Kapuzinerkresse ist eine einjährige Sommerblume, die eigentlich in jedem normalen Gartenboden problemlos wächst und bis weit in den Spätherbst hinein blüht. Vorausgesetzt der Standort ist sonnig bis halbschattig und der Boden nicht allzu nährstoffreich. Zu viel Stickstoff-Dünger fördert nur das Blattwachstum und macht Kapuzinerkresse blühfaul. Die gute Nachricht für alle, die sich jetzt über Ihre nicht blühen wollende Kapuzinerkresse ärgern: Das muss nicht so bleiben. Mit diesem Gartenwissen bringen Sie Ihre Kapuzinerkresse auch im Spätsommer noch zum Blühen.

Kapuzinerkresse leidet unter Hitze-Stress

Viele Sommerblumen leiden dieses Jahr augenscheinlich unter wochenlanger Hitze mit Temperaturen von weit über 30 Grad sowie unter der lang anhaltender Trockenheit. Selbst das sonst so robuste Schmuckkörbchen (Cosmea) quittiert den witterungsbedingten Dauerstress mit auffallend kleinen Blüten.

Viele Sorten Kapuzinerkresse haben in diesen Hitzesommer erst gar keine oder nur spärliche Knospen angesetzt. Das Wachstum der Pflanzen stagniert seit Wochen und Blätter verdorren schon lange vor ihrer Zeit. Dagegen hilft auch schon lange kein normales Gießen mehr. Das bisschen Gießwasser hält die Pflanzen geradeso am Leben, aber wachsen und blühen wollen sie unter diesen widrigen Bedingungen leider nicht.

Die gute Nachricht ist: Sobald die Temperaturen sinken, erholt sich Kapuzinerkresse deutlich sichtbar von Tag zu Tag.

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Samenbildung verringert Anzahl neuer Blüten

Blühende Kapuzinerkresse bildet im Laufe des Sommers reichlich Samen und, je nach Sorte, meterlange Ranken (Tropaeolum majus). Egal ob Sie die rankende oder die kompakte Kapuzinerkresse (Tropaeolum minor) kultivieren: Schneiden Sie Samenstände möglichst regelmäßig und zeitnah ab. Je fleißiger Sie ausputzen, desto mehr Blüten erscheinen. Diese Regel gilt quasi für alle Sommerblumen.

So helfen Sie blühfauler Kapuzinerkresse auf die Sprünge

Setzen Sie die Schere an und schneiden Sie welke Blätter der Kapuzinerkresse ab. Putzen Sie die Pflanze und befreien Sie sie von verdorrten und unschönen Blättern sowie Fruchtständen. Gießen Sie durchdringend, geben Sie einmal einen winzigen Schluck schwach dosierten Blumendünger und warten Sie ab. Innerhalb weniger Tage erholt sich die Kapuzinerkresse und beginnt dann endlich auch zu blühen.

Erst prüfen, dann handeln: Dieses Jahr blüht Kapuzinerkresse spät, aber doch.

  • Prüfen Sie den Standort: Kapuzinerkresse braucht einen sonnigen bis halbschattigen Standort, im Schatten gedeiht die Sommerblume zwar auch, aber sie blüht kaum. Verpflanzen Sie die Kapuzinerkresse an eine besser geeignete Stelle, sofern sie dafür noch klein genug ist. Sie müssen die Pflanze allerdings einige Tage lang besonders gut im Auge behalten, gießen und ggf. sogar ein wenig beschatten.
  • Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht.
  • Der Boden sollte nicht zu nährstoffreich sein. Ein gut vorbereitetes Beet beim Pflanzen Mitte Mai enthält in der Regel alle notwendigen Nährstoffe für die gesamte Gartensaison. Leichtes Nachdüngen ist, wenn überhaupt, nur bei leichten Sandböden erforderlich. Beobachten Sie die Pflanze. Bildet sie viele Blätter aber kaum Blüten aus, hat sie auf jeden Fall schon zu viel Dünger (Stickstoff) bekommen.
  • Der Boden muss gut durchlässig sein. Lockern Sie den Boden regelmäßig auf, insbesondere dann, wenn Sie laufend gießen müssen. Hacken unterbricht die Kapilarkanäle des Bodens und sorgt dafür, das Gießwasser besser die Wurzeln erreicht und nicht ungenutzt an der Erdoberfläche vorbei läuft.

Was tun bei verlauster Kapuzinerkresse.

Kapuzinerkresse ist DAS Hausmittel, um Läuse von anderen Pflanzen abzulenken. Wundern Sie sich also nicht, wenn diese Strategie bestens aufgeht und die Kapuzinerkresse voller Läuse ist. Normalerweise nimmt die Pflanze dadurch auch keinen Schaden, es sieht nur nicht schön aus. Keine Sorge: Sobald Marienkäfer und Vögel diese fette Beute entdecken, sind die Läuse auch schon wieder weg. Wenn nicht: Verwenden Sie kein Gift, auch kein Spüli, sondern schneiden Sie den verlausten Trieb einfach ab.

 

Kapuzinerkresse blüht bis in den späten Herbst hinein

Kapuzinerkresse blüht auch noch im Herbst reichlich und wunderschön.

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.
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