Die Sonnenbraut: leichte Aussaat – lange Blütenpracht.

Gepostet in Gartenwissen kompakt

Blumenbild Sonnenbraut (Helenium) Rauchtopas

Blumenbild Sonnenbraut (Helenium) Rauchtopas

Vor vier Jahren bin ich zum ersten Mal bewusst einer Sonnenbraut (Helenium Hybride) namens Rauchtopas begegnet. Sie blüht zwar schon im ersten Standjahr aber wie grandios sie wirklich ist, zeigt Rauchtopas erst im zweiten und dritten Jahr: Eine gut ein bis ein Meter zwanzig hohe, straff aufrecht wachsende standfeste Prachtstaude, die ab Juli über viele Wochen hinweg wunderschön blüht und dabei Bienen wie magisch anzieht. Helenium ist, je nach Sorte, ideal für den mittleren oder hinteren Bereich des Staudenbeetes und passt perfekt zu großen und kleinen Sonnenhüten (Rudbeckien), Sonnenaugen (Heliopsis),  Stauden-Sonnenblumen (Helianthus) violetten und weißen Astern oder auch Kandelaber-Ehrenpreis.

Blumenbild Sonnenbraut Helenium Rot-Gold-Hybride

Sonnenbraut Helenium Rot-Gold-Hybride

Sonnenbraut selbst aussäen ist kinderleicht.

Zum Glück lassen sich die meisten Stauden so einfach wie Sommerblumen aussäen, was den großen Vorteil hat, dass Sie sich nicht nur mit zwei, drei neuen Pflänzchen begnügen müssen, sondern beim Bepflanzen der Beete so richtig aus dem Vollem schöpfen können. Bester Zeitpunkt für die Aussaat im Kasten auf der Fensterbank ist Mitte Februar bis Ende März. Helenium geht zuverlässig und gleichmäßig auf und kann bereits etwa drei Wochen nach der Aussaat in nicht ganz so kleine Pflanzpaletten oder Töpfchen pikiert werden. Ins Freiland ausgepflanzt wird am besten erst nach den Eisheiligen und nachdem die Jungpflanzen ausreichend abgehärtet worden sind.

Tipp: Saatgut nicht abdecken, sondern nur andrücken. Stellen Sie die Saatkiste zum Keimen bei etwa 20°C auf und sorgen Sie für gleichmäßige Feuchtigkeit (nicht nass!). Nach dem Auflaufen der Sämlinge etwas kühler (16-18° C) stellen.

Wer nicht selbst aussäen will, kann Helenium auch sehr gut durch Teilen vermehren. Dazu einfach den Wurzelstock im Herbst (oder Frühling) aus der Erde holen und anschließend in einzelne Rosetten ziehen/teilen und an einem neuen Platz im Garten einpflanzen. Um die Vitalität der Pflanzen zu erhalten, sollte die Sonnenbraut alle vier, fünf Jahre geteilt und in frische Erde gesetzt werden.

Sonne, guter Boden & Wasser sorgen für die Blütenpracht.


Die Sonnenbraut ist ein echtes Sonnenkind und steht natürlich am liebsten in der prallen Sonne, doch auch absonnige und halbschattige Standorte nimmt sie klaglos hin und blüht dort sogar noch viel länger. Doch egal wo sie steht, Helenium will gut mit Wasser und Nährstoffen versorgt sein. Zweimalige Düngergaben (März und Mitte Juni) und durchdringendes Gießen bei Hitze und Trockenheit sollten schon sein.

Tipp: Stutzen Sie die Triebe hoher Sonnenbräute Mitte Mai um die Hälfte ein. Dadurch verschiebt sich die Blüte um zwei Wochen nach hinten und zugleich bleiben die Stauden kompakt.

Blumenbild Feuerrote Blüte der Sonnenbraut

Blüte der Sonnenbraut (Helenium Rot-Gold-Hybriden)

 

 

 


    2 Kommentare

  1. Könntest du mir sagen, wie groß diese Blumen werden ?
    Sie sehen an sich toll aus & ich könnte mir vorstellen, sie auch mal auszuprobiren. Habe allerdings nur begrenzt Platz..

    Sonnige Grüße, Matthias

    • So groß wird die Sonnenbraut gar nicht, jedenfalls nicht die Sorten, die ich im Garten habe: 60 – 80 cm maximal. Es gibt in gut sortieren Staudengärtnereien auch Helenium-Sorten die ein Meter zwanzig hoch werden, also am besten auf das Etikett schauen.

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