Roter Sonnenhut (Echinacea Purpurea) kommt aus der Staudengärtnerei meist in kleinen 9er- oder 13-er Töpfen daher. Es sei denn, Sie kaufen die schöne Prachtstaude im Sommer schon blühend und dementsprechend teuer. Doch egal wie groß der Sonnenhut zu diesem Zeitpunkt ist: Sie können anhand der Topfgröße nicht abschätzen, wie groß die Staude in zwei bis drei Jahren sein wird. Deswegen ist es auch so wichtig, vor dem Pflanzen das Pflanzenetikett zu lesen. Standort, Höhe der Staude und der richtige Pflanzabstand sollten darauf zumindest stehen. Je mehr Sie vor Ihrem Sonnenhut vor dem Pflanzen ins Staudenbeet wissen, desto besser gelingt Ihr Arrangement mit anderen Pflanzen. Bedenken Sie auch, es gibt verschiedene Sorten von Sonnenhüten, die sich in der Wuchshöhe- und Breite sehr voneinander unterscheiden. Manche Sonnenhüte werden auch nach Jahren nicht höher als 30-40 cm hoch, andere, wie beispielsweise die Sonnenhut-Sorte Magnus Superior wächst tatsächlich über 120 cm hoch. Nicht im ersten Jahr, wohl aber nach drei Jahren. Jetzt ist klar, wie wichtig der richtige Pflanzabstand für Roten Sonnenhut ist.

Sonnenhut Magnus Superior in voller Pracht im 4. Standjahr.

Sonnenhut Magnus Superior in voller Pracht im 4. Standjahr.

Wie Sie den richtigen Pflanzabstand für Roten Sonnenhut finden.

In der Praxis vernachlässigen viele Gartenneulinge leider den Blick aufs Pflanzenetikett und pflanzen so, als blieben die Jungpflanzen immer so klein wie beim Kauf. Also mit viel zu wenig Pflanzabstand. Sie wünschen sich ein üppig bepflanztes Beet, mit möglichst wenigen Lücken. Schon damit kein Platz mehr für Unkraut bleibt. Das Problem daran ist: Stehen die Stauden zu eng, bedrängen sie sich gegenseitig, fallen in einander und das Gesamtbild sieht nicht üppig, sondern leider nur bescheiden aus. Das muss nicht sein.

Faustregel für den richtigen Pflanzabstand im Staudenbeet

Faustregel für den richtigen Pflanzabstand für Stauden ist halbe Höhe der erwachsenen Pflanze. Bei meinem selbst gezogenen Sonnenhut Magnus Superior sind 60 cm Abstand von Pflanze zu Pflanze richtig, bei einem kleineren Sonnenhut reichen dagegen schon 20 cm Pflanzabstand. Deswegen noch einmal der Hinweis, die Angaben auf dem Pflanzenetikett zu lesen.

Jungpflanze Echinacea purpurea

Jeder Sonnenhut fängt mal klein an. Jungpflanze Sonnenhut Magnus Superior

Wie Sie im 1. Standjahr Lücken im Staudenbeet schnell und einfach schließen.

Mit dem richtigen Pflanzabstand entstehen naturgemäß im ersten Jahr im Staudenbeet erst einmal viele Lücken zwischen den einzelnen Stauden. Das macht aber nichts. Säen Sie einfach niedrige Sommerblumen dazwischen. Am besten im Mai direkt ins Beet oder vorab in eine Saatkiste: Ringelblumen (Calendula), Schmuckkörbchen (Cosmea), Jungfer im Grünen (Nigella), Kalifornischer Goldmohn (Eschscholzia califorica), Kapuzinerkresse, Bechermalven (Lavatera trimestris), Zinnien und viele andere Sommerblumen keimen rasch und zuverlässig und sind sehr pflegeleicht. Sie füllen schnell und zuverlässig die Lücken zwischen Stauden, bis diese groß und breit geworden sind.

Das Beste an diesen Lückenfüllern ist: Einige Sommerblumen säen sich selbst zuverlässig aus und blühen dann ohne Ihr Dazutun auch im nächsten Jahr. Lästig werden alle diese genannten Sommerblumen trotzdem nicht. Rauszupfen oder, noch besser, versetzen klappt bei jungen Sommerblumen meist recht gut. Ringelblumen sind darüber hinaus sehr gut für den Boden. Ich kann diese hübsche Sommerblume gar nicht hoch genug loben.

Fazit: Wie alles im Leben brauchen auch Stauden im Blumengarten Zeit und Platz sich voll zu entwickeln. Denken Sie beim Pflanzen daran und halten Sie genügend Pflanzabstand zwischen den einzelnen Stauden. Als Faustregel gilt: Halb so hoch wie die Pflanze wird, so breit der Pflanzabstand. Auch Blumen können sich gegenseitig erschlagen und beim Wachsen behindern. Das muss nicht sein.

Weitere Blumenbilder mit Rotem Sonnenhut

 

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.

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