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Kapuzinerkresse, schön, scharf, gesund und überaus nützlich

Kapuzinerkresse in Knallorgane. Scharf, hübsch und nützlich

Kapuzinerkresse in Knallorgane. Scharf, hübsch und nützlich

Kapuzinerkresse, bot. Tropaeolum, ist eine allseits beliebte und überaus dankbare Sommerblume. Die Naturmedizin verwendet sie als Heilpflanze, Gärtner freuen sich über ihre Wirkung auf Läuse und Ameisen, Feinschmecker lieben ihren würzigen Geschmack und alle zusammen freuen sich auf farbenfrohe Blütenpracht von Mai bis zum Frost. Mehr Können Sie wirklich nicht von einer Sommerblume erwarten.

Tropaeolum, würzig, nützlich, farbenfroh | Video

In welchen Farben blüht Kapuzinerkresse?

Kapuzinerkresse ist zwar eine „einfache Sommerblume“, aber sobald sie blüht und ihre Blätter erscheinen, bleibt jedes Auge an ihr „hängen“. Warum? Weil ihre Blüten enorme Leuchtkraft haben. Das gilt für das typische Knallorange, aber auch für neue Züchtungen in Weiß, Cremeweiß, Lachsrot, Knallrot, Weinrot oder Aprikot.

Neue Sorte einer Tropaeolum minor in einem blassen Aprikot

Sie müssen nicht mehr auf Kapuzinerkresse verzichten, nur weil sie vermeintlich nicht ins rosarote Farbschema passt. Die Sorten Milkmaid, Cream Purple Spot, Salmon Baby und Salmon Gleam passen in jeden Blumengarten. Wobei ich gestehen muss: Orange, gelbe und rote Kapuzinerkresse mit allen Spielarten gefallen mir auf Dauer am besten. Sie bringen Farbe, Feuer und jede Menge Aufmerksamkeit ins Beet und umgarnen ihre Pflanzpartner hervorragend. Aber das ist wie immer eine persönliche Frage des Geschmacks.

Wann blüht sie?

Das kommt auf den Zeitpunkt der Aussaat an – ist aber auch vom Wetter abhängig. Normalerweise blüht Kapuzinerkresse ab Mitte / Ende Mai bis zum Frost.

Aber in einem Hitzesommer gerät auch diese, ansonsten so robuste Sommerblume, in Stress und stellt sowohl das Wachstum, als auch das Blühen ein. Seien Sie geduldig! Sobald die größte Hitze vorbei ist, legt sie wieder los und holt in Spätsommer und Herbst alles wieder nach.

Warum pflanzen?

Tropaeolum ist ein wunderbarer Bodendecker. Einmal in Fahrt gekommen bedecken sowohl die große Kapuzunerkresse (Tropaeolum major), als auch die kleine (Tropaeolum minor) viel Fläche. Darunter wächst mit der Zeit auch kein Unkraut mehr. Der Boden bleibt unter dieser wachsenden Mulchschicht länger feucht und beschattet.

Die genügsame Sommerblume deckt wie eine natürlich wachsende Mulchschicht den Boden ab und blüht auch im Halbschatten bis zum Frost

Die Sommerblume bringt viel Farbe ins Beet, belebt schwierige Gartenecken, begleitet Treppen, legt sich zu Füßen von Pflanzkübeln, wallt Hochbeete und Gartenmauern hinunter und kann sogar klettern. Kurz: Wo Tropaeolum wächst ist es grün und farbenfroh zugleich. Die Freude an dieser Sommerblume wächst mit jedem Monat – bis zum Frost.

Die großen, markanten Blätter machen sehr viel her: An ihnen kann man den Lotuseffekt entdecken. Regen- und Tautropfen perlen auf den Blättern ab und nehmen dabei Schmutzpartikel einfach mit. Die Blätter bleiben dadurch immer sauber – was gut für die Photosynthese ist. Eine spannende Entdeckung auch und gerade für Kinder.

Wie entsteht der Lotuseffekt auf den Blättern der Kapuzinerkresse? | Video

Wie wird Kapuzinerkresse in der Küche verwendet?

Falsche Kapern im Glas. Köstlich und einfach selbst gemacht. Auch ein schönes Geschenk aus der Küche.

Kapuzinerkresse säen: Was ist wichtig?

Wer schlau ist, kauft sich keine einzelne Pflanze (viel zu teuer), sondern sät ab April in kleine Töpfe. Weichen Sie die großen Samenkörner zuvor über Nacht in Wasser ein. Sie ersparen sich dadurch etwa 1 Woche Keimzeit.

So wachsen Jungpflanzen für den ganzen Blumengarten im Überfluss.

Sät sich diese Sommerblume auch selber aus?

Ja, einmal im Garten sät sich Kapuzinerkresse zuverlässig aus und sorgt so im nächsten Jahr für viel Nachwuchs. Ab Mai erscheinen die markanten, leicht erkennbaren Jungpflanzen und lassen sich bei Bedarf sehr gut versetzen.

Sammeln Sie zur Sicherheit im Herbst noch einmal Samen. Sie finden Sie in Massen unter den großen Blättern. Lassen Sie das Saatgut noch eine Weile offen trocknen, bevor Sie es eintüten und den Winter über kühl, dunkel und trocken lagern.

Kapuzinerkressesamen sind vielseitig verwendbar, egal ob eingelegt oder getrocknet.

Wächst sie auch in einem Balkonkasten oder Blumentopf?

Ja. Die Wurzelmasse ist erstaunlich klein. In Blumentöpfe gepflanzt können Sie Kapuzinerkresse überall einsetzen, wo es gerade (wegen der Läuse) erforderlich ist. Auch überschüssige Jungpflanzen können Sie problemlos in Töpfe setzen. Gleiches gilt, wenn der Wunschplatz, z. B. unter einem Baum, nicht bepflanzbar ist. Ein Drei-Liter-Topf bietet Platz genug für eine Pflanze.

Welcher Standort?

Tropaeolum bevorzugt einen hellen, auch sonnigen, absonnigen oder halbschattigen Standort. Wobei sie im Halbschatten möglicherweise etwas weniger blüht, dafür jedoch üppiger wächst.
Der Boden sollte eher nährstoffarm sein. Zu viele Nährstoffe fördern das Blattwachstum auf Kosten der Blüten.

Welche Vorteile hat Tropaeolum im Garten?

Kapuzinerkresse fängt Blattläuse ab. Pflanzen oder säen Sie die scharfe Kresse neben gefährdete Obstbäume, Ziersträucher wie Hibiskus, Rosen, Clematis oder Gemüse wie Bohnen und Paprika. Der Duft der Kapuzinerkresse verwirrt Läuse, so dass sie sich, anstatt auf Rosen & Co auf ihr niederlassen. Das ist kein Fehler, sondern ein Feature. Wenn Sie das stört, schneiden Sie den betroffenen verlausten Trieb einfach ab.

Besser ist es jedoch, auf den Hunger der Nützlinge zu setzen. Vögel brauchen diese Läuse zur Aufzucht ihrer Jungen. Marienkäfer und Florfliegen kommen und setzen ihre Eier neben Läusekolonien. Überlassen Sie daher alle Läuse den Nützlingen und freuen Sie sich über lausfreie Rosen, Bohnen, Sträucher und Co.

Auch Ameisen meiden den intensiven Geruch von des würzigen Krautes. Sie lieben es süß, nicht scharf. Ein weiterer Grund, Tropaeolum zu setzen. Je mehr, desto besser.

Orange Blüten leuchten weithin sichtbar im Blätterdickicht

Ist Tropaeolum eine Heilpflanze?

Woher stammt Kapuzinerkresse?

Aus Mittel- und Südamerika.

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Produktfotografin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. Im Gartenblog „Wo Blumenbilder wachsen“ teilt sie Gartenwissen aus über 4 Jahrzehnten stellt Lieblingspflanzen & ihre Pflege vor. Außerdem: Lieblingsrezepte aus ihrer Landküche.

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