Rosen sind die Königinnen des Gartens, so viel ist klar. Doch zusammen mit ausgewählten Begleitern, sprich Rosenkavalieren, wirken Rosen nochmal so schön. Das gilt besonders für Strauch- und Kletterrosen, die im Laufe des Sommers gerne mal unten herum blattlos mit nackigen Beinen dastehen. Kein schöner Anblick, aber wenn Sie Rosen unterpflanzen kriegen Sie das spielend leicht in den Griff. Meine Auswahl an geeigneten Stauden ist höchst individuell und basiert auf langjährige Erfahrung in meinem fränkischen Garten an einem Sonnenhang. Für alle genannten Stauden neben bzw. unter Rosen gilt diese wichtige Regel:

Halten Sie Abstand und pflanzen Sie Stauden nicht zu dicht an Rosen.

Rosen sind Starkzehrer und teilen nicht gern, zudem vertragen sie keinen Wurzeldruck. Vor wuchernden Stauden sollten Sie Rosen auf jeden Fall verschonen. 40 – 50 cm Abstand sollten selbst die angeblich so sittsamen Veilchen / Pfingstveilchen zu Rosen stets einhalten. Die beiden sind dennoch ein schönes Pflanzenpaar, wobei Veilchen ja zusätzlich gut sind, um Beete unkrautfrei zu halten. Hinter oder neben Kletterrosen, da wo Sie sonst nur schlecht oder ungern hinkommen, sind wüchsige Pfingstveilchen jedoch ganz hervorragende Rosenbegleiter.

Pfingstveilchen unterdrücken Unkraut.

Rosen unterpflanzen mit Veilchen. Hauptsache, der Abstand stimmt.

Rosen unterpflanzen im Halbschatten mit Blattschmuckstauden.

Rosen wirken durch ihre Blüten und um ihre einmalige Wirkung nicht zu schmälern, halten Sie blühende Konkurrenz mit großen Blüten einfach von Rosen fern. Blattschmuckpflanzen wirken dagegen durch Form, Farbe und Struktur ihrer Blätter und hinterlegen Rosenblüten wie mit einem dicht gewebten Untergrund. Für eine Pflanzengemeinschaft mit Rosen und Blattschmuckpflanzen kommen beispielsweise infrage:

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  • Mini-Hostas (Funkien) aus der Mouse-Serie. Diese bezaubernden kleinen Hostas / Funkien beeindrucken durch ihre Zähigkeit, sogar Schnecken lassen sie komplett in Ruhe. Und sie halten sogar etwas sonnigere Plätze klaglos aus. Mini-Hostas lassen sich hervorragend teilen und damit erhalten Sie sehr schnell genügend Pflanzen, um tatsächlich einige Rosen oder auch Bäume zu unterpflanzen.

    Rosen unterpflanzen mit Mini-Hostas

    Rosen unterpflanzen mit Mini-Hostas

  • Mittelhohe Hostas, wie beispielsweise die zauberhafte June, empfehlen sich ebenfalls als hübsche Rosenbegleiterin. In meinem Garten umkreist Hosta June eine Gruppe der Austin-Rose Mary Rose und das sieht sehr gut aus. Junes Blätter sind zu hart für Schnecken, sie bleiben daher vom Austrieb bis zum Verwelken schön und frei von Fressspuren.
  • Purpurglöckchen (Heucheras) gehören derzeit zu den begehrten In-Pflanzen und das lassen sich die Gärtner auch gut bezahlen. Es lohnt sich dennoch, Purpurglöckchen in einer größeren Gruppe vor Rosen zu setzen. Ihre Blätter decken vieles ab und falls die hohen, filigranen Blüten sich in der Rose verfangen, kommen sie einfach in die Vase. Heucheras lassen sich im Frühling gut teilen. Die Vermehrung durch Stecklinge funktioniert auch recht gut.

Hostas und Purpurglöckchen bevorzugen, so wie viele Englische Rosen, halbschattige Standorte und auf jeden Fall ohne pralle Mittagssonne.

https://www.wo-blumenbilder-wachsen.de/einjaehriger-rittersporn-mein-neuer-freund-und-gartenheld/

Schnecken resistente Hosta June vor Austin-Rose Mary Rose

  • Frauenmantel (Alchemilla) ist ein beliebter und weit verbreiteter Bodendecker und beliebter Rosenbegleiter, von denen es sehr viele verschiedene Arten gibt. Zum Unterpflanzen von Rosen eignen sich besonders der Zierliche Frauenmantel (Alchemilla epipsila), der Kleine Frauenmantel (Alchemilla erythropoda) sowie der Silber-Frauenmantel (Alchemilla hoppeana). Der gewöhnliche Frauenmantel ist zwar auch ein schöner Rosenbegleiter, wird allerdings zu hoch und wuchert zudem. Da und dort darf der schöne Frauenmantel dennoch in meinem gemischten Stauen- und Rosenbeet wachsen, zumal auch seine Blüten und Blätter sich wunderbar zum Füllen von Blumensträußen eignen.

Rosen unterpflanzen an Sonnenplätzen: 8 schöne & robuste Begleitstauden.

Rosen an sehr sonnigen Standorten im Garten brauchen Begleitstauden, die ebenfalls viel Sonne vertragen und ggf. auch mal längere Trockenzeiten überstehen. Sehr schön wirken da beispielsweise:

  • Teppich-Aster ‚Snow Flurry‘, sie blüht erst spät im Jahr, zusammen mit den letzten Rosen. Zuvor legt sie jedoch einen dichten grünen Teppich aus. Snow Flurry ist eine perfekte Staude, die immer gut aussieht. Pflanzen Sie Teppich-Aster ‚Snow Flurry‘ überall hin, wo es im Hanggarten, entlang von Gartentreppen und Böschungen schwierig wird. Bonus: Unter den langen, flach liegenden Zweigen der Teppichaster passen sehr viele Frühblüher (Krokusse, Narzissen, botanische Tulpen etc.). Schneiden Sie daher ‚Snow Flurry‘ rechtzeitig im Jahr zurück, damit Frühblüher zur Blüte auch genügend Platz haben und schön zur Geltung kommen.

    Rosen und Böschungen mit Teppichaster Snow Flurry geschickt unterpflanzen.

    Rosen und Böschungen werden mit Teppichaster Snow Flurry geschickt unterpflanzt.

  • Polster- und Teppich-Thymian übernehmen schnell mal den halben Garten, helfen aber Rosen, gesund zu bleiben und halten zudem Schnecken von den Beete fern. Das äußerst robuste Küchenkraut wächst überall, wo auch Teppich-Sedum (Sedum alba) und andere niedrige Dickblattgewächse wachsen und gedeihen.
  • Polster- und Teppich-Storchschnabel, zum Beispiel Blutstorchschnabel Geranium sanguineum oder Geranium renardii ‚Philipe Vapell‘ oder  auch Geranium wallichianum ‚Rozanne‘. Sie legen einen kleinen Blütenteppich rund um die Rose, decken viel Boden ab und sehen wochenlang hübsch aus. Nach einem beherzten Schnitt im Juni nach dem ersten Flor treiben sie noch einmal willig aus und blühen dann ein zweites Mal. Storchschnabel Rozanne braucht dagegen bis zum Frost keinen Schnitt, sondern einfach nur genügend Platz für ihre bis zu ein Meter langen blühenden Ranken. Noch ein Pluspunkt der für den Einsatz von Storchschnäbeln spricht: Manche Sorten tragen im Herbst schön gefärbte Blätter.

    Rosen unterpflanzen mit Storchschnabel

    Storchschnabel (Geranium) ist immer ein hübscher Rosenbegleiter

  • Zwerg-Schleierkraut (Gypsophila) sorgt mit seinen filigranen Blütchen für romantischen Look und füllt schon mit ein, zwei Stielen selbst gebundene Rosensträuße. Das Schleierkraut ist leider nicht sehr langlebig – zumindest nicht in meinem Garten.
  • Polsterglockenblumen sind sehr dankbare Langzeit- bzw. Öfterblüher, die nach einem frühen Schnitt des ersten Flors ebenfalls noch einmal zum Blühen kommen. Manchmal blühen sie sogar dreimal im Jahr. Etwas Dünger und gute Pflege vorausgesetzt. Bewährte Sorten sind beispielsweise Campanula poscharskyana ‚Templiner Teppich‘ und ‚Silberranke‘.
  • Die Schleifenblume (Iberis) ist eine sehr genügsame und robuste Staude, die schon im April weiß blüht und mit den Jahren richtig dichte, dunkelgrüne Polster bildet – das macht sie gut und gerne auch zu Füßen von Rosen. Schneiden Sie die Schleifenblume nach dem ersten Flor kräftig zurück und mit etwas Glück blüht sie im Spätherbst sogar ein zweites Mal.
  • Gartenprimeln haben ihren großen Auftritt wenn Rosen gerade erst geschnitten und abgehäufelt werden. Das passt sehr gut, denn wenn die Rose noch nichts hergibt, gehört den Gartenprimeln die volle Aufmerksamkeit und Bewunderung. Gartenprimeln bilden mit der Zeit sehr dichte grüne Teppiche. Wer seinen Primel-Bestand fleißig teilt, was wirklich leicht funktioniert, kann mit ihnen sehr schnell einige Rosen unterpflanzen – das klappt auch unter bzw. vor kleinen bis mittelgroßen Beetrosen.

    Gartenprimeln passen serh gut unter und neben Rosen

    Gartenprimeln passen serh gut unter und neben Rosen

  • Hornveilchen sind Dauerblüher und echte Stauden, obwohl sie meist wie Einjährige Sommerblumen gezogen werden. Dabei erhalten sich Hornveilchen ganz einfach durch Selbstaussaat im Garten. Fördern Sie das vermehrungsfreudige Verhalten der Hornveilchen und lassen Sie verwelkte Pflanzen eine Weile lang im Beet liegen und halten Sie die Stelle feucht. Es dauert nicht lang, und dort erscheinen frische Hornveilchen-Sämlinge, die Sie gut verpflanzen können. Natürlich auch unter Rosen.

    Rosen unterpflanzen mit Hornveilchen

    Das hübsche Hornveilchen passt auch farblich sehr gut zu Rosen

Diese Sommerblume darf in keinem Rosengarten fehlen.

Kapuzinerkresse ist zwar keine Staude, sondern eine Sommerblume, aber sie verdient auch einen festen Platz als Unterpflanzung von Rosen. Insbesondere die niedrige, nicht rankende Kapuzinerkresse (Topaeolum minor). Sie hält Läuse auf Rosen in Schach, sieht hübsch aus, ist essbar und blüht in den unterschiedlichsten Farben von Cremeweiß über Aprikot, Gelb und Orange bis hin zu Rot und Dunkelviolett.

Schön, robust, aber nur mit Vorsicht im Rosenbeet zu genießen.

Katzenminze (Nepata) ist als Bodendecker und Bienenweide nie zu unterschätzen. Ich liebe sie sehr, weil sie schnell, zuverlässig und mühelos einfach alles begrünt, einschließlich Mauerfugen und Pflasterritzen. Ihre Robustheit kann ich nur loben, auch dass sie nach dem Schnitt binnen kürzester Zeit noch einmal blüht. Lavendelblaue, stark duftende Blüten für hungrige Bienen liefert die silbergrau blättrige kleine Katzenminze bis zum Frost. Aber all das Gute hat auch eine Schattenseite, die ich nicht verschweigen möchte: Katzenminze wuchert schnell und deswegen darf sie in meinem Garten nur noch in, an oder am Fuß der Gartenmauer schalten und walten, wie sie will. Im Stauden- und Rosenbeet ist mir der Platz für die umtriebige Katzenminze einfach zu schade.

Englische Rose Princess Alexandra of Kennt

Blumenbild auf Leinwand, Kunstdruck, Acrylglas oder Fototapete: Englische Rose Princess Alexandra of Kent

Weitere Blumenbilder aus meinem Rosengarten

 

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