Blumenbild Tränendes Herz

Tränendes Herz im Garten

Eigentlich, so heißt es, zieht sich das Tränende Herz im Laufe des Sommers zurück und hinterlässt dabei eine Lücke, die es beim Bepflanzen des Beetes zu beachten gilt. Dieses Jahr kam alles anders: Das Tränende Herz trieb immer wieder frisch und munter aus und dachte nicht daran, Platz zu schaffen für andere. Zum Schluss schob eine mächtige Myrthenaster ihre Zweige beiseite und begrub sie im späten Herbst fast unter sich. So viel zum Thema Lücke im Staudenbeet.

Dabei kenne ich dieses Verhalten sonst nur vom weißen Tränenden Herz. Es bleibt den ganzen Sommer über grün und bringt auch immer wieder neue Blüten hervor. Doch auch dafür muss reichlich Platz vorhanden sein. Das weiße Tränende Herz wächst zwar eher straff aufrecht und nicht so breit wie seine pinken und roten Schwestern, doch schon im zweiten oder dritten Standjahr im Beet ist der Platzbedarf enorm.

Blumenkissen Koreanisches Herz

Ein koreanisches Herz

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Ansonsten sind Tränende Herzen wunderbar nostalgisch anmutende Stauden, die problemlos im Garten gedeihen. Am besten in halbschattigen Bereichen. Dort strahlen ihre Blüten wunderbar und bringen Licht und Farbe in sonst eher dunkle Ecke. Ich liebe die Kombination mit blauen Frühlingsblumen, allen voran mit Traubenhyazinthen und Blue Bells.

Das Tränende Herz: Seine Heimat liegt im fernen Osten

Der wissenschaftliche Name ist seit 1997 übrigens Lamprocapnos spectabilis und nicht mehr Dicentra spectabilis – an der Schönheit der Pflanzen ändert sich dadurch allerdings nichts. Das Tränende Herz kommt ursprünglich aus Korea und aus dem nördlichen bzw. westlichen China. Dort wächst es in lichten, feuchten Berglaubwäldern in Höhen bis zu sehr beachtlichen 2400 Metern. Kein Wunder also wenn kalte Frühlingswinde dieser Staude so schnell nichts anhaben können. Nur Spätfröste raffen es manchmal dahin.

Blumenbild: Rosa Herzblüten vor Blau

Rosa Herzblüten vor Blau

Geteilte Freude ist doppelte Freude.

Das Tränende Herz lässt sich gut durch Teilung vermehren. Um den sehenswerten Austrieb im zeitigen Frühling nicht zu gefährden, eignet sich dazu am besten die Zeit nach der Blüte und bevor sich  die Pflanze einzieht. Doch auch vor der Blüte soll eine Teilung möglich sein. Vermehrung durch Wurzelstecklinge sind im Winter ebenfalls möglich. Meine Erfahrung ist: Der Wurzelstock zerfällt beim Ausgraben in mehrere Teile und diese lassen sich anschließend problemlos einzeln in neue Erde setzen.

Die Pflege dieser hübschen Staude ist denkbar einfach: Etwas organischen Dünger beim Austrieb und nach der Blüte alles abschneiden, was welk geworden ist.

Tipp: Markieren Sie die Stelle im Beet, beispielsweise mit zwei schräg stehenden Bambusstäben, die sich über der Pflanze kreuzen. Wenn im Laufe des Sommers das Tränende Herz tatsächlich verschwunden ist, bewahrt Sie das davor, aus Versehen die Lücke mit einer anderen Staude schließen zu wollen.

 

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