Auf alle vier Himmelsrichtungen verteilen sich meine Tulpenbeete. Vorne im Süden flankieren Tulpen zu beiden Seiten die Gartentreppe zum Eingang des Hauses. Sofern das Wetter mitspielt, scheint dort den ganzen Tag die Sonne. Um so früher kommen dort die Tulpen zur Blüte und verblühen allerdings auch ziemlich schnell. Es sei denn, die Tulpensorte ist von Haus aus besonders lange haltbar.
Diesbezüglich überzeugte heuer Carneval in Nice. Die hübsche Tulpe ist kurzstielig und blüht Pink mit einem hellrosa Rand. Besonders schön auch die am Rand hell gezeichneten Blätter. Carneval hielt vom erscheinen der ersten dicken runden Knospen bis hin zum Verblühen gut fünf Wochen und das ist für eine Tulpe durchaus eine lange Zeit.![]()
Neu im Garten war heuer auch eine rot-weiße Papageitulpe (Estella Rijnveld). Eine Zeichnung, die glatt von Dürer sein könnte. Ihre Schönheit präsentierte sie im Fotostudio. Freigestellt vor einem weißen Hintergrund kommen die Details perfekt zur Geltung.
Ein echter Hingucker war Marilyn. Weißgrundige, große, lilienblütige Tulpen auf sehr hohen Stielen, die sich doch erstaunlich lange hielten. Anfangs war ich noch enttäuscht von ihr weil sie in der Sonne doch etwas blass wirkte. Dann jedoch entwickelte sich ihre rotpinke Zeichnung und Marilyn war einfach nur noch bezaubernd schön - auch wenn sie als Fotomodell denkbar ungünstig stand. Schlechtes Wetter kam hinzu und so kommt es, dass es von Tulpe Marilyn kaum Bilder gibt. Ich hoffe auf den nächsten Frühling im kommenden Jahr.
Purple Dream und Elegant Lady standen großartig im langen Westbeet. Beide späte Tulpen (Lila und Rosa) schwebten gleichzeitig elegant auf langen Stielen über die frisch erschienenen Triebe der Hostas. Eine tolle, empfehlenswerte Kombination, zu der auch die im Hintergrund stehenden Viridiflora-Tulpen White Spring sehr gut passten.
Die gefüllte Tulpe Angelique steht im Südbeet zwischen Katzenminze und die beiden ergänzen sich hervorragend. Farblich sowieso und nach dem Verblühen verhüllt die Katzenminze die Reste der Tulpen perfekt. Andererseits macht sich Tulpe Angelique im schattigeren Beet im Westen fast noch besser. Das Rosa kommt intensiver rüber und verblasst nicht so schnell.
Apropos verblassen: Eine Gabe Blaukorn im März wenn die ersten Frühlingsboten die Köpfe aus der Erde stecken, hat allen Frühlingsboten sichtlich gut getan. Eine Gruppe mit Angelique-Tulpen, die Jahr für Jahr immer blasser geworden ist, blühte nun endlich wieder im schönsten Rosa.
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