Sumpfdotterblume pflanzen & pflegen

Sumpfdotterblume, bot. Caltha palustris ist eine heimische Wildstaude. Sie blüht, je nach Region bereits ab März bis Mai und hat eine enorme Fernwirkung. Das ist ihren weithin leuchtenden buttergelben Blüten geschuldet, aber auch der mangelnden Konkurrenz. So früh im Jahr blühen nur wenige Pflanzen an feuchten Standorten – mit Ausnahme von Lerchensporn.

Frühlingstauden mit dottergelben Blüten | Video

Wer Sumpfdotterblumen liebt, pflanzt sie in den Garten

Die schöne Wildstaude ist hierzulande in freier Natur leider nur noch selten zu finden. Früher war das anders. Als Moore, Quellen, Bachläufe, feuchte Auwiesen und Gräben noch sein durften, was sie waren, nämlich ökologisch wertvolle Biotope, wuchsen sie überall. Jedes Kind kannte sie bei ihrem Namen.

Heutzutage muss man schon lange suchen, um die markante, leuchtend gelb blühende Wildstaude an ihrem Naturstandort zu entdecken. Wer sie liebt, sich selbst, Bienen und anderen Insekten Gutes tun will, holt sich die robusten Stauden in einer Gärtnerei und setzt sie in den eigenen Garten. Dazu brauchen Sie noch nicht einmal einen Teich oder einen Bachlauf. Die Wasserpflanzen kommen schon mit einem geräumigen Blumentopf zurecht. Hauptsache, er steht sonnig und trocknet niemals aus. Sehr bewährt hat sich auch der Standort in einem Miniteich oder Sumpfbeet. Mein kleines Wasser- und Sumpf-Biotop ist ein 30 cm hohes altes Weinfass und darin wachsen allerlei robuste Wasserpflanzen, die eigentlich für flache Uferzonen bestimmt sind. Caltha palustris gehört seit Jahren dazu.

Sumpfdotterblume an einem Bachlauf in Franken

Sumpfdotterblume an einem Bachlauf in Franken

Welcher Standort und welcher Boden?

Caltha palustris liebt einen sonnigen und feuchten Standort. Ist das gegeben, braucht sie so gut wie keine Pflege mehr. Nicht düngen, beim Wachsen und Blühen zusehen, Verblühtes abschneiden und nur abtrennen, was zu viel ist.

Der Boden darf leicht sauer sein, muss aber nicht. Caltha palustris ist diesbezüglich sehr tolerant, anpassungsfähig und nährstofftolerant.

Wächst Caltha palustris auch im Kübel?

Ja, Caltha palustris wächst auch in einem Pflanzkübel oder in einem versenkten Blumentopf in einem Mini-Sumpfbeet in einem Weinfass. Vorausgesetzt das Substrat bleibt auch im Hochsommer feucht und die Pflanze versinkt nicht tiefer als 5 cm unter Wasser. Die oberen Sprossen sollten immer über dem Wasserspiegel des Teiches liegen.

Die robuste Wildstaude und Wasserpflanze wächst auch in Topfkultur im Miniteich

Die robuste Wildstaude und Wasserpflanze wächst auch in Topfkultur im Miniteich

Wächst sie auch im Blumenbeet?

Ja, solange der Standort vollsonnig und feucht ist, gedeiht die Sumpfdotterblume auch im Blumenbeet. Tägliches Gießen an heißen Sommertagen und bei lang anhaltender Trockenheit ist allerdings Pflicht.

Sind sie Bienenpflanzen?

Ja. Sumpfdotterblumen blühen bereits sehr früh im Jahr. Ihre Blüten liefern reichlich Pollen und Nektar und sind daher bei Schwebfliegen, Käfern, Wildbienen und Honigbienen sehr beliebt.

Sumpfdotterblume pflegen: was ist wichtig?

Weniger ist mehr! Die Staude braucht keine besondere Pflege. Lassen Sie sie einfach wachsen, dann entwickelt sie mit der Zeit einen schönen, rundlichen Horst. Wächst die Staude frei, verbreitet sie ihren Horst durch Ausläufer. In einem Blumentopf, Pflanzkorb oder Pflanzkübel können Sie das Breitenwachstum bei Bedarf bremsen.

  • Schneiden Sie Verblühtes zeitnah ab, so verhindern Sie das Ansetzen von Samen, was die Mutterpflanze schwächt. Der Schnitt forciert zudem einen zweiten Blütenflor im Spätsommer.
  • Nicht düngen, sofern Caltha palustris in der Uferzone, am Teichrand oder an einem Wasserlauf wächst. Dünger führt dort zu vermehrten Algenwuchs und das wollen Sie sicher nicht.
  • Düngen Sie nur, wenn Sie die Staude im Pflanzkübel oder im Beet kultivieren. Verwenden Sie dazu im Frühling Hornspäne, organischen Staudendünger oder etwas Kompost.
  • Schneiden Sie im Spätherbst (oder Spätwinter) alle oberirdischen Pflanzenteile bodennah ab. Die Wurzeln überwintern im Boden und im zeitigen Frühling treibt die Pflanze wieder aus.
Dottergelbe Blüten gaben der Wildstaude ihren Namen

Markante dottergelbe Blüten gaben der Wildstaude ihren Namen

Sumpfdotterblume vermehren: schnell, sicher und einfach?

Am einfachsten vermehren Sie die Stauden durch Teilen des Wurzelstocks. Graben Sie die Pflanze aus oder nehmen Sie sie aus ihrem Pflanzkübel. Ziehen Sie dann den Wurzelstock mit den Händen in zwei oder mehrere Teile. Falls nötig, nehmen Sie ein scharfes Messer zuhilfe. Setzen Sie die frisch gewonnenen Wurzelstücke in frische Erde an die gewünschte Stelle im Garten, an den Teichrand oder in den Miniteich.

Sie können Caltha palustris auch säen. Saatgut bekommen Sie im Fachhandel oder Sie lassen nach der Blütezeit ein paar Blütenstängel stehen, bis sich dort die typischen sternförmigen Samenstände mit den Balgfrüchten entwickeln. Sobald die Balgfrüchte reif sind, können Sie den dunkelbraunen Samen ernten.

Die Sumpfdotterblume gehört zu den Kaltkeimern, der Samen muss bereits im Spätherbst in die Erde und die Saatschale den Winter über draußen bleiben.

Wann ist Pflanzzeit?

Im Frühling ist die beste Pflanzzeit, direkt nach dem Austrieb. Jungpflanzen bekommen Sie in einer gut sortierten Staudengärtnerei oder bei Gärtnereien mit Schwerpunkt Wasserpflanzen.

Welche Pflanzpartner?

Trollblume, gelbe kugelrunde Blüten, hübsche Wildstaude fürs Sumpfbeet und feuchte Beete

Trollblume, Wildstaude mit gelben, runden Blüten, für sumpfige und feuchte Beete

  • Trollblume, Trollius europaeus
  • Sumpfvergissmeinnicht, Myosotis palustris.
  • Gauklerblume, Miulus cupreus
  • Sumpf-Wolfsmilch, Euphorbia palustris
  • Froschlöffel, Alisma
  • Gelbe Sumpfschwertlilie, Iris pseudacorus
  • Blut-Weiderich, Lythrum salicaria
  • Wasserminze, Mentha acqatica
Blutweiderich, Wildstaude für feuchte Beete, Kübel und Uferzonen

Blutweiderich, Wildstaude für feuchte Beete, Kübel und Uferzonen

Sind Sumpfdotterblumen giftig?

Ja. Sumpfdotterblumen gehören zu den Hahnenfußgewächsen und sind in allen Teilen giftig.
Tragen Sie bei allen Pflegearbeiten unbedingt Handschuhe, denn bereits der Kontakt mit den Pflanzen kann eine Kontaktallergie auslösen. Einmal erworben, werden Sie eine Kontaktallergie nie wieder los.

Sind die Blüten essbar?

Früher hat man die Knospen in Essig eingelegt und wie Kapern verwendet. Mal abgesehen davon, dass Sie sich dadurch um die schönen Blüten berauben: Kapern-Ersatz aus Kapuzinerkresse ist weitaus ertragreicher, schmeckt wunderbar und ist zudem gesund.

Also bitte Sumpfdotterblumen nicht essen, nur bewundern!

Welche Schädlinge oder Krankheiten kommen vor?

Keine Schädlinge, es besteht noch nicht einmal Schneckengefahr.

Sehr selten kommen Pilzkrankheiten vor.

  • Rostpilz zeigt sich durch gelbe und braune Flecken auf den Blattoberseiten. Entfernen Sie die erkrankte Pflanze komplett und entsorgen Sie sie im Hausmüll, nicht auf dem Kompost.
  • Mehltau erkennen Sie an einer mehligen Schicht auf den Blättern. Behandeln können Sie Mehltau mit einem Milch-Wasser-Gemisch (1 Teil Milch, 8 Teile Wasser). Spritzen Sie an mehreren Tagen nacheinander. Oder schneiden Sie die oberirdischen Teile einfach ab. Die Staude treibt zügig, gesund und munter wieder aus.

Wo liegt die Heimat der Sumpfdotterblume?

Die Sumpfdotterblume ist eine heimische Wildstaude. Sie ist in ganz Europa, Nordamerika und in Nord-Asien verbreitet und wächst an Teichrändern, Uferzonen, Quellen, entlang von Bächen und Gräben.

Caltha palustris, heimische Wildstaude und Bienenpflanze

Caltha palustris, heimische Wildstaude und Bienenpflanze

Inspiration: Seerosen und weitere Wasserpflanzen im heimischen Mini-Biotop