Die Herzblume ist der Inbegriff für romantische Blumen, sie wird aber auch gerne mit christlicher Symbolsprach belegt. Je nach Gesinnung und Gebetsbuch wird das Tränende Herz also auch Herzjesublume, Herzstockerl oder Muttergottesblume genannt.

Die Herzblume vor Traubenhyazinthen

Die Herzblume vor Traubenhyazinthen

Die Herzblume ist nicht einfach zu fotografieren

Ich mag die Herzblume vor allem weil es verspielt ist und weil die rosa-weißen Blüten so schön mit den hunderten Traubenhyazinthen harmonisieren, die zur gleichen Zeit im Garten blühen. Wenn dann die Sonne spät am Vormittag das halbschattige Beet erreicht, ist der richtige Moment zum Fotografieren gekommen. Was zu dieser, oft launisch-wechselhaften Jahreszeit gar nicht so einfach ist.

Denn die kleinen Herzblüten schwanken und wackeln schon beim geringsten Luftzug. Geduld ist hier gefragt, dazu ein stabiles Stativ und ein paar Tricks. Wie beispielsweis das Setzen eines hauchdünnen weißen Segels, um zu starke Sonnenstrahlen abzuhalten und den Wind.

Das Herzstockerl braucht ausreichend Spielraum im Beet

Was angehende Gartenfreunde sicher noch interessiert: Das Tränende Herz, ist im Garten denkbar einfach zu kultivieren. Die Staude wird 50 bis 90 cm hoch und mit den Jahren gut anderthalb Meter breit. Sie blüht ab Mitte April bis Juni. Danach zieht sich die Pflanze so nach und nach zurück. Das heißt: Ihre Blätter werden gelb und vertrocknen. Was kein Fehler ist.  Geschickt mit anderen Stauden wie Astern, Phlox oder Helenium, die Sonnenbraut kombiniert, lassen sich die unschönen vergilbenden Blätter recht gut verdecken.

Wie alle anderen Stauden auch, freut sich das Tränende Herz über eine Düngergabe im zeitigen Frühjahr und über einen halbschattigen Standort mit frischem, humosem Gartenboden. Staunässe mag das Tränende Herz dagegen nicht.

Wo es stört oder zu üppig geworden ist, kann das Tränende Herz auch verpflanzt werden. Das geschieht am besten nach der Blüte Mitte Juni.

Im Gegensatz zum roten blüht das weiße Tränende Herz übrigens wesentlich länger. Knipsen Sie das Verblühte rechtzeitig aus, erscheinen immer wieder frische Blütenstiele und dazu üppiges Grün. Anstatt sich nämlich zurückzuziehen, wächst die weiße Herzblume bis in den Sommer immer weiter. Räumen Sie ihm dafür genügend Platz ein und rechnen Sie besser nicht damit, dass dieser ab Mitte Juni von anderen Stauden übernommen werden kann.

Sowohl das weiße als auch das rote bzw. rosa Tränende Herz passen wunderschön zu blau, rosa oder weiß blühenden Zwiebelgewächsen. Zu Tulpen und Traubenhyazinthen, Skillas, Dichternarzissen und zu Hyazinthen und ab Mai dann zu kleinen bis mittelgroßen Hostas – am schönsten zu denen mit panaschierten Blättern.

Das weiße Tränende Herz

Das weiße Tränende Herz

 

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.

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