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Kletterpflanze Akebie. Wachsende Freude am laufenden Meter.

Kletterpflanze Akebie verzaubert eine kleine Küchenterrasse in eine grüne Laube

Kletterpflanze Akebie verzaubert eine kleine Küchenterrasse in eine grüne Laube

Kennen Sie die Kletterpflanze Akebie? Die attraktive Schlingpflanze, botanisch Akebia quinata, wird auch Klettergurke oder Schokoladenwein genannt und gehört zu den Fingerfruchtgewächsen (Lardizabalceae). Akebien gelten hierzulande noch als Geheimtipp unter den Rank- und Schlingpflanzen.

Die Akebie wächst, auch wenn andere anderes behaupten, bei guter Pflege, recht zügig. Sie begrünt erstaunlich schnell Fassaden, Pfosten, Stahlseile, Pergolen, Lauben, Fallrohre, Rosenbögen und andere Kletterhilfen und ist bei alledem sehr gesund. Sie blüht hübsch, schattiert angenehm und liefert, wenn Sie Glück haben, im Herbst sogar essbare Früchte. Kurz: Akebien machen viel Freude und verursachen dabei kaum Aufwand.

Kletterpflanze Akebie verzaubert meine kleine Küchenterrasse in eine grüne Laube – mit Blick auf den Mini-Wassergarten

Wie schnell wächst die Akebie?

Das ist eine Frage des Standorts und der Pflege. Zwei meiner Akebien erreichten von der Pflanzung im September bis Anfang Juli des darauf folgenden Jahres gut 250 Zentimeter. Sie wachsen im nährstoffreichen, lehmigen Gartenboden.
Meine erste Akebie wächst dagegen an einem Terrassenpfosten in Süd-West-Lage und brauchte etwa drei Jahre um die Traufhöhe des Daches, knapp drei Meter, zu erreichen. Warum? Weil die Schlingpflanze rund um den Pfosten und um das daneben liegende Fallrohr wächst, das verbraucht einige Rankenlängen mehr.

Kletterpflanze Akebie, 2 Jahre nach dem pflanzen direkt im Pflaster der Terrasse

Wie hoch wird Kletterpflanze Akebie?

In freier Natur und am ursprünglichen Standort in Ostasien, China, Japan oder Korea erreichen Akebien gut 10 Meter. Hierzulande können sie 6 bis 7 Meter hoch werden. Das kommt aber immer auch auf Standort und Pflege an.

Wie wird die Akebie gepflegt?

Viel Wachstum braucht ordentlich Dünger. Düngen Sie Ihre Akebie zweimal im Jahr (März + Mitte Juni) mit mineralisch-organischem Volldünger nach Packungsvorschrift. Verwenden Sie kein Blaukorn! Wässern Sie bei Trockenheit, insbesondere dann, wenn die Pflanze nahe am Haus im Pflaster wächst und dort von Natur aus weniger Regen hinkommt.

Kletterpflanze Akebie, nach 4 Jahre hat sie die Dachtraufe erreicht.

Schnittmaßnahmen sind normalerweise nicht erforderlich, es sei denn, Triebe stören, laufen in die falsche Richtung oder haben das Ende ihrer Kletterhilfe erreicht.

Akebien sind Rechtswinder. Ihre einzelnen Triebe lassen sich sehr gut leiten, am besten gelingt das, wenn sie dabei ins Licht wachsen dürfen. Ältere Triebe verholzen und sorgen so mit der Zeit für mehr Stabilität innerhalb der Schlingpflanze.
Bei älteren Pflanzen erscheinen irgendwann neue Bodentriebe. Der gesamte Habitus wird so mit der Zeit immer breiter und dichter.

Warum heißt Akebie auch Schokoladenwein?

Die Blüten sollen leicht würzig nach Schokolade duften. Ich kann dies aus eigener Erfahrung jedoch nicht bestätigen.

Die hübschen, wenn auch sehr kleinen Blüten der Akebien erscheinen Anfang April

Ist die Akebie immergrün?

Akebien behalten im Herbst sehr lange ihre Blätter und in milden Weinbauregionen bleiben die Pflanzen auch im Winter grün. In Oberfranken werfen sie irgendwann im Dezember ihre Blätter ab, treiben dann aber im zeitigen Frühling wieder aus und präsentieren zuvor ihre hübschen, wenn auch sehr kleinen Blüten.

Welcher Standort ist richtig?

Die Fingerblättrige Akebie liebt einen sonnigen bis halbschattigen, am besten leicht windgeschützten Standort. Dazu ein tiefgründiger, humoser, nährstoffreicher und gut durchlässiger Boden. Normaler Gartenboden ist für die wüchsige Kletterpflanze völlig in Ordnung.

Die Akebie wächst auch sehr gut in einer aufgebrochenen Pflasterung an der Fassade oder an der Terrasse. Hauptsache, sie bekommt dort genügend Wasser und Nährstoffe.

Braucht die Klettergurke Winterschutz?

Meiner Erfahrung nach ist die Akebie absolut winterhart bis minus 22 Grad (Winter 2020/21 in Oberfranken). Andere Quellen empfehlen allerdings leichten Winterschutz für den Wurzelbereich.

Welche Krankheiten oder Schädlinge können auftreten?

Sofern der Standort stimmt, bleibt die Akebie von Schädlingen verschont und wächst gesund.

Ein Laubengang mit 5 Akebien beschattet den Weg zwischen Garage und Hauseingang. Standort: Volle Südlage und im Sommer entsprechend heiß. Bereits nach 2,5 Jahren erreichen die Kletterpflanzen den Weg vom Beet zur Garage und wieder zurück. Inzwischen bilden sich auch zahlreiche neue Bodentriebe, die auch an die Seile geleitet werden.

Ist Kletterpflanze Akebie giftig?

Nein.

Wie werden Akebien vermehrt?

Durch Samen.

Der Schokoladenwein-Laubengang von der Innenseite aus betrachtet. Alles schön dicht und grün. Nächstes Jahr schützen die Kletterpflanzen sicher auch vor Regen.

Sind die Früchte der Akebie essbar?

Ja. Schokoladenwein liefert von September bis Mitte Oktober essbare Früchte. Diese erscheinen aber, wenn überhaupt, nur an älteren Pflanzen und in milden Regionen. Die, je nach Sorte, hellvioletten oder weißgrünen Früchte springen auf, sobald sie reif sind.

Was kann man aus Schokoladenwein-Früchten machen?

Das Fruchtfleisch der Akebien ist sehr saftig, sieht aus wie Gelee und enthält dunkle Samen. Streichen Sie das „Fruchtgelee“ erst durch ein Sieb, um die Kerne zu entfernen. Mischen Sie anschließend geschlagene Sahne und etwas Vanillezucker unter die Masse und schon ist ein schnelles, exotisches Dessert fertig.

Braucht man zwei Pflanzen, um Früchte zu ernten?

Akebien sind einhäusig. Das heißt, männliche und weibliche Blüten blühen an einer Pflanze, allerdings ein bisschen zeitversetzt. Wenn Sie Früchte ernten möchten, pflanzen Sie am besten zwei Pflanzen. Manche Baumschulen (Häberli Obst- und Beerenpflanzen) bieten deswegen Akebia quinata auch im Doppelpack mit zwei verschiedenen Sorten in einem Topf an.

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Produktfotografin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.
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