Kletterrose Manita. Wild, aber nur ein bisschen.

Gepostet in Pflanzenlieblinge

Kletterrose Manita. Wild, aber nur ein bisschen.

Kletterrose Manita trägt ungefüllte rosa Doldenblüten.

Als mir Kletterrose Manita vor fünf Jahren zum ersten Mal in der regionalen Baumschule begegnet ist, war ich dumm genug, sie nicht gleich mitzunehmen. Dabei ist mir die Rose mit ihren enorm großen, offenen Blüten, sofort ins Auge gefallen. Manita erinnert ein wenig an die zierliche Beetrose Sweet Pretty, aber auch an die historische Wildrose Complicata. Letztere ist für kleine Gärten, im Gegensatz zu Manita, wegen ihrer ausladenden Dimensionen, jedoch völlig ungeeignet.

Kletterrose Manita kommt dagegen manierlich daher und punktet mit charmanten Wildrosen-Charakter, leichtem Duft und meist sehr guter Gesundheit. Warum sie dennoch eher selten angeboten wird und selbst bei Kordes-Rosen nur auf Nachfrage zu haben ist, erschließt sich mir nicht. Immerhin ist Manita seit 1997 eine ADR-Rose, sie wurde von Kordes 1996 unter dem Namen KORberuhig registriert.

Kletterrose Manita. Wild, aber nur ein bisschen.

Manita hat große offene Blüten mit Wildrosen-Charakter

Kletterrose Manita fällt angenehm auf.

Hätte ich die hübsche Manita doch nur gleich mitgenommen, blühend im Topf. Selbst im Hochsommer wachsen Containerrosen gut an, richtiges Pflanzen und Gießen, vorausgesetzt. Aber nein. Ich war mal wieder zu vernünftig für einen Spontankauf und dachte, wenn schon eine neue Kletterrose von Kordes, dann kaufe ich sie besser direkt beim Züchter und am besten gleich als wurzelnackte Rose. Der Sommer ist schließlich zum Ausdenken neuer Pflanzpläne da, Kletterrose Manita ist da längst schon fest eingeplant.

Manita kommt tatsächlich noch im gleichen Spätherbst und kommt ans Rosenspalier im hinteren Teil des Gartens. Diese Ecke ist schwierig, weil sie im Sommer zunächst nur Morgensonne und später dann etwas Nachmittagssonne bekommt. Ab Mai ist die Sonnenausbeute für Rosen sicher okay, doch im Vorfrühling und ab Mitte September fehlen dem Standort eindeutig ein paar Sonnenstunden. Andererseits: Eine robust Rose sollte auch damit zurechtkommen. Zumindest ist der Boden gut lehmig und hält deswegen Feuchtigkeit ziemlich gut. Manita braucht gefühlt dennoch eine mittlere Ewigkeit, um in die Gänge zu kommen.

Kletterrose Manita. Wild, aber nur ein bisschen.

Kletterrosen brauchen oft Jahre, um ihre wahre Größe zu zeigen

Im vierten Jahr ist Manita am Rosenspalier endlich bei sehenswerten ein Meter achtzig Höhe angekommen. Ihre Haupttriebe verlaufen in drei Ebenen waagerecht, dazwischen wachsen in dichter Folge senkrechte Blütentriebe, die ich nach und nach weiter nach oben führe. Kletterrosen richtig zu erziehen ist ja eine halbe Wissenschaft für sich und nicht alle Kletterrosen wachsen so, wie es in den Fachbüchern steht. Das gilt so auch für Manita, deren lange Blütentriebe sich unter der Fülle dicht besetzter Blütendolden nach unten neigen. Und nickende Blüten sind nur in Augenhöhe wirklich sehenswert. Aber egal: Manita wächst ja noch und sobald sie oben am Spalier angekommen ist, darf sie gerne noch viele nickende Blüten produzieren.

Kletterrose Manita. Wild, aber nur ein bisschen.

Blick in die offene Blüte der Kletterose Manita

 

 


Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Der Blumenbote. Newsletterservice von Nature to Print

Der Blumenbote

Blumenbilder, Bücher und Praxis-Tipps für Gartenfreunde

Vielen Dank, Ihre Anmeldung hat geklappt.

Pin It on Pinterest

Share This