Wissenschaftler suchen Wege aus der Klimakrise und setzen dabei auf die Kraft der Pflanzen. Urban Gardening ist dabei ein wichtiger Faktor, denn je grüner die Stadt, desto besser das Stadtklima und desto gesünder ist das für ihre Bewohner. Diese 3Sat-Reportage zeigt: Es gibt noch viel zu tun, aber die grüne Zukunft hat in fortschrittlichen Millionenstädten wie beispielsweise Singapur schon längst begonnen. Andere Metropolen folgen den überzeugenden Beispielen. Sogar das „alt ehrwürdige“ Wien ist mit spannenden Urban Gardening-Projekten dabei.

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=77401

Urban Gardening ist ein Gebot der Vernunft – und sieht toll aus.

Der letzte Sommer war zu heiß und viel zu trocken. Experten sagen, wir müssen uns in Zukunft vermehrt auf derartige Hitzesommer einstellen. Ihr Konzept gegen Hitze, Staub, Lärm und Stress: Mehr Pflanzen! Begrünte Fassaden, wildes und genehmigtes Urban Gardening, Dachgärten, Klimatürme mitten in der Stadt und jede Menge Bäume. Denn Bäume spenden Schatten, liefern Sauerstoff, reduzieren CO2, schlucken Lärm und bilden grüne Oasen/Lungen. Stadtbewohner müssen nicht mehr raus ins Grüne, um sich zu erholen. Ziel ist es, grüne Räume für alle zu schaffen. Wohnen im Grünen, mitten in der Stadt. Urban Gardening bekommt so eine völlig neue Dimension und Bedeutung. Wildes Gärtnern auf bis dahin ungenutzten Freiflächen in der Stadt soll auch gut für das soziale Miteinander sein. Na bitte, wenn das kein Grund zum Jäten und Gießen statt Zanken ist! Grün stimmt friedlich und hebt die Laune – auch das ist längst wissenschaftlich belegt.

Je üppiger es grünt, desto höher steigt die Lebensqualität.

Die 3Sat-Reportage zeigt eindrucksvoll, wie jeder seinen eigenen Beitrag zur Verbesserung des regionalen Kleinklimas leisten kann – auch in der Stadt. Privates Urban Gardening ist dabei mindestens genauso wichtig wie offiziell geplante Stadtbegrünung. Und nach dem heißen Sommer 2018 ist ja wohl beim letzten Stadtplaner die Notwendigkeit zum Umdenken angekommen.

Auch in Igensdorf wurden im Herbst drei neue Winterlinden gepflanzt. Gut so. Wenn jetzt auch noch meine Nachbarin vernünftig und ihr Herz für Bäume entdecken würde, wäre schon viel erreicht. Momentan ist die Millionenerbin ja leider noch immer auf dem Der-Baum-bringt-mir-nichts-der-muss-weg-Tripp. Aber das ist wieder eine andere Geschichte, nachzulesen im Schwesterblog.

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Produktfotografin, Blumenfotografien und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.

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