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Schnelles Natronbrot mit Hafermehl und Buttermilch

Schnelles Natronbrot mit Hafermehl und Buttermilch

Schnelles Natronbrot mit Hafermehl und Buttermilch

Neulich las ich in dem wunderbaren Buch „Die Geschichte begann mit einem Huhn“ vom einfachsten Brot der Welt. Ob dieses Rezept wohl den Praxistest in meiner Küche besteht? Um es vornweg zu nehmen: Ja! Die Autorin nennt ihr schnelles Natronbrot zwar aus familiären Gründen Maslen-Brot, aber das Besondere daran ist, sie verwendet als Backtriebmittel Backnatron.

Was ist Backnatron?

Backnatron, auch Natron (NaHCO3), Natriumhydrogencarbonat, Speisenatron, Backsoda oder Brotsoda sind verschiedene Begriffe für ein und dasselbe Produkt. Die bekannteste Marke ist vermutlich Kaisers Natron, ein echter Tausendsassa in Küche, Hausapotheke und Backstube. Es hilft gegen Völlegefühl und Sodbrennen, macht aus Brezen echte Laugenbrezen, entsäuert Kaffee, senkt den ph-Wert von selbst gemachter Kosmetik wie Cremes und Seifen. Und Natron treibt Gebäck in die Höhe. Dazu braucht das kristalline Pulver allerdings stets eine Portion Säure im Teig. Natronbrot enthält genau deswegen Buttermilch. Im Zusammenspiel mit Natron geht der Teig blitzschnell auf.

Frisch gebackenes Natronbrot. Einfach köstlich und so schnell fertig.

Mein schnelles Natronbrot, die Zutaten

Hinweis: Mangels Roggenmehl habe die Zusammenstellung der Mehle ein bisschen modifiziert. Am Backergebnis hat sich deswegen nichts geändert.
200 g Haferflocken, zu Mehl gemixt + 2 EL extra
200 g Dinkelmehl (oder 100 g Dinkelmehl + 100 g Roggenmehl),
50 g Wiener Griessler oder Pastamehl (doppelgriffiges Mehl aus Hartweizen)
1 TL Backnatron
1 TL feiner brauner Zucker
½ TL Salz
350 g Buttermilch

Bevor es losgeht: Ofen + Gusseisentopf vorheizen!

Anders als bei Broten auf Basis von Lievito Madre, kommt es beim Natronbrot sehr auf die Geschwindigkeit an. Der Brotteig darf nicht lange liegen, sondern sollte nach dem raschen Kneten sofort zum Laib gewirkt und dann gebacken werden. Sonst ist im wahrsten Sinn des Wortes die Luft raus und der Teig geht nicht mehr hoch.

Heizen Sie deswegen schon vorher den Ofen auf 220°C vor und stellen Sie einen Gusseisentopf mit Deckel in den Ofen. Ich verwende dazu meine große Cocotte von Staub (ein Bräter) mit 26 cm Durchmesser. Ein 24 cm großer Gusseisentopf sollte zum Brotbacken allerdings auch reichen.

 

Hafermehl aus Haferflocken, fix selbst gemacht.

Geben Sie 200 g Haferflocken in einen hohen schmalen Rührbecher, drücken Sie einen Mixstab / Passierstab hinein und zerkleinern damit die Haferflocken solange, bis feines Hafermehl entstanden ist. Das geht sehr schnell. Sie könnten dafür auch einen Speedy verwenden, also so einen praktischen Zerkleinerer für Kräuter, Zwiebeln und ähnliches. Ein klassischer Mixer wird dagegen schnell verstopfen, vermute ich.

Zutaten abwiegen, Mehle mischen und los geht‘s

Weil beim Natronbrot alles so schnell gehen muss, wiegen Sie zunächst alle Zutaten ab und stellen sie sie in kleinen Schälchen bereit. Dann geht’s los:

Schnelles Natronbrot, die Backzeit

25 bis 30 Minuten bei 220° C

Stürzen Sie nach dem Backen das Natronbrot auf ein Gitter und lassen es abkühlen.

Das Brot hält sich lange frisch, lässt sich aber auch sehr gut scheibenweise einfrieren. Es schmeckt zu süßen Belägen wie Marmelade oder Honig, aber mindestens genauso gut unter herzhaften Belägen.

Schnelles Natronbrot kommt ohne Hefe und Sauerteig aus, ist aber dennoch sehr bekömmlich.

Fiona Amann

Fiona Amann ist Werbetexterin, Bloggerin, Produktfotografin, Blumenfotografin und gärtnert leidenschaftlich gerne. In ihrem Gartenblog "Wo Blumenbilder wachsen" teilt sie Gartenwissen aus vier Jahrzehnten, stellt Lieblingspflanzen und ihre Pflege vor, verrät die Lieblingsrezepte ihrer Familie und Rezepte aus ihrer Landküche und stellt, wenn sie zum Thema passen, lohnenswerte Gartengeräte, Koch - und Gartenbücher vor.
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