Mit den Hortensien ist es ja so eine Sache. Die meisten Sorten bevorzugen einen schattigen oder halbschattigen Standort im Garten. Lediglich Ballhortensie Annabell und Rispenhortensien vertragen mehr Sonne, sofern sie ausreichend mit Wasser versorgt werden. In heißen Sommer ist schon das eine Herausforderung.

Ballhortensie Annabell

Ballhortensie Annabell

Ein Südhang bedeutet immer Stress für Hortensien

Alle Versuche, Bauernhortensien oder die zauberhafte “Endless Summer” ein bisschen sonniger zu stellen, sind bislang kläglich gescheitert. Spätestens wenn sie bei der ersten Hitzewelle des Jahres einen Sonnenbrand bekommen, ist es mit ihrer Pracht vorbei. Für eine ausreichende Wasserversorgung kann ich durchaus sorgen aber Sonnenschirme über die geliebten Hortensien aufzustellen, ist nicht praxisgerecht. Was also tun, wenn der Garten an einem Südhang liegt und rund ums Haus Schattenplätze absolute Mangelware sind?

Wo gibt es Schattenplätze an einem Südhang?

Im Frühling stand ich genau vor dieser Frage. Eine Endless Summer stand mit drei Metern Abstand zum Haus auf dessen Nordseite, doch auch dort knallt von April bis September die Sonne den ganzen Tag erbarmungslos hin. Der einzige Ausweg war, sie noch näher ans Haus und in dessen Schatten zu versetzen. Gesagt, getan – die ersten Blüten sind inzwischen auch schon da.

Blumenbild blaue Blüte der Hortensie Endless Summer

Endless Summer setzt neue Blüten an

 

1. Fazit: Selbst etwas größere Endless Summer-Hortensien lassen sich nach einem beherzten Rückschnitt sehr gut versetzen. Sie blühen am diesjährigen Holz und somit auch im Jahr des Rückschnitts, sofern dieser im Frühling erfolgte.

Rosa Hortensien

Hortensie Everbloom blüht im Kübel so schön wie nie zuvor.

 

Das zweite Sorgenkind steht im Westbeet, beengt zwischen  Zaun und einer mächtigen Rispenhortensie. Entsorgen kommt nicht infrage also kommt Hortensie Everbloom in einen sehr großen Pflanzkübel. Seither steht sie auf der Nordterrasse und macht dort einen sehr guten Job: Versteckt die Regentonnen und ist dabei ein echtes Schmuckstück. So etwas Schönes hat mir auf der überdachten Schattenterrasse tatsächlich noch gefehlt. Und schöner als dieses Jahr blühte diese Hortensie noch nie. Der erhöhte Standort im großen Container eröffnet dabei völlig neue Perspektiven auf die hübschen zarten Blüten.

2. Fazit: Es lohnt sich, geschützte Schattenplätze für Hortensien zu suchen.

Die dritte heimatlose Hortensie ging vor etwa fünf Jahren aus einem einzigen kleinen Steckling hervor. Seither stand sie etwas versteckt in Mutters Garten im Ostbeet. Jetzt musste sie dort raus, doch wohin damit? Die Gute hat inzwischen einen Durchmesser von 70 cm und zwölf rosa Blüten angesetzt. Für sie gibt es dieses Jahr nur einen bescheidene Zwischenlösung: Ein 10 Liter-Kübel direkt an der, ab Mittag schattigen Nordwand des Hauses.

Blumenbild frisch aufgeblühte rosa Hortensie

Mit etwas Geduld kommen auch aus einem Steckling gezogene Hortensien zur Blüte.

Wie lange funktionieren Hortensien im Kübel?

Die spannende Frage ist, wie überstehen Hortensien im Kübel den nächsten Winter? Welche Erfahrungen haben Sie mit Kübel-Hortensien im Winter gemacht? Ist es ratsam, kleinere Exemplare in den Keller oder in die ungeheizte Garage zu stellen? Oder genügt es, den Container beispielsweise mit Styropor zu ummanteln und einfach draußen zu lassen? Schreiben Sie mir. Ich bin sehr gespannt auf Ihre Erfahrung mit Hortensien im Kübel.

 

Nachtrag: Alle meine Hortensien sind im Kübel und im Beet sehr gut über den Winter gekommen, wobei der Winter 2014/15 sicher ein besonders milder war. Doch auch für die Zukunft sind meine Hortensien jetzt bestens gerüstet. Sie stehen wieder im Beet und werden inzwischen von Zierkirsche Kanzan schattiert. Apropos Baum: Nicht nur zur Schattierung meiner Hortensien habe ich kleine Hausbäume gesucht und wurde fündig. Wenn Sie dieses Thema auch interessiert, lesen Sie einfach weiter.

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Produktfotografin, Blumenfotografien und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.

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