Blumenbild Das Leuchten der Herbstblüten

Das Leuchten der Herbstblüten

Das Feuer der Chrysanthemen entschädigt ein wenig für das langsame Ende des Gartenjahres. Die meisten Sommerblumen sind vorbei. Nur hier und da strebt noch ein tapfere Blüte der Sonne entgegen. Storchschnabel, Clematis und Rosen kämpfen, allen Unkenrufen zum Trotz, erfolgreich gegen die kühlen Herbstnächte an. Dennoch haben jetzt Chrysanthemen das Zepter im Garten übernommen. Sie leuchten fast feurig in Schein der tief stehenden Nachmittagssonne und trösten uns über das unvermeidlich Kommende hinweg.

Sie verharren in Schönheit denn noch hält Väterchen Frost freundlicherweise Abstand vom sonnigen Franken und noch genießen wir den goldenen Herbst und glühend rote Blüten im Garten. Doch in Wisconsin, Amerika, so meldet soeben der Wetterfrosch im Fernsehen, seien gestern über Nacht die Temperaturen von plus 30°C auf minus 11°C gefallen. Es habe heftig geschneit und die motorisierte Welt stünde mal wieder Kopf – und zwangsweise still. Wenn uns so eine Wetterkapriole bevor steht, dann gute Nacht.

Kleines Gartenwissen über Chrysanthemen

Viele kennen Chrysanthemen nur vom Floristen. Dort werden allerdings vorwiegend langstielige „Hochleistungsblüten“ für üppige Blumensträuße verkauft. Auch für Gestecke und Kränze für Allerheiligen werden sie gerne verwendet, weil sie eben so spät im Herbst noch blühen. Aber wussten Sie, dass viele Chrysanthemen auch zuverlässige Stauden im Garten sind? Das gilt zwar nicht für alle Sorten aber eine gute Staudengärtnerei hilft sicher weiter. Wenn Sie dann schließlich eine Hübsche gefunden haben, können Sie diese immer wieder teilen und so den eigenen Bestand vermehren. Im Frühling ist die beste Zeit dafür. Pflanzen Sie die Stauden am besten in den Vordergrund sonniger Beete. Da ihr Laub lange grün bleibt und so spät blühen, verdecken sie verblühte Sommerblumen und kaschieren gekonnt bereits leer geräumte Stellen im Beet. Noch ein letzter Tipp: Kürzen Sie Mitte bis Ende Mai die Triebe um die Hälfte. Die Pflanzen bleiben kompakter, fallen im Herbst nicht so leicht um und blühen zwei Wochen später.

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.

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