Mit über 60 sollte ich Reis kochen können, sollte man meinen. Aber ich muss zugeben, auch ich lerne noch dazu, nämlich wie ich Reis noch viel besser als bisher zubereiten kann. Das glauben Sie nicht? Doch, doch. Seitdem ich mir eine kleine, äußerst praktische Reis-Cocotte von Staub gekauft habe, gibt es bei mir bestimmt zwei- oder dreimal die Woche Reis in allen möglichen Variationen.

Was ist das Besondere an Cocotten?

Eine Kokotte, auf Französisch Cocotte, ist ein gusseiserner, feuerfester Bräter oder Kochtopf. Kokotten halten Hitze hervorragend und ermöglichen schonendes und zugleich Energie sparendes Kochen, Schmoren und Backen. Gute Cocotten sind emailliert, was ihre Pflege wesentlich erleichtert und das Ansetzen von Speisen verhindert. Emaillierte Cocotten rosten auch nicht. Cocotten der bekannten französischen Marken Staub und Le Creuset gibt es in vielen Variationen, Größen und schönen Farben.

Was kann eine gusseiserne Reis-Cocotte, was ein “normaler” Topf nicht so perfekt kann?

Eine gusseiserne Cocotte hält die Hitze besser als jeder anderer Topf. Nach dem Abschalten des Herdes gart der Reis von ganz alleine, brennt nicht an, klebt nicht fest, wird niemals matschig und bleibt dabei heiß – auch bei Tisch.

In einer Reis-Cocotte quillt Reis auf und nimmt dabei das zuvor abgemessene Wasser vollständig auf. Nach der Quellzeit ist der Reis gar und gleichzeitig fantastisch locker. Er klebt nicht, hängt auch nicht am Topfrand oder am Topfboden fest. Jedes einzelne Reiskörnchen fällt locker und leicht aus der Cocotte bzw. vom Reislöffel auf den Teller. Hätte mir das jemand früher so gesagt, hätte ich es vermutlich nicht geglaubt. Jetzt aber sieht die Sache ganz anders aus. Nämlich so:

Lockeren Reis kochen in der Reis-Cocotte

In einer Reis-Cocotte wird Duftreis von ganz alleine locker und fluffig. Nichts brennt an, nichts klebt fest und garantiert kein Matsch – auch wenn die Quellzeit längst überschritten ist.

Warum gelingt Reis in der Reis-Cocotte besser als mit anderen Methoden?

Bislang habe ich Reis einfach wie Nudeln in Wasser gekocht. Also Wasser zum Kochen gebracht, Reis und Salz dazu gegeben, den Küchenwecker auf 13 Minuten bei Basmati-Reis gestellt und nach der Kochzeit überschüssiges Wasser abgesiebt. Reis wird auf diese Weise gar, aber leider auch völlig geschmacksneutral. Selbst Duftreis, zu dem auch Basmati-Reis gehört, verliert bei der Wassergarmethode sein einzigartiges Aroma, wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Kochen Sie aus Versehen Reis nach der Wassermethode zu lang, wird er matschig. Das ist bei diesem Rezept völlig unmöglich, ebenso wie Anbrennen oder Festkleben am Topfboden. Das Schlimmste, was Ihnen mit Reis in der Reis-Cocotte passieren kann, ist kalter Reis. Und den können sie jederzeit wieder aufwärmen, anbraten oder Reis mit Apfelkaramell daraus zaubern.

Welche Alternativen gibt es zur gusseisernen Reis-Cocotte?

Dampfgarer, wozu auch ein guter elektrischer Reiskocher zählt.

Welche Nährwerte stecken in 100 g Basmati-Reis?

  • Kalorien: 351 kcal
  • Kohlenhydrate: 76 g
  • Eiweiß: 9 g
  • Fett: 0,3 g
  • Ballaststoffe: 2,2 g
  • Dazu Vitamine B1, B2 und E, Magnesium, Calcium, Eisen, Zink, Kalium und Phosphor. Vollkornreis enthält von diesen wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen und Spurenelementen deutlich mehr als Basmati-Reis.

In Basmati-Reis steckt Arsen, stimmt’s?

Ja. Nach dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und EU-Verordnung sind aktuell max. 200 Mikrogramm Arsen pro KG weißen Reis erlaubt. Bei Basmati-Reis ist der Arsengehalt äußerst gering, sagt Stiftung Warentest.

TIPP: Waschen Sie Reis gründlich vor dem Kochen. Waschen spült die Stärke ab und reduziert auch den Arsengehalt.

Reis kochen in der Cocotte: Wie geht’s genau?

Nehmen Sie:

  • 100 g Basmati-Reis
  • 160 ml Wasser
  • 1 Prise Salz

So wird Reis in der Reis-Cocotte gekocht:

  • Waschen Sie zunächst den Reis in einem Sieb solange unter fließendem Wasser, bis das Wasser klar wird. Anhaftende Stärke, die den Reis verkleben würde, wird so abgespült.
  • Geben Sie den Reis in die Reis-Cocotte und fügen Sie die zuvor abgemessene Menge Wasser und eine Prise Salz hinzu.
Füllen Sie abgemessenes Wasser zum Reis in die Cocotte

Füllen Sie nach obiges Rezept abgemessenes Wasser und eine Prise Salz zum Reis in die Reis-Cocotte

  • Bringen Sie Wasser und Reis bei mittlerer Hitze zum Kochen.
  • Schalten Sie den Herd zurück (Stufe 1-2 von 10), legen den Deckel auf und kochen den Reis 5 Minuten lang.
  • Schalten Sie den Herd nun ganz aus, lassen den Topf (mit Deckel) dabei jedoch auf der Flamme stehen. Nach 25 Minuten hat der Reis das Wasser vollständig in sich aufgenommen und ist gar.

Während der Reis in Ruhe quillt und dabei gart, haben Sie genügend Zeit, ein leckeres Gemüse-Curry oder Geschnetzeltes zuzubereiten. Einfacher geht’s wirklich nicht.
Guten Appetit.

Reis aus der Cocotte ist locker, klebt nicht und behält seine Vitamine, Mineralstoffe und sein feines Aroma.

Basmati-Reis aus der Reis-Cocotte ist locker, duftet und schmeckt aromatisch und enthält viele Vitamine, Mineralstoffe. Servieren Sie den Reis in der Cocotte, so bleibt er länger warm.

Was kocht man in einer Reis-Cocotte, außer Reis?

Die Reis-Cocotte ist ein kleiner Topf mit 16 cm Durchmesser. Natürlich können Sie darin auch Polenta, Porridge (Haferflockenbrei), Graupen, Linsen, Kichererbsen, Risotto, Milchreis, aber auch Gemüse und viele andere Gerichte und Beilagen zubereiten. Der Deckel mit sogenannter Chistera-Struktur sorgt dafür, dass aufsteigender Dampf wieder gleichmäßig zurück auf das Kochgut tropft und es dadurch nicht austrocknet. Das ist perfekt für alle Lebensmittel, die quellen müssen.

Ist dies ein bezahlter Werbe-Artikel?

Nein, sondern ein Erfahrungsbericht aus meiner Landküche.

Welche Erfahrungen habe ich mit Cocotten aus Gusseisen gemacht?

Nur gute!

Ich koche täglich frisch und das sehr gerne. Nachdem meine drei, inzwischen erwachsenen Kinder ausgezogen sind, habe ich so nach und nach auf, zumeist kleine, gusseiserne Cocotten und Pfannen umgestellt. Eine Gusseisenpfanne für Schnitzel und krosse Bratkartoffeln machte vor einigen Jahren den Anfang. Seither habe ich viel gelernt über die zahlreichen Vorzüge und Besonderheiten des Kochgeschirrs aus emaillierten Gusseisen. Ich koche mit mehr Ruhe (Slow Cooking) und spare nebenbei Energie. Die Ergebnisse lassen sich sehen und vor allem schmecken.

Es war wohl nur eine Frage der Zeit, bis zu meinen anderen, heiß geliebten, gusseisernen Pfannen und Cocotten auch eine Reis-Cocotte in meinen Haushalt kommen musste. Ich möchte sie nicht mehr missen.

Reis kochen in der Reis-Cocotte. Bester Reis ever.

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Produktfotografin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.

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