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Warum Scheinwaldmeister / Rosenwaldmeister?
Scheinwaldmeister, auch Langgriffeliger Rosenwaldmeister, bot. Phuopsis stylosa ist ein wintergrüner Bodendecker, der am richtigen Standort viel Boden gut macht. Seine quirligen, bis zu 30 cm langen und 15 cm hohen Triebe bilden frischgrüne Matten, unterdrücken dabei Unkraut, verdrängen aber auch schwächere, benachbarte Pflanzen. Man sollte daher immer ein Auge auf diese Polsterstaude haben, was Ihnen sicher nicht schwer fällt.
Rosenwaldmeister, rosa Polsterstaude für alle Fälle| Video
Der wüchsige Bodendecker Phuopsis stylosa eignet sich für Gartenanfänger ebenso wie für Gartenfreunde, die schwierige Gartensituationen unter Baumscheiben, am Hang, zwischen Rosen und Gehölzen hübsch, aber problemlos bepflanzen möchten. Einmal gepflanzt und am Standort etabliert macht die Staude keine Mühe mehr. Einfach beim Wachsen zusehen und den Anblick genießen.
Wie und wo verwenden?
Die Polsterstaude passt sehr gut in Steingärten, auf Freiflächen, in einen Bauerngarten, am Gehölzrand, unter Rosen, auf Baumscheiben, Böschungen oder Hangbeeten und eignet sich auch für die Kübelkultur.

Phuopsis Blüten erinnern an Allium, allerdings ohne deren langen Blütenstiele
Scheinwaldmeister: wann ist Blütezeit?
Die kugeligen, auffallend hübschen, rosa bis pinken Blüten erscheinen ab Juni. Die Blütezeit erstreckt sich bis August. Regelmäßiges Ausputzen verlängert die Blütezeit, ist aber nicht zwingend notwendig.
Duftet Rosenwaldmeister?
Ja, sowohl Blätter, als auch Blüten duften nach Cumarin, wie unser heimischer Waldmeister. Allerdings empfinden viele Menschen den würzigen, intensiven Duft nicht als angenehm. Manche behaupten sogar, die Pflanze stinke zum Himmel. In England trägt sie deswegen auch den Namen „Wet Fox“ Ich habe den Geruch dagegen nicht wahrgenommen. Hätte mich wohl bücken müssen, um ihn zu riechen.
Wie groß wird die Polsterstaude Phuopsis stylosa?
Für einen Quadratmeter benötigen Sie anfangs 3-5 Pflanzen. Die einzelnen Triebe erreichen rund 30 cm. Pflanzen Sie am besten in Tuffs um schnell Fläche zu begrünen. Phuopsis übernimmt dann den Rest und breitet sich anschließend im Laufe des Sommers rasch aus.

Phuopsis begleitet June, eine schneckenresistente Hosta im Halbschatten
Standort und Boden
Schein-Waldmeister liebt einen frischen, bis trockenen, sonnigen, absonnigen bis halbschattigen Standort. Meiner Erfahrung nach wächst er auch im Schatten, dann bildet er jedoch weniger Blüten aus und wandert mit der Zeit ins Licht.
Der Boden sollte leicht und durchlässig sein, jeder normale Gartenboden ist ihm recht.
- Phuopsis stylosa verträgt Trockenheit.
- Je magerer der Standort, desto mehr sollte man allerdings für genügend Feuchtigkeit des Bodens sorgen, also gießen Sie bei lang anhaltender Trockenheit.
- Staunässe wird nicht vertragen.
- Verbessern Sie schweren Lehmboden durch Zugabe von Sand.
- Pflanzabstand von Pflanze zu Pflanze: 30 cm

Phuopsis stylosa ‚Purpurglut‘
Scheinwaldmeister pflegen
Schneiden Sie Scheinwaldmeister nicht im Herbst, sondern erst im Frühling bodennah zurück. Ein Rückschnitt nach der Blüte im Juni / Juli / August fördert den raschen Neuaustrieb. Die Horste treiben nach dem Rückschnitt kompakt wieder aus.
Ist Phuopsis stylosa insektenfreundlich?
Ja, unbedingt. Phuopsis zieht Bienen und Schmetterlinge an und ist daher gut für Bio-Diversität (Vielfalt) im Garten.
Ist Rosen- bzw. Schein-Waldmeister winterhart?
Ja, die Pflanze ist winterhart und frostfest. Sollte die robuste Staude dennoch in einem strengen Winter zurück frieren, treibt sie im kommenden Frühling wieder gesund und munter aus.

Phuopsis-Knospen erscheinen ab Juni über dem quirligen Blättern
Scheinwaldmeister vermehren?
Teilen Sie die Horste im Frühling und nach Bedarf. Schneiden Sie zuvor die langen Triebe ab, teilen den Wurzelstock und setzen Sie jedes Teilstück in frische Erde an einen neuen Standort.
Es gibt im Fachhandel auch Saatgut.
- Direktsaat ab April direkt an Ort und Stelle.
- Keimdauer: 2-3 Wochen
- Keimtemperatur: 10-18 °C
- Aussaattiefe 0, Lichtkeimer
- Saatgut nur andrücken, nicht abdecken. Ernten Sie gerne eigenen Samen, er ist samenfest.
- Eigene Jungpflanzen setzen Sie ab Mitte Mai ins Beet.
- Pflanzabstand von Pflanze zu Pflanze: 30 cm

Die Staude bildet breite Matten zwischen Kaukasus-Vergissmeinnicht Brunnera Jack Frost, Hosta Schneefeder und Lungenkraut
Ist Rosen-Waldmeister giftig?
Nein, die Staude ist zwar nicht giftig, aber trotzdem nicht genießbar.
Krankheiten und Schädlinge?
Zum Glück gehen Schnecken nicht an diesen hübschen Bodendecker. Krankheiten sind auch nicht bekannt. Sie können daher die genügsame Polsterstaude unbedenklich pflanzen – auch in ein halbschattiges Beet zwischen Hostas.

Phuopsis: Kleine, quirlige Blätter sitzen rund um 30 cm lange Stängel
Rosenwaldmeister Pflanzpartner
- Storchschnabel, Geranium x magnificum, Balkan-Storchschnabel
- Färberhülse, Indigolupine, Färberhülse
- Kaukasus-Vergissmeinnicht, Brunnera
- Geflecktes Lungenkraut
- Pfingstveilchen

Farnblättriger Lerchensporn im Schattenbeet
- Gelber Lerchensporn
- Farnblättriger Lerchensporn
- Schnee-Marbel
- Siegwurz
- Lenzrosen, Helloboris orientalis
- Gartenprimeln
- Hortensien
- Schneckenresistente Hosta

Echtes Lungenkraut mit rosa und blauer Blüte im Schattengarten
Rosenwaldmeister: Wo liegt seine Heimat?
Schein- oder Rosen-Waldmeister ist mit dem heimischen Waldmeister, Galium odortum) verwandt. Phuopsis stylosa gehört zu den Rötegewächsen, bot. Ruiaceae.
Seine Heimat liegt im Kaukasus, im Osten der Türkei und im Iran. Dort wächst er wild an Gehölzrändern und auf Felsfluren.
Rosenwaldmeister ist seit bereits seit den 1830er- Jahren hierzulande bekannt und in Kultur.
Zusammenfassung Rosen- oder Scheinwaldmeister
Phuopsis ist ein genügsamer Bodendecker mit vielen Talenten.
Standort und Boden:
- von sonnig über absonnig bis schattig
- wächst in jeden normalen Gartenboden
- ist wintergrün & frostfest
- begrünt dauerhaft Baumscheiben, Böschungen, Steingärten, Freiflächen,
- Hangbeete und Pflanzsteine
- legt sich Rosen zu Füßen
- Blütezeit ab Juni bis August
- die quirligen Triebe werden etwa 30 cm lang und 15 cm hoch
Pflege
- Rückschnitt im März
- Rückschnitt nach der Blüte fördert einen Neuaustrieb
- leichte Düngung mit Kompost oder Staudendünger im Frühling
Besondere Vorteile
- Anfängerstaude, bei der man nichts falsch machen kann
- Rosenwaldmeister zieht Bienen und Schmetterlinge an
- Schnecken verschmähen ihn
Einmal gepflanzt wächst und gedeiht der Bodendecker von ganz alleine. Wahrlich meisterlich!
Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. Im Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus über 4 Jahrzehnten stellt Lieblingspflanzen & ihre Pflege vor. Außerdem: Lieblingsrezepte aus ihrer Landküche.




