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Roten Sonnenhut vermehren durch Samen oder Teilen

Roten Sonnenhut vermehren durch Samen oder Teilen

Echinacea purpurea | Roter Sonnenhut im Garten von Nature to Print

Warum Sonnenhut vermehren?

Sonnenhut vermehren schont Ihr Garten-Budget und macht Spaß. Sie können beim Bepflanzen der Beete aus dem Vollen schöpfen und sogar mit Gartenfreunden teilen oder tauschen. Außerdem können Sie außergewöhnliche Sorten Sonnenhut vermehren, die es in Ihrer Gärtnerei vielleicht nicht gibt. Manche Scheinsonnenhüte in auffallend hübschen Farben halten sich leider nicht sehr lange im Garten. Wie gut, wenn Sie diese speziellen Sorten selbst säen oder rechtzeitig teilen können.  Lassen Sie sich vom Fachhandel für Saatgut einfach inspirieren.

Was ist Purpurroter Sonnenhut?

Purpurroter Sonnenhut, botanisch Echinacea purpurea, auch Scheinsonnenhut genannt, ist eine beliebte Prachtstaude, die im Hochsommer blüht und von der es inzwischen zahlreichen Sorten gibt. Von Weiß über Orange und Gelb bis hin zum ursprünglichen Purpur-Pink erstreckt sich die Farbpalette. Die Prachtstauden werden, je nach Sorten, zwischen 30 und 100 cm hoch und blühen etwa ab Juli.

Sonnenhut vermehren, sehr zur Freude der Bienen | Video

Bei guter Pflege erscheinen bis Ende September immer wieder neue Blüten. Lauter gute Gründe, sich mehr dieser schönen Stauden in den Garten zu wünschen, wäre da nicht der Kostenfaktor. Falls jedoch noch rund vier Euro für ein Tütchen Saatgut im Budget drin ist, stehen die Chancen gut, schon nächstes Jahr aus dem Vollen zu schöpfen. Denn Roten Sonnenhut vermehren durch Aussaat im Frühling auf dem Fensterbrett, ist gar nicht so schwer. Gewusst wie, ist alles:

Sonnenhut vermehren aus Saatgut schont das Budget

Es spricht vieles dafür, Roten Sonnenhut selbst zu säen. Die Stauden gehören in der Gärtnerei eher zu den teuren Gewächsen. Fünf Euro im Frühling pro 9er-Töpfchen sind keine Seltenheit, groß und blühend kosten sie dann im Sommer gerne auch das Dreifache. Wer aber Geduld mitbringt, einen grünen Daumen und ein bisschen Platz zur Verfügung hat, sollte es mal mit der Aussaat versuchen.

Lassen Sie sich nicht entmutigen, denn wahr ist leider auch: So simpel wie einfache Sommerblumen, gelingt die Anzucht von Echinacea purpurea erfahrungsgemäß leider nicht. Doch wer diese kleinen Tricks kennt, hat bald genügend eigenen Roten Sonnenhut, um ganze Beete zu füllen.

Auffallend grafische Struktur: Echinacea Purpurea ‚Alba‘ blüht auf und hält sich dann wochenlang.

Sonnenhut vermehren: welche Keimtemperatur?

Roter Sonnenhut (Echinacea Purpurea) keimt bei etwa 20° C – 22° C. Am leichtesten und zuverlässigsten gelingt die frühe Aussaat ab Februar/März in einem gleichmäßig temperierten Minigewächshaus und in einer flachen Schale mit Aussaaterde. Die Samen werden dabei nur sehr dünn oder gar nicht abgedeckt, wohl aber gleichmäßig angedrückt.

Warum ist die Temperatur NACH dem Keimen wichtig?

Sobald die Keimlinge aufgelaufen sind, wollen sie kühler stehen. Da Roter Sonnenhut leider sehr unregelmäßig keimt, muss man die ersten Sämlinge schon früh pikieren, während die Nachzügler noch im Minigewächshaus erst noch keimen müssen. Ich habe gute Erfahrung damit gemacht, die Sämlinge nach dem Auflaufen zunächst in kleine 6er- oder 9er-Töpfchen zu pikieren und für ein paar Tage ans Fensterbrett eines normal beheizten Zimmers zu stellen. Der Temperaturunterschied hält sich so in Grenzen. Haben Sie Geduld! Zwischen dem Erscheinen der ersten und letzten Sämlingen können gut und gerne 14 -21 Tage liegen.

Nachdem die Sämlinge sichtlich angewachsen sind, müssen sie in ein kühleres, aber helles Quartier. Das kann ein unbeheizter Fensterplatz im Haus oder ein kaltes Gewächshaus sein. Anfangs wachsen die Jungpflanzen wirklich sehr, sehr langsam, aber das schadet nicht. Seien Sie geduldig!

Jungpflanzen abhärten: wie und warum?

Sobald die Temperaturen es zulassen, dürfen die Pflanzen tagsüber auch raus an eine geschützte Stelle, müssen dann abends wieder rein. Erst nach den Eisheiligen dürfen sie ins Beet – falls sie bis dahin wirklich groß genug dafür sind. Ansonsten spricht nichts dagegen, die Jungpflanzen noch eine Weile in Töpfen zu kultivieren, bis in den Beeten wirklich genügend Platz für Neues vorhanden ist.

Warum ist Abhärten wichtig? Weil die Jungpflanzen sonst einen Schock bekommen und dann erst einmal ihr Wachstum einstellen. Sie müssen sich erst einmal an das raue Gartenklima und die Sonne gewöhnen.

Stellen Sie die Jungpflanzen zum Abhärten an eine geschützte Stelle in den Halbschatten. Ohne direkte Sonneneinstrahlung. Hilfreich ist anfangs auch eine halbdurchsichtige Aufbewahrungsbox, dessen Deckel sie bei Bedarf öffnen oder schließen können.

„Für immer Sommer“ Blumenbild auf Leinwand von Nature to Print

Wann blüht gesäter Sonnenhut zum 1. Mal?

So groß die Freude über viele neue Pflanzen auch ist: Selbst die kräftigsten von ihnen blühen, wenn überhaupt, erst ab Oktober des 1. Jahres. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass der 1. Frost dazwischen kommt. Ab dem 2. Jahr blüht der Rote Sonnenhut dann zuverlässig ab Juli.

Halten Sie, gerade bei größeren Echinacea –Sorten genügend Pflanzabstand ein. Echinacea purpurea ‚Magnus‘ wird beispielsweise 1 Meter hoch und braucht 35-40 cm Abstand von Pflanze zu Pflanze. Fehlt dieser Platz, behindern sich die einzelnen Stauden und fallen eher ineinander, als sich gegenseitig den Rücken zu stärken. Klar ist auch: Seine Endhöhe erreicht der Rote Sonnenhut auch erst im dritten Standjahr, optimale Standort und gute Pflege vorausgesetzt. Freuen Sie sich darauf.

Eine kleiner Spielart des Roten Sonnenhuts.

Roten Sonnenhut vermehren durch Teilen

Nicht jeder hat die notwendige Geduld, Purpurroten Sonnenhut durch Samen zu vermehren. Durch Teilen des Wurzelstocks können Sie die Prachtstaude allerdings auch sehr einfach vermehren. Am besten funktioniert das im Frühling. Heben Sie dazu den Sonnenhut mit Spaten oder Grabegabel aus der Erde, schütteln Sie die lockere Erde so gut wie möglich ab und stechen dann mit einem Messer oder dem Spaten den Wurzelstock in drei oder vier Stücke. Achten Sie darauf, dass jedes Teilstück mit gesunden Triebspitzen und Wurzeln gut ausgestattet ist. Bei sandigem, leichten Boden gelingt das Teilen auch oft von Hand, so wie ich ich es bereits bei den Hostas beschrieben habe.

Sonnenhut pflanzen: welcher Standort?

Setzen Sie nach dem Teilen die einzelnen Pflanzen an den neuen, gut vorbereiteten Standort und gießen gut an. Der ideale Standort ist vollsonnig bis halbschattig mit guter, nahrhafter, humoser Erde. Lehmboden schadet offensichtlich nicht, nur Staunässe wird nicht vertragen.

Purpurroter Sonnenhut braucht im Sommer erstaunlich viel Wasser und sein Austrieb gehört leider zu den Leibgerichten von Schnecken. Legen Sie sich deswegen schon frühzeitig eine gute Strategie zur Abwehr von Schnecken zurecht und kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Sonnenhut-Bestand auf Fraßspuren. Handeln Sie umgehend, sonst ist der Sonnenhut in der nächsten Nacht vermutlich schon weg.

Hoher Purpur Sonnenhut steht nach dem Staudenschnitt im Mai breiter und stabiler.

Wie Schnecken abwehren?

Mit den Schnecken ist das so eine Sache. In manchen, feuchten Jahren scheinen die Schleimer in der Überzahl zu sein und sind kaum aufzuhalten. Das muss nicht so sein. Auch wenn viele es nicht glauben: Mutter Natur regelt das, man muss sie allerdings ein wenig dabei unterstützen.

Leinwandbild Roter Sonnenhut im Garten

Sonnenhut vermehren durch Selbstaussaat?

Wenn Sie die verblühten Samenstände Ihres Sonnenhuts nicht abschneiden, sondern den Winter über stehen lassen, finden Sie möglicherweise im Frühling auch rund um die Mutterpflanze einige Jungpflanzen. Die länglichen, spitz zulaufenden, manchmal leicht rötlich gefärbten jungen Blätter fallen dem geübten Auge durchaus auf. Die Frage ist nur: Vor dem Hacken und Jäten oder danach. Glücklich ist, wer gerade noch rechtzeitig innehält und sich über den unverhofften Zuwachs freuen kann.

Sonnenhut vermehren durch Selbstaussaat gelingt durchaus, Sie müssen nur die Sämlinge oder Jungpflanzen rechtzeitig erkennen.

Echinacea / Sonnenhut düngen?

Sonnenhüte gehören zu den Starkzehrern. Düngen Sie die Stauden beim Austrieb Ende März mit organischen-mineralischen Staudendünger. Düngen Sie Ende Juni ein zweites und letztes Mal.

Verwenden Sie KEIN Blaukorn. Er enthält zu viel Stickstoff, der die Triebe weich und anfällig für Krankheiten macht.

Welche Pflanzpartner passen zu Echinacea?

Echinacea purpurea braucht etwa 2-3 Jahre, um sich in voller Schönheit und Pracht zu präsentieren. Halten Sie beim Pflanzen dennoch den erforderlichen Pflanzabstand ein und füllen Sie Lücken mit einfachen Sommerblumen wie Bechermalven, Schmuckkörbchen, Kapuzinerkresse, Ringelblumen (Calendula), Zinnien – oder setzen Sie nach den Eisheiligen einfach vorgezogene Dahlien ins Beet.

Setzen Sie ein paar Frühblüher, Tulpen oder Narzissen zwischen die Stauden, damit Ihr Beet mit Echinacea auch im Frühling Eindruck und Freude schenken kann.

Inspiration schöner Sonnenhut in meinem Garten

Sonnenhut vermehren durch Aussaat, Teilen oder Selbstaussaat. 

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