Es ist ja so einfach, etwas für die Bienen zu tun. Gut dran, wer bereits im Herbst Krokus-Zwiebeln in den Garten setzte. Dabei gilt, wie so oft: Klotzen, nicht kleckern! Ein einzelner Krokus ist zwar auch schön, macht aber noch keine Bienen und Hummeln satt. Da muss schon ein bisschen mehr blühen auf der winterkalten, braunen Scholle. Am besten zeitversetzt mit frühen, mittleren und späten Krokussen. Die verlängerte Blüte tut auch uns Menschen gut. Wochenlanges Wintergrau muss endlich aus den Köpfen weichen. Die bunte Vielfalt der Krokusse schafft das.

Blumenbild Krokus von Nature to Print

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Pflanzen Sie für Bienen – und gegen ödes Wintergrau.

Ich bin jedes Jahr fasziniert, wie plötzlich doch Frühling ist. Erst denk ich, ach, das dauert noch. Doch dann beginnt der Reigen der starken Frühboten mit Winterlingen und Schneeglöckchen. Dazu gesellen sich dann Krokusse – mit ihnen kommen noch mehr Bienen und Hummeln. Wobei, dieses Jahr sind es deutlich weniger Bienen als letztes Jahr. Selbst in meinem vielseitig bepflanzten Garten macht sich das Verschwinden der Insekten bemerkbar. Es ist ein Trauerspiel.

Die Natur braucht Vielfalt – und die fängt im eigenen Garten an.

Passanten bleiben lieber bewundernd stehen vor meinem Garten, anstatt selbst mehr zum Erhalt der Bienen zu tun. Bei jeder braunen Thuja, die in der Nachbarschaft gerodet wird, hoffe ich, das nächste Gehölz wird bestimmt ein besseres. Eines, was auch gut für Bienen oder Vögel ist. Apfeldorn oder Cornus Mas wären toll, die heimische Eberesche oder eine Mehlbeere natürlich auch. Doch der Städter auf dem Land sucht nach immergrünen Gewächsen, die keinen Dreck machen. Was für ein Irrtum. Ich wünschte, die Gemeinde würden Grundstücksbesitzer auffordern oder sogar verpflichten, eine bestimmte Anzahl von Vogelnährgehölzen in den Garten zu pflanzen. In der Bauverordnung von Igensdorf werden heimische Gehölze empfohlen, doch kontrolliert wird das leider nie. In Igensdorf werden erwerbsmäßig Süßkirschen und anderes Obst angebaut und deswegen sind Contoneaster, die Wirtspflanze für den gefährlichen Feuerbrand, verboten. Steht so in der Bauverordnung. Doch niemand kontrolliert das und was wächst deshalb im Nachbargarten? Sie dürfen raten. Das Schlimme daran ist: Der Nachbar selbst ist/war Kirschbauer – und Ignorant. Hauptsache sein Hang hält und macht ihm keine Arbeit. Sieht aber sehr bescheiden aus. Zu jeder Jahreszeit.

Vielfalt braucht Einsicht – und Willen zur Veränderung

Vielen Menschen mangelt es nicht am Wissen, es mangelt an ihrem Willen, tatsächlich etwas für die Bienen und all die anderen Insekten und Vögel zu tun. Mit sehr viel Glück setzen sie einen Lavendel (vom Baumarkt) in einen Blumentopf und damit ist der bienenfreundliche Garten für sie schon erledigt. Beschweren sich aber lauthals über Bauern, die angeblich die Hauptschuld für das Bienensterben haben. Schuld sind nämlich immer nur die anderen und nicht man selbst. So denken auch Besitzer von Kiesgärten, besser „Gärten des Grauens“, die ihre Fläche vorm Haus schottern oder / und pflastern und in die Mitte hinein eine teure Konifere im Kübel. Ich bin sonst gegen Verbote und Vorschriften, aber wenn weder Einsicht noch Willen zur Veränderung bei Grundstücksbesitzern ist, dann eben so. Für die Bienen muss man nicht nur theoretisch sein, sondern auch ganz praktisch. Mit Krokussen und anderen Frühlingsboten im Garten fängt es an. Jetzt Sie!

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Produktfotografin, Blumenfotografien und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.

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