Die Wieseniris (Iris sibirica) ist eine Staude, die keinerlei Probleme macht, sondern einfach nur wächst und zuverlässig zwischen Mai und Juni blüht. Die auffallend elegante Staude gehört zur Gattung der vielseitigen Schwertliliengewächse. Das Besondere der Wieseniris sind einerseits ihre dichten dunkelgrünen Horste aus schmalen schwertförmigen Blättern, andererseits schweben darüber im Mai hübsche blau-violette Blüten auf bis zu ein Meter hohen Stielen. Auch wenn diese Blüten viel zarter und kleiner sind als die überaus prachtvollen Blüten großer Bart-Irisse, beeindruckt eine Wieseniris alleine schon durch natürliche Eleganz!

Diese Iris ist das ganze Jahr über attraktiv

Anders als viele andere Gartenstauden, sind die Horste der Wieseniris das ganze Jahr über attraktiv und nützlich. Die Iris ist ein wunderbarer Rosenbegleiter, ihr dunkelgrünes dichtes Laub kaschiert welkende Frühblüher, begrenzt und teilt das Blumenbeet in unterschiedliche Bereiche. Zudem bieten der Horst Zaunkönig, Igel und anderen Kleintieren sicheren Unterschlupf. Im Herbst färbt sich das grasartige Laub gelb und kann im Winter so auch stehenbleiben. Im zeitigen Frühling, vor dem Austrieb, ist noch Zeit genug, das trockene, alte Laub abzuschneiden.

Horst einer Wieseniris mit frisch austreibenden Knospen

Horst einer Wieseniris mit vielen Knospen, Ende Mai

Wo ist der beste Standort für Wieseniris?

Die Wieseniris ist hierzulande heimisch und wächst in freier Natur gerne auf feuchten Wiesen und entlang kleiner Bäche. Ein bekannter Standort liegt beispielsweise am Bodensee im Eriskircher Ried, wo sie immer wieder auch kurzfristige Überschwemmungen aushalten muss. Im Garten bevorzugt die Wieseniris einen sonnigen bis halbschattigen Standort und dazu einen nahrhaften, gerne auch lehmigen Boden, der Feuchtigkeit gut halten kann. Bei lang anhaltender Trockenheit sollten Sie diese Iris kräftig gießen.

Neue Züchtungen der Wiesenirisse fallen bisweilen ein bisschen kleiner aus und wachsen dann auch recht passabel in Pflanzkübeln oder in einem Miniteich.

Wie Sie im Garten Wieseniris pflegen

Blühende Wieseniris im naturnahen Garten

1. Juni-Woche: Die Wieseniris blüht im naturnahen Garten

Iris sibirica ist, wie der botanische Name bereits vermuten lässt, pflegeleicht und anspruchslos. Geben Sie ihr im Frühling etwas organischen Dünger oder Kompost. Nach der Blüte geben Sie eine weitere, aber kleinere Gabe Dünger.
Die Horste können jahrelang ungestört an Ort und Stelle bleiben. Nur wenn der Horst innen verkahlt, sollten Sie ihn aufnehmen, teilen und in frische Erde pflanzen. Die verkahlte Mitte entsorgen Sie und verwenden nur vitale Teilstücke.

Pflanzen Sie neue Wiesenirisse oder frisch geteilte am besten im zeitigen Frühling oder im Herbst.

Neue Züchtungen erfreuen in vielen Farben

Von Natur aus blüht die sibirische Schwertlilie in Blau-Violett oder Gelb-Weiß. Neuere Züchtungen begeistern mit weißen, gelben, purpur, veilchenblauen oder himmelblauen Blüten. Aber Vorsicht, die neuen Iris-Farben wecken Sammelleidenschaft.

Getrocknete Wieseniris in der Floristik

Die großen, dekorativen Fruchtstände der Wieseniris werden in der Floristik gerne in Trockensträußen oder Gestecken verwendet. Schneiden Sie dazu verblühte Blütenstiele mit bereits angeschwollenen Fruchtkörpern bodentief ab und trocknen Sie die Stiele kopfüber hängend an einer trockenen, schattigen, luftigen Stelle. Sobald Stängel und Fruchtkörper durch und durch getrocknet sind, schlagen Sie sie bis zu ihrer Verwendung am besten in Seidenpapier ein oder lagern sie in Pappkartons.

Weitere Blumenbilder der Iris in vielen Variationen

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Produktfotografin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.

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