nicht nachhaltig geholfen. Dieses Jahr sollen meine Rosen gesund bleiben und deswegen habe ich mich dazu entschlossen, sie zu spritzen.

Ich vermeide die chemische Keule im Garten, wo es nur geht, aber Rosenpilze sind die Pest und von Jahr zu Jahr wächst das Problem. Deswegen spritze ich, nachdem die ersten Rosen kranke Blätter zeigten, jetzt mit einem systemisch wirkenden Pilzmittel. Der Erfolg lässt sich durchaus sehen: Nach zweimaligen Spritzen in den letzten vier Wochen sehen alle Rosen gesund aus. So soll das auch bitteschön bleiben.

Tipp: Kordes zeigt auf seiner Website Schadbilder an Rosen, die durch Pilzkrankheiten und Schädlinge entstanden sind und klärt auf über Gegenmaßnahmen.

Rose Mrs. John Laing erwacht

Rose Mrs. John Laing erwacht

Nachtrag: Rosenzüchter und Experten empfehlen, systemisch wirkende Pilzmittel jedes Jahr zu wechseln, damit sich keine Resistenzen entwickeln. Achten Sie also auf den Wirkstoff des Spritzmittels und auf die Gebrauchsanweisung. Bislang habe ich nur gute Erfahrungen mit systemisch Pilzmitteln bei Rosen gemacht.

Warum und womit Rosen düngen?

Rosen sind Starkzehrer und brauchen viel Dünger, um gesund zu bleiben und den ganzen Sommer über immer wieder neue Blüten anzusetzen.

Rosen düngen hilft aber auch im Kampf gegen Rosenpilzkrankheiten. Mehr noch: Nur eine gut genährte Rose kann sich selbst gegen Rosenkrankheiten wehren und blüht überschwänglich.

Das behaupte nicht ich, sondern Rosenzüchter Kordes und der sollte es schließlich am besten wissen. Deswegen mein heutiger Plan fürs Gärtnern am Abend: Alle Rosen bekommen bereits heute, also schon während der Blüte, ihre zweite Düngergabe Oscorna Rosendünger (1 EL  je Rose) und nicht erst, wie in früheren Jahren, nach der Blüte. Denn dann ist es dieses Jahr schon zu spät.

Oscorna Rosendünger verwende ich dieses Jahr zum ersten Mal. Warum ich mich für diesen Rosendünger entschieden habe? Die örtliche Baum- und Rosenschule meines Vertrauens verwendet und empfiehlt ihn mir. Beim Pflanzen der neuen Bäume verwendeten die Gärtner der Baumschule ebenfalls Oscorna Boden-AktivatorRosen düngen, schützen & putzen. So bleiben Rosen gesund.. Er hat den Bäumen offensichtlich gut getan – sonst hätten sie die letzten beiden Hitze-Jahre wohl nicht so gut überstanden.

Anstelle von Rosendünger könnten Sie im Frühling auch Kompost um die Rosen herum streuen. Ob Kompost alleine zum Rosen düngen jedoch reicht, klärt seriös und umfassend nur eine Bodenanalyse im Labor.

Schneiden, schneiden, schneiden

Der Sommerschnitt der Rosen steht ab sofort ebenfalls auf meinem abendlichen Gartenprogramm. Eimer und Schere sind beim Spaziergang durch den Garten ohnehin immer dabei. Alles, was verblüht ist, muss ab. So vermeide ich, dass die Rose oder auch jede andere Pflanze, Kraft in Samen steckt, anstatt rasch neue Blüten zu bilden oder, falls sie ohnehin nur einmal blüht, in sich selbst.

Video: Gesunde englische Rosen in meinem Garten

Rosen düngen, schützen & putzen. So bleiben Rosen gesund.

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Produktfotografin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.

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